
Benutzer138990
Sehr bekannt hier
- #1
Ich weiß jetzt nicht ob ich damals einen Thread zu dem Thema eröffnet habe oder es einfach nur gepostet habe.
Aber ich will hier einfach mal was erzählen bzw. los werden.
In meiner Jugendzeit (so mit ca. 16-19 Jahren) hatte ich eine beste Freundin in die ich (heimlich) unheimlich verliebt war. Ich habe es nie gewagt ihr das zu sagen, hab immer nur mögliche Zeichen gesucht, dass sie auch so fühlt usw. Kurzum: Ich habs ihr nie gesagt, unsere Wege haben sich vor knapp 30 Jahren getrennt, ich hab sie total aus den Augen verloren gehabt (aber musste oft an sie denken, weil ich irgendwie einen "Abschluss" in der Sache wollte).
Vor ca. 1 1/2 Jahren haben wir uns wieder gesehen. Ein gemeinsamer Freund hat sie zufällig ausfindig gemacht und wir sind zu Dritt essen gegangen. Wir haben uns wieder toll verstanden und haben ausgemacht, dass wir mal gemeinsam, zu zweit essen gehen würden. Ich hab dann kurz danach (am nächsten Tag) gefragt ob sie denn Lust hätte zu ner bestimmten Veranstaltung zu gehen und da kam dann ein "Kein Interesse, danke und lg" retour und ich dachte mir: Gut, das wars dann. Ich war zu aufdringlich und sie hat einfach auch keinerlei Interesse an einem weiteren Kontakt mit mir und hab sie dann in Ruhe gelassen.
Fast forward zu heute:
Es kam von ihr ein sms mit Weihnachts- und Neujahrwünschen und wir haben ein klein wenig hin- und her geschrieben. Ich hab ihr von meiner ADHS Diagnose erzählt und ob sie das damals in unserer Schulzeit wahrgenommen hat. Sie meinte, dass sie mich als sehr sehr angenehmen, aufrichtigen und offenen Zeitgenossen in Erinnerung, mit dem sie sehr gerne zusammen war. Wir haben dann weiter geschrieben und ich dachte mir "Scheiß drauf, irgendwann muss ich es ihr mal sagen" und hab ihr geschrieben: "Naja, ich war aber auch hoffnungslos verknallt in dich damals".
Ihre Reaktion drauf: Was???? Nein, das stimmt nicht! Du scherzt.
Ich hab ihr dann nochmal bestätigt, dass es so war. Ich hab ihr dann eben noch gesagt, dass ich es nie gewagt habe ihr das zu sagen und immer irgendwelche Zeichen gedeutet habe und das nicht richtig.
Und sie meinte dann zu mir: "Wir wären womöglich ein tolles Pärchen geworden. Hättest du doch nur etwas gesagt".
Ich hab dann gefagt ob sie denn auch damals so gefühlt hat und sie meinte: "Darüber hab ich nie nachgedacht, aber wenn du nur ein Sterbenswörtchen gesagt hättest, dann HÄTTE ich drüber nachgedacht". Und als ich ihr sagte, dass wir eben damals eine starke Verbindung hatten, meinte sie dass es einfach sofort zwischen uns gepasst hatte.
Ich hab dann einen mutigen Schritt gewagt und ihr gesagt, dass ich sie wirklich gerne wieder treffen würde, weil ich da mit ihr drüber reden will und meine Jugendzeit aufarbeiten will.
Sie hat dem gleich zugestimmt und will mit mir Essen gehen, meinte aber auch, dass es bei ihr erst mal zeitlich schwierig ist. Ich hab ihr dann gesagt, dass ich auch verstehe, dass ich damals beim letzten Treffen wohl zu pushy war und dass sie jetzt vielleicht versteht warum ich so drauf erpicht war sie wieder zu sehen.
Sie meinte dann, dass das überhaupt nicht daran gelegen habe, sondern einfach weil sie echt keine Zeit hatte und eben auch nicht gerne in Stadt wo ich wohne bin. Meine Reaktion drauf "Na super, ich hab wohl selbst in den 30 Jahren nicht dazu gelernt dich zu interpretieren", was sie lachend kommentiert hat.
Sie meinte auch, dass sie einfach eine totale Einzelgängerin wäre und das bei ihr ein wichtiger Faktor ist.
Ich bin ja mal gespannt ob sie sich wirklich melden wird wegen des Treffens (ich hab ihr gesagt, da liegt der Ball voll und ganz bei ihr und sie soll sich melden wenn sie Zeit hat).
Was ist für mich die Quintessenz dieses Threads? Eigentlich ist es das, dass ich es nun geschafft habe bzw. wahrscheinlich schaffen werde, ein Kapitel meines Lebens abzuschließen welches mich viele viele Jahre verfolgt hat. Einfach diese Ungewissheit weg zu haben "hat sie wohl auch so empfunden?".
Denke/hoffe ich, dass wir doch noch ein Pärchen werden nach all diesen Jahren? Ich weiß es nicht ob ich das will oder ob das das Gleiche wäre. Wir sind nicht die selben Persönlichkeiten wie wir mit 17-18 waren, jeder hat die Erfahrungen in seinem Leben gemacht. Ganz tief in mir drinnen würde ich es mir natürlich schon wünschen, einfach auch für mein früheres Ich. Ich werde aber einfach wirklich vollkommen erwartungsfrei in das Treffen gehen. Außer eben mit der Erwartung, dass ich ihr nun das alles erzählen kann, was ich früher nicht konnte, weil ich zu feige war.
