Frage an die Eltern: wie hat sich eure Beziehung verändert?

C
Benutzer214440  (43) Klickt sich gerne rein
  • #1
Ich frage mich, ob es anderen auch so geht: seit wir ein Kind (4) haben, hat sich unsere Beziehung stark verändert.
Ich habe das Gefühl, dass mein Mann öfter mir gegenüber laut wird, teilweise auch gegenüber unserem Sohn. Er jammert immer herum, dass er nicht dazu kommt, sich zu bewegen, als ob es meine Schuld wäre. Ich arbeeite an 2 Abeden und gehe einen Abend zum Sport. Die anderen Abende hat er. Aber er will dann Zeit mit unserem Sohn verbringen.
Ich arbeite freiberuflich etwas weniger als Teilzeit und mache den Großteil der Hausarbeit. Leider habe ich das Gefühl,dass das nicht wirklich wertgeschätzt wird. Er hält es nicht für so notwendig und es wäre ihm egal, wenn es nicht gemacht werden würde. Ich habe nie ein einziges Danke bekommen. Einmal bin ich, als unser Sohn nicht in den Kiga konnte, weil er krank war, um 6 Uhr aufgestanden, um zu saugen und habe kein Danke bekommen. Mit unserem Sohn klappt Hausarbeit leider nicht so gut. Er setzt sich dann auf den Sauger...

Paarzeit haben wir keine, weil die Großeltern nicht vor Ort sind und wir keinen Babysitter haben. Ehrlich gesagt, habe ich auch kein großes Bedürfnis mit meinem Mann abends etwas zu unternehmen, weil ich abends immer müde bin. Wenn ich mir dann überege wie viel ein Theaterbesuch z.B. mit Babysitter kosten würde, denke cih daran, was ich davon kaufen knnte mit bleibendem Wert (z.B. Bücher für unsere kleine Leseratte, Spielzeig, Klamotten für mich;-))
Ich habe meinen Sport (Ich gehe jeden Tag joggen, auch im Winter, bin ein jogocolic;-)) und dann im Winter einmal pro Woche zum Sportkurs. Das reicht mir als Ausgleich. Freundinnen vor Ort habe ich nicht. Aber ich vermisse das auch nicht, weil cih meinen Sport habe.

Wie hat sich eure Beziehung verändert?
 
W
Benutzer201614  (34) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #2
Ich frage mich, ob es anderen auch so geht: seit wir ein Kind (4) haben, hat sich unsere Beziehung stark verändert.
Ich habe das Gefühl, dass mein Mann öfter mir gegenüber laut wird, teilweise auch gegenüber unserem Sohn. Er jammert immer herum, dass er nicht dazu kommt, sich zu bewegen, als ob es meine Schuld wäre. Ich arbeeite an 2 Abeden und gehe einen Abend zum Sport. Die anderen Abende hat er. Aber er will dann Zeit mit unserem Sohn verbringen.
Ich arbeite freiberuflich etwas weniger als Teilzeit und mache den Großteil der Hausarbeit. Leider habe ich das Gefühl,dass das nicht wirklich wertgeschätzt wird. Er hält es nicht für so notwendig und es wäre ihm egal, wenn es nicht gemacht werden würde. Ich habe nie ein einziges Danke bekommen. Einmal bin ich, als unser Sohn nicht in den Kiga konnte, weil er krank war, um 6 Uhr aufgestanden, um zu saugen und habe kein Danke bekommen. Mit unserem Sohn klappt Hausarbeit leider nicht so gut. Er setzt sich dann auf den Sauger...

Paarzeit haben wir keine, weil die Großeltern nicht vor Ort sind und wir keinen Babysitter haben. Ehrlich gesagt, habe ich auch kein großes Bedürfnis mit meinem Mann abends etwas zu unternehmen, weil ich abends immer müde bin. Wenn ich mir dann überege wie viel ein Theaterbesuch z.B. mit Babysitter kosten würde, denke cih daran, was ich davon kaufen knnte mit bleibendem Wert (z.B. Bücher für unsere kleine Leseratte, Spielzeig, Klamotten für mich;-))
Ich habe meinen Sport (Ich gehe jeden Tag joggen, auch im Winter, bin ein jogocolic;-)) und dann im Winter einmal pro Woche zum Sportkurs. Das reicht mir als Ausgleich. Freundinnen vor Ort habe ich nicht. Aber ich vermisse das auch nicht, weil cih meinen Sport habe.

