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Benutzer213786 (32)
Ist noch neu hier
- #1
Hallo Forum,
Ich weiß nicht, wie viel von meiner Vorgeschichte nötig ist, damit alles von allen verstanden wird, ich bedanke mich allerdings jetzt schon für euer offenes Ohr und schreibe zitternd diese Zeilen auf, weil ich das Gefühl habe, etwas „verbotenes" zu tun indem ich so ehrlich zu Fremden bin.
Ich (Mann) bin 31 Jahre alt und seit 3 Jahren verheiratet. Wir haben 2 Kinder und ich bin eigentlich auch glücklich in meiner Ehe… da ist schon das entscheidende Wort: „eigentlich".
Mein großes „Problem" ist meine sexuelle Frustration. Der Sex war bei uns immer ein schwieriges Thema, weil wir ganz unterschiedliche Bedürfnisse diesbezüglich haben. Ich hätte gerne zumindest 2-3 Mal in der Woche Sex, meine Frau sagt, sie bräuche das nicht so oft. Nachdem wir nur ca. alle 10 Mal, wenn ich Sex initiierte auch Sex hatten, habe ich irgendwann damit aufgehört, weil sie sich dadurch unter Druck gesetzt gefühlt hat und ich immer nur auf Ablehnung stieß. Ich habe immer offen mit ihr über meine Bedürfnisse gesprochen und sie weiß, dass das für mich ein wichtiges Thema ist. Mittlerweile scheue ich allerdings davor zurück, weil es immer in einen Streit mundet. Seit kurzem sind wir in Therapie und es hat sich herausgestellt, dass sie ein sexuelles Trauma aus einer ihrer Vorbeziehungen hat.
(Nur kurz zur Gesamtsituation, die zur Therapie geführt hat: seit der Geburt unserer zweiten Tochter vor 5 Monaten war es meiner Frau zuhause zu viel. Sie hat kaum Unterstützung von ihren Eltern und ich kann leider nur am Nachmittag übernehmen, wenn ich von der Arbeit nachhause komme. Ich bin selbst am Rande der Erschöpfung und habe jetzt auch in der Arbeit reduziert, damit ich zuhause besser helfen kann. Der Stress seit der Geburt unserer zweiten Tochter hat aber dazu beigetragen, dass wir in eine veritable Ehekrise geschlittert sind. Meine Frau hat bei einem Streit – es ging darum, dass ich zu wenig zuhause war –ihren Ehering abgenommen, beide Kinder mitgenommen und ist zu ihrer Mutter gegangen, was mich sehr an ihr und unserer Beziehung Zweifeln lässt. Sie ist mittlerweile da, auch weil alle versucht haben, auf sie einzureden. Aus diesem Grund traue ich mich auch nicht wirklich, meine Bedürfnisse ihr gegenüber zu äußern, da ich das Gefühl habe, dass dieses Thema, das vorher schon anscheinend nur für mich ein Problem war, für sie jetzt überhaupt keine Priorität hat. Die Therapeutin hat auch gemeint, es könnte sich um eine postnatale Depression bei ihr handeln.)
Ich bin ratlos. Ich habe sexuelle Bedürfnisse, die ich nur mit mir selbst ausmachen kann, fühle mich aber nach dem Masturbieren immer noch einsamer als vorher. Ich liebe meine Töchter und eigentlich auch meine Frau, aber der Frust über die Situation lässt immer wieder Gedanken in mir aufkommen á la: „Nur noch 18 Jahre durchhalten, dann ist die Kleine alt genug, um sie alleine lassen zu können".
Meine Frau ist auch in Einzeltherapie und versucht dort ebenfalls mit ihrem Trauma umzugehen, nur glaube ich, weil sie auch sonst oft sehr inkonsequent ist, dass sich daraus nicht wirklich viel entwickeln wird. Der Frust „strahlt" auch in andere Bereiche meines Lebens aus und ich merke, dass ich auf keinem guten Weg bin. Ich will ihr in dieser Krise helfen (sie hatte schon einmal eine depressive Episode, aus der sie wieder gut herausgefunden hat), aber ich weiß nicht, wie lange ich das noch kann. Ich habe Angst vor mir selbst und davor, dass ich zum Beispiel irgendwann einmal die Kontrolle verliere und im Rausch etwas mit einer fremden Frau anfange, aus diesem Grund halte ich mich auch in letzter Zeit von sozialen Events und Alkohol fern.
