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Benutzer190530 (22)
Sorgt für Gesprächsstoff
- #1
Hallo allerseits,
kurz ein paar Facts: Ich bin seit fast einem Jahr (wir hatten zwischendurch eine kurze Trennungsphase) mit meinem Freund zusammen. Er ist 40, ich bin 19. Der Altersunterschied hatte mich bislang wenig gestört. Doch als er wieder mit dem Rauchen angefangen hat (dass er eigentlich 1 Jahr vor unserer Beziehung aufgehört hatte), wurde mir der Altersunterschied bewusst und ich bekam Verlustängste, dass er durch das Rauchen (und auch ab und zu Alkohol) früher stirbt.
Vor 1 1/2 Monaten hat er dann wieder aufgehört, aber trotzdem plagen mich fast jeden Tag Ängste, dass er wieder anfängt, weil er allgemein eine nicht sehr gefestigte Person ist, die leicht verführbar zu sowas ist. Diese Ängste und allgemein wie emotional ich auf sein Rauchen reagierte belasten/belastete mich sehr.
Das Problem ist, dass ich für mich festgelegt habe, nie mit einem Raucher zusammenzusein. Er aber meine Grenze, nie so annehmen wollte und verstehen wollte. Ich habe auch sehr gemerkt, wieso ich mit ihm als Raucher nicht zusammensein kann: Er stinkt, er ist viel müder, er hat gefühlt weniger Zeit, uneerreichbarer, wir unternehmen weniger, können kein Sport mehr machen wie sonst und ich habe ihn immer nur auf Entzug gesehen (also er hatte jedes Wochenende versucht aufzuhören, aber auch fast jede Woche wieder erneut angefangen).
Ich war dann auch nicht so rational, um meine Grenze zu vertreten und war sehr naiv. Ich hatte gedacht: Ich habe ihn als Nichtraucher kennengelernt, er hat mir schon oft gesagt, wie abgeneigt er ist zu rauchen, dass er sich ändern will für sich selbst (nicht nur für mich), er hat Versprechungen gemacht....
Also dann wird er auch ganz sicher ganz bald aufhören.
Aber: Aus 2/10/20 Zigaretten an einem Tag in der Woche wurden 20 Zigaretten jeden Tag in der Woche. Und ich kannte meine Einstellung...und es belastete mich...und so machte ich sehr viel Druck auf ihn, was auch kontraproduktiv war. Er rechtfertigte das Rauchen ("Ich nehme ja kein Heroin" "Wenn ich Stress habe, dann brauche ich das, sonst zerfrisst mich der Stress") und stellte mich allein als die Schuldige, die übertreibt, dar, was mich noch wütender machen. Und so war das wie ein Teufelskreis.
Stattdessen hätte ich einfach akzeptieren sollen, dass er anscheinend ein Raucher ist und dann einen Schlußstrich ziehen sollen, anstatt an meinen Wunschvorstellungen festzuhalten und nicht zu ihm und zu mir ehrlich zu sein, was uns beiden geschadet hat.
Aber wie soll das nur weitergehen? Eigentlich liebe ich ihn und ich weiß wie er ist, wenn er nicht raucht und dass er dieses Ziel hat rauchfrei zu sein und auch eine ähnliche Lebenseinstellung wie ich hat... Aber wie das Leben wohl so ist...wir werden oft abgebracht von unserem Weg. Er macht auch eine sehr stressige Umschulung und ist nur von Rauchern umgeben...
Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Was ich ihm sagen sollte. Ob unsere Beziehung überhaupt noch eine Chance hat...wenn ich ihn nicht so akzeptiere, weil meine Grenze so liegt, dass er sie nicht nicht überschreiten kann, und er sich nicht ändern kann/will. :/
Vielen Dank schonmal für eure Antworten!
kurz ein paar Facts: Ich bin seit fast einem Jahr (wir hatten zwischendurch eine kurze Trennungsphase) mit meinem Freund zusammen. Er ist 40, ich bin 19. Der Altersunterschied hatte mich bislang wenig gestört. Doch als er wieder mit dem Rauchen angefangen hat (dass er eigentlich 1 Jahr vor unserer Beziehung aufgehört hatte), wurde mir der Altersunterschied bewusst und ich bekam Verlustängste, dass er durch das Rauchen (und auch ab und zu Alkohol) früher stirbt.
Vor 1 1/2 Monaten hat er dann wieder aufgehört, aber trotzdem plagen mich fast jeden Tag Ängste, dass er wieder anfängt, weil er allgemein eine nicht sehr gefestigte Person ist, die leicht verführbar zu sowas ist. Diese Ängste und allgemein wie emotional ich auf sein Rauchen reagierte belasten/belastete mich sehr.
Das Problem ist, dass ich für mich festgelegt habe, nie mit einem Raucher zusammenzusein. Er aber meine Grenze, nie so annehmen wollte und verstehen wollte. Ich habe auch sehr gemerkt, wieso ich mit ihm als Raucher nicht zusammensein kann: Er stinkt, er ist viel müder, er hat gefühlt weniger Zeit, uneerreichbarer, wir unternehmen weniger, können kein Sport mehr machen wie sonst und ich habe ihn immer nur auf Entzug gesehen (also er hatte jedes Wochenende versucht aufzuhören, aber auch fast jede Woche wieder erneut angefangen).
Ich war dann auch nicht so rational, um meine Grenze zu vertreten und war sehr naiv. Ich hatte gedacht: Ich habe ihn als Nichtraucher kennengelernt, er hat mir schon oft gesagt, wie abgeneigt er ist zu rauchen, dass er sich ändern will für sich selbst (nicht nur für mich), er hat Versprechungen gemacht....
Also dann wird er auch ganz sicher ganz bald aufhören.
Aber: Aus 2/10/20 Zigaretten an einem Tag in der Woche wurden 20 Zigaretten jeden Tag in der Woche. Und ich kannte meine Einstellung...und es belastete mich...und so machte ich sehr viel Druck auf ihn, was auch kontraproduktiv war. Er rechtfertigte das Rauchen ("Ich nehme ja kein Heroin" "Wenn ich Stress habe, dann brauche ich das, sonst zerfrisst mich der Stress") und stellte mich allein als die Schuldige, die übertreibt, dar, was mich noch wütender machen. Und so war das wie ein Teufelskreis.
Stattdessen hätte ich einfach akzeptieren sollen, dass er anscheinend ein Raucher ist und dann einen Schlußstrich ziehen sollen, anstatt an meinen Wunschvorstellungen festzuhalten und nicht zu ihm und zu mir ehrlich zu sein, was uns beiden geschadet hat.
Aber wie soll das nur weitergehen? Eigentlich liebe ich ihn und ich weiß wie er ist, wenn er nicht raucht und dass er dieses Ziel hat rauchfrei zu sein und auch eine ähnliche Lebenseinstellung wie ich hat... Aber wie das Leben wohl so ist...wir werden oft abgebracht von unserem Weg. Er macht auch eine sehr stressige Umschulung und ist nur von Rauchern umgeben...
Ich weiß nicht, wie ich mich verhalten soll. Was ich ihm sagen sollte. Ob unsere Beziehung überhaupt noch eine Chance hat...wenn ich ihn nicht so akzeptiere, weil meine Grenze so liegt, dass er sie nicht nicht überschreiten kann, und er sich nicht ändern kann/will. :/
Vielen Dank schonmal für eure Antworten!