Wie hat sich eure Beziehung verändert?
Rede mal mit ihm. Eine Idee wäre Paartherapie.
 
M
Benutzer209617  (37) dauerhaft gesperrt
  • #3
Paarzeit muss man sich aktiv nehmen. Auch kurze Momente im Alltag. Da kann man nicht darauf warten, dass Oma und Opa Mal Zeit haben. Auch Sex ist ein wichtiger Teil dieser Paarzeit. Ansonsten ist man irgendwann nur noch eine WG mit Kind. Ein 4 jähriges Kind schläft ja auch irgendwann einmal.
 
M
Benutzer181426  (43) Verbringt hier viel Zeit
  • #4
So geht es vielen, man verliert sich.

Im Endeffekt musst du dich jetzt entscheiden: Möchtest du wieder eine schöne, erfüllte, glückliche Partnerschaft haben? Dann müsst ihr jetzt reden, ob ihr das beide wollt, und dann aktiv daran arbeiten.
Wenn ihr es einfach so weiter laufen lasst, entfernt ihr euch weiter und steht irgendwann vor der Entscheidung, ob ihr zusammen bleibt, obwohl die Liebe kaputt ist, oder ob ihr euch trennt.
Es wird nicht von alleine besser, das ist Arbeit. Paartherapie kann dabei eine gute Hilfe sein.
 
V
Benutzer163532  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #5
Kind 1 hat uns noch stärker verbunden, wir waren da nach 11 Jahren Beziehung wieder wie frisch verliebt, wir waren nun einfach eine Familie. Schlafentzug und Schwierigkeiten haben wir gemeinsam gemeistert, wir waren da ein sehr starkes Team.
Kind 2... kam in einer schwierigen Zeit, beide meine Eltern waren inzwischen gestorben und ich war mitten in der akuten Trauerphase. Kind 2 kam in der Pandemie, das war eine große Belastung für uns. Mein Mann hatte zudem in dieser Zeit berufliche Sorgen, uns ist eine Geldanlage weggebrochen... Dazu kommt, dass vieles mit 2 Kindern für uns schwieriger geworden ist, man ist mit mehr als einem Kind nicht mehr in der Überzahl, kann sich seltener ausruhen. Uns ist das schwerer gefallen als zunächst gedacht. Und wenn man dann dauernd gereizt ist, mag das menschlich verständlich sein, aber für die Paarbeziehung macht das eben nichts Gutes.

Zeit füreinander haben wir jetzt wieder. Weil wir sie uns nun nehmen, ganz bewusst.
Einmal im Monat quartieren wir die Kinder aus und unternehmen was Nettes miteinander.
Ein paar Mal haben wir inzwischen freie Vormittage genutzt, wenn die Kinder in Kita und Schule waren, und haben uns in ein Café gesetzt. Sex haben wir häufiger in solchen Zeitfenstern.
Seit die Stimmung wieder gut ist, ist die Wertschätzung auch wieder da. Erst neulich hat er sich bedankt, dass ich so viel "nebenher" mache, also abseits vom Offensichtlichen wie die Hausarbeit, z.B. Termine koordinieren, Winterschuhe und Kleidung bestellen und so was.

Wir sind uns nun wieder viel näher. Aber ja, es ist Arbeit, mit 4 Kindern sicher noch mehr als mit "nur" 2 wie bei uns. Ein Selbstläufer ist das bei uns nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Anna1309
Benutzer166007  Sehr bekannt hier
  • #7
Ich habe das Gefühl, dass mein Mann öfter mir gegenüber laut wird, teilweise auch gegenüber unserem Sohn. Er jammert immer herum, dass er nicht dazu kommt, sich zu bewegen, als ob es meine Schuld wäre.
Liest sich nach angestauter Frustration bei ihm.
Leider habe ich das Gefühl,dass das nicht wirklich wertgeschätzt wird
Ich habe da eine andere Einstellung zu und bräuchte persönlich jetzt kein Danke für Dinge, die ich in erster Linie für mich selbst, meine Familie tue.