Ich danke euch für eure Ratschläge und das offene Ohr.
Ich weiß nicht, wie viel von meiner Vorgeschichte nötig ist, damit alles von allen verstanden wird, ich bedanke mich allerdings jetzt schon für euer offenes Ohr und schreibe zitternd diese Zeilen auf, weil ich das Gefühl habe, etwas „verbotenes" zu tun indem ich so ehrlich zu Fremden bin.
Ich (Mann) bin 31 Jahre alt und seit 3 Jahren verheiratet. Wir haben 2 Kinder und ich bin eigentlich auch glücklich in meiner Ehe… da ist schon das entscheidende Wort: „eigentlich".
Mein großes „Problem" ist meine sexuelle Frustration. Der Sex war bei uns immer ein schwieriges Thema, weil wir ganz unterschiedliche Bedürfnisse diesbezüglich haben. Ich hätte gerne zumindest 2-3 Mal in der Woche Sex, meine Frau sagt, sie bräuche das nicht so oft. Nachdem wir nur ca. alle 10 Mal, wenn ich Sex initiierte auch Sex hatten, habe ich irgendwann damit aufgehört, weil sie sich dadurch unter Druck gesetzt gefühlt hat und ich immer nur auf Ablehnung stieß. Ich habe immer offen mit ihr über meine Bedürfnisse gesprochen und sie weiß, dass das für mich ein wichtiges Thema ist. Mittlerweile scheue ich allerdings davor zurück, weil es immer in einen Streit mundet. Seit kurzem sind wir in Therapie und es hat sich herausgestellt, dass sie ein sexuelles Trauma aus einer ihrer Vorbeziehungen hat.
(Nur kurz zur Gesamtsituation, die zur Therapie geführt hat: seit der Geburt unserer zweiten Tochter vor 5 Monaten war es meiner Frau zuhause zu viel. Sie hat kaum Unterstützung von ihren Eltern und ich kann leider nur am Nachmittag übernehmen, wenn ich von der Arbeit nachhause komme. Ich bin selbst am Rande der Erschöpfung und habe jetzt auch in der Arbeit reduziert, damit ich zuhause besser helfen kann. Der Stress seit der Geburt unserer zweiten Tochter hat aber dazu beigetragen, dass wir in eine veritable Ehekrise geschlittert sind. Meine Frau hat bei einem Streit – es ging darum, dass ich zu wenig zuhause war –ihren Ehering abgenommen, beide Kinder mitgenommen und ist zu ihrer Mutter gegangen, was mich sehr an ihr und unserer Beziehung Zweifeln lässt. Sie ist mittlerweile da, auch weil alle versucht haben, auf sie einzureden. Aus diesem Grund traue ich mich auch nicht wirklich, meine Bedürfnisse ihr gegenüber zu äußern, da ich das Gefühl habe, dass dieses Thema, das vorher schon anscheinend nur für mich ein Problem war, für sie jetzt überhaupt keine Priorität hat. Die Therapeutin hat auch gemeint, es könnte sich um eine postnatale Depression bei ihr handeln.)
Ich bin ratlos. Ich habe sexuelle Bedürfnisse, die ich nur mit mir selbst ausmachen kann, fühle mich aber nach dem Masturbieren immer noch einsamer als vorher. Ich liebe meine Töchter und eigentlich auch meine Frau, aber der Frust über die Situation lässt immer wieder Gedanken in mir aufkommen á la: „Nur noch 18 Jahre durchhalten, dann ist die Kleine alt genug, um sie alleine lassen zu können".
Meine Frau ist auch in Einzeltherapie und versucht dort ebenfalls mit ihrem Trauma umzugehen, nur glaube ich, weil sie auch sonst oft sehr inkonsequent ist, dass sich daraus nicht wirklich viel entwickeln wird. Der Frust „strahlt" auch in andere Bereiche meines Lebens aus und ich merke, dass ich auf keinem guten Weg bin. Ich will ihr in dieser Krise helfen (sie hatte schon einmal eine depressive Episode, aus der sie wieder gut herausgefunden hat), aber ich weiß nicht, wie lange ich das noch kann. Ich habe Angst vor mir selbst und davor, dass ich zum Beispiel irgendwann einmal die Kontrolle verliere und im Rausch etwas mit einer fremden Frau anfange, aus diesem Grund halte ich mich auch in letzter Zeit von sozialen Events und Alkohol fern.
Ich danke euch für eure Ratschläge und das offene Ohr.