Aber ich will hier einfach mal was erzählen bzw. los werden.
In meiner Jugendzeit (so mit ca. 16-19 Jahren) hatte ich eine beste Freundin in die ich (heimlich) unheimlich verliebt war. Ich habe es nie gewagt ihr das zu sagen, hab immer nur mögliche Zeichen gesucht, dass sie auch so fühlt usw. Kurzum: Ich habs ihr nie gesagt, unsere Wege haben sich vor knapp 30 Jahren getrennt, ich hab sie total aus den Augen verloren gehabt (aber musste oft an sie denken, weil ich irgendwie einen "Abschluss" in der Sache wollte).
Vor ca. 1 1/2 Jahren haben wir uns wieder gesehen. Ein gemeinsamer Freund hat sie zufällig ausfindig gemacht und wir sind zu Dritt essen gegangen. Wir haben uns wieder toll verstanden und haben ausgemacht, dass wir mal gemeinsam, zu zweit essen gehen würden. Ich hab dann kurz danach (am nächsten Tag) gefragt ob sie denn Lust hätte zu ner bestimmten Veranstaltung zu gehen und da kam dann ein "Kein Interesse, danke und lg" retour und ich dachte mir: Gut, das wars dann. Ich war zu aufdringlich und sie hat einfach auch keinerlei Interesse an einem weiteren Kontakt mit mir und hab sie dann in Ruhe gelassen.
Fast forward zu heute:
Es kam von ihr ein sms mit Weihnachts- und Neujahrwünschen und wir haben ein klein wenig hin- und her geschrieben. Ich hab ihr von meiner ADHS Diagnose erzählt und ob sie das damals in unserer Schulzeit wahrgenommen hat. Sie meinte, dass sie mich als sehr sehr angenehmen, aufrichtigen und offenen Zeitgenossen in Erinnerung, mit dem sie sehr gerne zusammen war. Wir haben dann weiter geschrieben und ich dachte mir "Scheiß drauf, irgendwann muss ich es ihr mal sagen" und hab ihr geschrieben: "Naja, ich war aber auch hoffnungslos verknallt in dich damals".
Ihre Reaktion drauf: Was???? Nein, das stimmt nicht! Du scherzt.
Ich hab ihr dann nochmal bestätigt, dass es so war. Ich hab ihr dann eben noch gesagt, dass ich es nie gewagt habe ihr das zu sagen und immer irgendwelche Zeichen gedeutet habe und das nicht richtig.
Und sie meinte dann zu mir: "Wir wären womöglich ein tolles Pärchen geworden. Hättest du doch nur etwas gesagt".
Ich hab dann gefagt ob sie denn auch damals so gefühlt hat und sie meinte: "Darüber hab ich nie nachgedacht, aber wenn du nur ein Sterbenswörtchen gesagt hättest, dann HÄTTE ich drüber nachgedacht". Und als ich ihr sagte, dass wir eben damals eine starke Verbindung hatten, meinte sie dass es einfach sofort zwischen uns gepasst hatte.
Ich hab dann einen mutigen Schritt gewagt und ihr gesagt, dass ich sie wirklich gerne wieder treffen würde, weil ich da mit ihr drüber reden will und meine Jugendzeit aufarbeiten will.
Sie hat dem gleich zugestimmt und will mit mir Essen gehen, meinte aber auch, dass es bei ihr erst mal zeitlich schwierig ist. Ich hab ihr dann gesagt, dass ich auch verstehe, dass ich damals beim letzten Treffen wohl zu pushy war und dass sie jetzt vielleicht versteht warum ich so drauf erpicht war sie wieder zu sehen.
Sie meinte dann, dass das überhaupt nicht daran gelegen habe, sondern einfach weil sie echt keine Zeit hatte und eben auch nicht gerne in Stadt wo ich wohne bin. Meine Reaktion drauf "Na super, ich hab wohl selbst in den 30 Jahren nicht dazu gelernt dich zu interpretieren", was sie lachend kommentiert hat.
Sie meinte auch, dass sie einfach eine totale Einzelgängerin wäre und das bei ihr ein wichtiger Faktor ist.
Ich bin ja mal gespannt ob sie sich wirklich melden wird wegen des Treffens (ich hab ihr gesagt, da liegt der Ball voll und ganz bei ihr und sie soll sich melden wenn sie Zeit hat).
Was ist für mich die Quintessenz dieses Threads? Eigentlich ist es das, dass ich es nun geschafft habe bzw. wahrscheinlich schaffen werde, ein Kapitel meines Lebens abzuschließen welches mich viele viele Jahre verfolgt hat. Einfach diese Ungewissheit weg zu haben "hat sie wohl auch so empfunden?".
Denke/hoffe ich, dass wir doch noch ein Pärchen werden nach all diesen Jahren? Ich weiß es nicht ob ich das will oder ob das das Gleiche wäre. Wir sind nicht die selben Persönlichkeiten wie wir mit 17-18 waren, jeder hat die Erfahrungen in seinem Leben gemacht. Ganz tief in mir drinnen würde ich es mir natürlich schon wünschen, einfach auch für mein früheres Ich. Ich werde aber einfach wirklich vollkommen erwartungsfrei in das Treffen gehen. Außer eben mit der Erwartung, dass ich ihr nun das alles erzählen kann, was ich früher nicht konnte, weil ich zu feige war.