Wenn dir das aber wichtig ist, wäre die Frage, ob du denn im Gegenzug Wertschätzung ihm gegenüber übst? Wenn ich das richtig verstanden habe, ist er es ja, der den Familienunterhalt sichert.
Ehrlich gesagt, habe ich auch kein großes Bedürfnis mit meinem Mann abends etwas zu unternehmen, weil ich abends immer müde bin.
Weshalb bist du eigentlich mit ihm zusammen? Also was sind deine Gründe gewesen, mit ihm in eine Beziehung zu gehen?
Wenn ich mir dann überege wie viel ein Theaterbesuch z.B. mit Babysitter kosten würde, denke cih daran, was ich davon kaufen knnte mit bleibendem Wert (z.B. Bücher für unsere kleine Leseratte, Spielzeig, Klamotten für mich;-))
Von bleibendem Wert heißt, dass dir materialistische Dinge wichtiger sind als z.B. immaterielle?

Wie sieht es denn bei deinem Mann aus wertetechnisch? Was ist ihm wichtig?
Freundinnen vor Ort habe ich nicht. Aber ich vermisse das auch nicht, weil cih meinen Sport habe.
Das klingt schon etwas isoliert, wie du lebst. Kein festes Team mit dem du arbeitest, keinen Freundeskreis - nur dein Mann, dein Kind und du.

Wie handhabt er das? Hat er Freunde?
 
M
Benutzer193947  (33) Verbringt hier viel Zeit
  • #9
Ich glaube, ein großes Problem bei euch ist, dass du von ihm Anerkennung und Dank für Dinge erwartest, die ihm nicht wichtig sind, sondern dir. Für ihn muss der Haushalt offenbar nicht perfekt sein; so geht es mir auch. Wenn mein Kind krank daheim ist, stehe ich sicher nicht um 6 zum Staubsaugen auf. Dann wird eben an einem anderen Tag gesaugt oder es mal ganz ausfallen gelassen. Wenn man da aber ein unterschiedliches Sauberkeitsbedürfnis hat, wird es schwer, den Partner von seiner eigenen Einstellung zu überzeugen. Da habe ich leider keinen Tipp, außer es lockerer anzugehen, falls das für dich möglich ist. Und vielleicht Aufgaben anders zu verteilen.

Zu deiner Grundfage: Wir haben uns als Paar auch verändert. Wir sind gestresster, wir sind müder, der Mental Load ist ins Unermessliche gestiegen. Aber bei uns ist es so, dass wir uns immer noch emotional nahe und sicher fühlen. Von daher hält die Ehe es bislang auch gut aus, dass ich phasenweise kaum Lust auf Sex habe, dass regelmäßig einer von uns beim Kinder-ins-Bett-bringen einfach mit einschläft und dass wir hauptsächlich nebenbei Gespräche führen, von denen sich das Gegenüber dann nur die Hälfte merken kann. :upsidedown:

Die Zeit füreinander muss man sich manchmal einfach nehmen, gerade in schlechteren Phasen. Und ein Aufrechnen von Theaterbesuch vs. Klamotten ist da wenig zielführend, denn der Theaterbesuch ist eine Investition in eure Beziehung; eine Scheidung wird viel teurer :zwinker: Man kann sich aber auch daheim einen schönen Abend machen. Vielleicht Pizza bestellen oder zusammen kochen, Brettspiele, gegenseitig etwas vorlesen, im Wohnzimmer tanzen, keine Ahnung was ihr gerne (ge)macht (habt).
 
J
Benutzer199726  Sehr bekannt hier
  • #10
2 Kinder (9, 6)
Zusammen 20 Jahre
Viele Freunde, viel Sport
Ich: 24-30 h, er 40-45 h Arbeit

Es war viel (Beziehungs) Arbeit nötig.
Aber wir haben uns gut "eingeruckelt".
-Haushalt wird geteilt, Mental Load wird geteilt.
-Freizeit (Freunde, Sport) wird gerecht geteilt
-Wir versuchen genug Sex und Zweisamkeit einzuplanen.
-Wir "justieren" etwa alle 3 Monate neu.
-Was brauchen die Kinder, was brauchen die "Großen"?
-Wir reden Tacheles und immer offen und direkt
-Jeder von uns kennt seine Bedürfnisse und kommuniziert sie auch.

War das immer so? Nein. Absolut nicht. Das war unfassbar viel Arbeit, es ist aber möglich wenn beide bereit und willens sind.
 
Zauberschnitte
Benutzer189381  Sehr bekannt hier
  • #11
Die Beziehung hat sich natürlich sehr verändert. Aber meines Erachtens bei uns positiv.

Ich muss allerdings zugeben daß der start holprig war. (Aber nicht wie von dir im EP geschrieben sorry das gruselt mich) .ist Kind haben sich vielen Dinge /Einstellungen/Prioritäten verschoben und mussten wieder in Einklang gebracht werden.

Die Dynamik hat sich auch dann immer wieder geändert: erste Änderung kindergarten, zweite Änderung Schule, dritte Änderung Pubertät

Mein rat an jede frischen Eltern: klar hat das Kind erstmal Priorität aber passt auf euch als Paar nicht zu vernachlässigen bzw.zu verlieren.
 
fox79
Benutzer204515  (46) Verbringt hier viel Zeit
  • #12
Hallo C catlady81 ,

das liest sich nach einer Menge Missverständnissen, aneinander vorbeireden, natürlich erhöhter Stresssituation und Frust.

Aus deinem Text lese ich, dass du dich von deinem Mann nicht wertgeschätzt fühlst und, dass du ihm das auch so kommunizierst.
Welche Wertschätzung erfährt denn dein Mann von dir? Diese Tür schwingt nämlich in beide Richtungen.

LG
Fox
 
V
Benutzer163532  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #13
aber passt auf euch als Paar nicht zu vernachlässigen bzw.zu verlieren.
Japp.
Ich sage inzwischen für uns: Das Rudel hat Priorität. Damit meine ich uns alle 4 zusammen. Weil wir als Familie nur Bestand haben können, wenn die Bedürfnisse jedes Familienmitglieds zählen und wichtig sind und wenn wir eben auch als Paar noch existieren - nicht nur nur als Eltern.
 
fox79
Benutzer204515  (46) Verbringt hier viel Zeit
  • #14
Aber nochmal zu deiner eigentlichen Frage.

Die Beziehung zu meiner Frau war immer von vielen individuellen Freiheiten geprägt, von einigen gemeinsamen Freundschaften und gelegentlichen, gemeinsamen Unternehmungen aber wir haben sonst viel unser eigenes Ding gemacht und das hat für uns total gepasst. Paarzeit haben wir immer wieder gefunden.

Mit den Kindern sind dann irgendwie die ganzen individuellen Dingen weggefallen und es hat sich, insbesondere bei meiner Frau alles nur noch ums Kind gedreht. Ihre sozialen Kontakte hat sie praktisch auf Null runtergefahren und Unmengen an Zeit in Ratgeber über Babypflege, Kindererziehung etc. investiert.

Rückblickend betrachtet hat sie wohl in dieser Zeit auch viel mehr Wertschätzung von mir dafür erwartet, wie toll sie sich um die Kinder kümmert, was sie alles weiß und was sie für eine tolle Mutter ist.

Was ich damals gesehen habe war eine Frau die zu 100% daheim ist, die mich mit irgendwelchen abstrakten Babytipps nervt, ein Haushalt der nur minimalst geführt ist und die zu "gestresst" ist um auch nochmal etwas Zeit als Paarzeit zu investieren, selbst wenn alle Kinder geschlafen haben. - Ich habe da echt nichts gesehen was ich glaubhaft hätte anerkennen können... insbesondere, dass sich nichts verbessert hat, als die Kinder dann in Schule und Kindergarten waren und die Dame weiter nicht gearbeitet hat.

Was ich damals bei mir selbst gesehen habe war, einen Alleinverdiener, der nach der Arbeit direkt die Kinder übernimmt, damit die Dame sich "erholen" kann, der die Einkäufe erledigt, sich alleinverantwortlich um einige Aufgaben des Haushalts gekümmert hat und der auch am Wochenende die Kinder oft für viele Stunden ganz exklusiv bespaßt hat, damit sie mal entspannen konnte.
- Tja, das war damals alles nicht genug, Anerkennung habe ich dafür, von ihr, nie bekommen.

Wir haben uns in dieser Zeit immer weiter von einander entfernt. Wenn die Kinder mal bei den Großeltern waren und wir uns Zeit füreinander hätten nehmen können, hat sie immer "Ausflüchte" gefunden um keine Zeit mit mir verbringen zu "müssen".

Das war eine ganz miese Dynamik und wir haben sie nicht durchbrechen können.

Euch empfehle ich, ganz dringend über eure jeweiligen Erwartungen zu reden.
Was ist euch jeweils wichtig und was erwartet ihr da von eurem Partner.
Und überlegt euch auch, was ihr für euren Partner tun könnt und wollt, denn wenn jeder nur fordert wird das sicher keine schöne Unterhaltung...
 
Spiralnudel
Benutzer83901  (40) Planet-Liebe-Team
Moderator
  • #15
Was ist denn aus deinem letzten Thema geworden, hast du von den Ratschlägen der User überhaupt etwas mitgenommen? :confused:


Weißt du, ich finde nämlich beratungsresistente und kommunikationsschwache Menschen recht anstrengend. Du hast viele Tipps bekommen, warum machst du nichts damit? 🧐

Und zu deiner Frage: 5 Kinder (15 und 11 und 5, 3, 2 Jahre alt), keine Familie in der Nähe. Wir haben auch keinen Babysitter, aber regelmäßige Datenights, wenn die Kinder schlafen. Wir lieben einander. Die letzten Jahre waren anstrengend und haben uns beiden viel abverlangt, aber wir versuchen, einander nicht aus den Augen zu verlieren und einander mit Dankbarkeit zu begegnen. Da helfen aber natürlich auch keine gekränkten Egos oder umgekehrt Egotrips. Da hilft nur Kommunikation – im Zweifelsfall unter Zuhilfenahme eines Therapeuten.

PS: Und wer mit einem (!) Vierjährigen nicht putzen kann, macht irgendwas falsch. Klingt nach Ausrede.

Wenn du keinen Bock mehr auf deinen Mann hast (wonach es klingt), dann sag es doch einfach. Du bist eine erwachsene Frau, benimm dich doch bitte auch so.
 
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J
Benutzer199726  Sehr bekannt hier
  • #22
Das klingt beneidenswert gut organisiert.

Wird bei euch Haushalt und Mental Load 50/50 geteilt oder proportional zur entsprechenden Arbeitszeit? Wie viel kümmert sich jeder um die Kinder? Habt ihr eure Vereinbarungen sogar verschriftlich oder reichen mündliche Absprachen?
Tatsächlich proportional zur Arbeitszeit und auch entsprechend der jeweiligen Belastungsgrenzen. Beispiel: Kinder abholen von Schule oder Kita und das Gemotze ertragen "zählt " mehr als nur in Ruhe Einkaufen.
Wir haben alles relativ minutiös aufgelistet und verteilt.
Auch unsere Bedürfnisse. Wer will wie oft Sex, Me Time, Sport, Freunde.
Was wollen und brauchen die Kinder?Wie bringt man das alles unter?

Tatsächlich ist es bei uns aus der Not entstanden. Ich war depressiv (Geburtstrauma) und die Ehe kurz vor dem Aus. Dann hat jeder sein Herz wieder geöffnet und seither läuft das.

Man muss oft (alle 3-4 Monate) nachjustieren wenn die Kids sich ändern oder Bedürfnisse der Erwachsenenen/Kinder.
Ich bin dafür bei den Aufgaben alles eher sachlich zu sehen und zu bewerten und aufzuteilen und Emotionen getrennt zu behandeln.
Es ist echt ein Weg aber es geht.

Die Absprachen sind schriftlich aber nur als Gedankenstütze.
 
M
Benutzer193947  (33) Verbringt hier viel Zeit
  • #27
Wir machen auch Date Nights oder wenn es von der Arbeit her passt Date-Vormittage, aber noch nicht regelmäßig. Ausgehen ist bei uns nicht drin; das kleinste Kind schläft nicht ohne uns ein.
Aber daheim gibt es ja (wie ich auf der letzten Seite auch schon aufgezählt habe) genug Möglichkeiten.
Pizza bestellen und zusammen kuschelnd einen Film schauen. Brettspiel-Abende. Oder einfach zusammen im Bett liegen und stundenlang reden. Vormittags auch gerne mal zusammen einen Schrank aufbauen oder so (ja, das kann auch Spaß machen, wenn man es mit Humor nimmt, dass man etwas zum vierten Mal auseinander schrauben muss, weil man was vergessen hat. Und hinterher ist es ein tolles Gefühl, gemeinsam was geschafft zu haben. Das lässt sich auch auf Haushaltstätigkeiten übertragen - einer putzt das Klo, einer die Dusche und dabei unterhält man sich.)
Wie Daylight Daylight auch gerade schreibt, kommt es doch eigentlich nur darauf an, Zeit zusammen zu verbringen und nicht nebeneinander her zu leben.
 
J
Benutzer199726  Sehr bekannt hier
  • #60
Ich finde auch es geht ja überhaupt nicht darum wer wieviel schafft.
Was bringt dir ein "Schwanzvergleich" mit anderen Müttern?
Jeder schafft unterschiedlich viel, jeder ist unterschiedlich belastbar, jeder hat andere Ziele im Leben.
Du bist doch nicht weniger wert weil du keine Karriere aufbauen konntest. Aber du bist eben auch nicht mehr wert weil du Sport machst.
Alle sind ok wie sie sind und die unglücklichen sollten daran arbeiten aus ihrem Unglück raus zu kommen. Schon allein als Vorbild für dein Kind. Soll er mit ner Mama aufwachsen, die permanent unzufrieden ist und nix ändert? Soll das sein Vorbild sein?
 
M
Benutzer181426  (43) Verbringt hier viel Zeit
  • #64
Ich würde gerne nochmal auf deinen Eingangspost zurück kommen. Eigentlich hast du ja nicht gefragt, wie du mehr arbeiten könntest oder den Haushalt besser schaffen könntest, sondern dein Anliegen war eigentlich, dass du dich nicht wertgeschätzt fühlst und ihr keine Paarzeit habt.

Klar, es hängt am Ende alles zusammen, denn der Tag hat nun mal nur 24 Stunden (wie oft habe ich diese Tatsache schon verflucht). Du kennst es doch vom Sport: Diese Zeit hast du nicht, sondern du nimmst sie dir, und zwar weil dir der Sport wichtig ist, sonst würde das nicht so regelmäßig funktionieren. Mit der Paarzeit ist es das gleiche. Die Zeit muss man sich nehmen, sie ganz bewusst frei räumen und ihr eine so hohe Priorität einräumen, dass dies auch zuverlässig regelmäßig funktioniert.
Im Endeffekt müsst ihr die Pflege eurer Beziehung beide viel höher priorisieren.

Du musst nicht zwingend Sport machen, du könntest dir auch die Zeit sparen, um weniger Stress bei Job, Haushalt und Kind zu haben. Die Konsequenz wäre halt, dass dein Körper anders aussähe, und dass dir etwas für dein Wohlbefinden fehlen würde. Das gleiche ist es mit der Paarzeit (die auch abends zu Hause stattfinden kann, wenn der Kleine schläft). Ihr müsst das nicht machen. Aber dann läuft eure Beziehung halt nicht gut, ihr entfernt euch und seid nicht glücklich miteinander.
Eine schöne Beziehung bleibt genauso wenig von selbst ohne Arbeit daran bestehen wie ein schöner Körper, und beides trägt, wenn gepflegt, zu deinem Wohlbefinden viel bei.
Um deinen Körper kümmerst du dich schon gut, das ist eine lange ausgeübte Gewohnheit, das fällt dir leicht. Um die Beziehung kümmert ihr euch bisher leider nicht (oder nicht genug), und da ihr hier Gewohnheiten ändern müsst, wird das erstmal schwierig werden und viel Arbeit sein. Damit es gelingen kann, müssen es daher beide wollen, und da solltest du mit Gesprächen ansetzen.
Paarzeit muss übrigens kein Geld kosten. Wenn das Theater dir das Geld nicht wert ist, dann geht halt nicht ins Theater. Kocht zusammen, massiert euch, probiert ein Paar-Spiel aus, guckt alte Fotoalben an und erzählt euch Geschichten dazu, oder was auch immer. Ein Partner braucht genauso Qualitätszeit wie ein Kind. Dann klappt es auch mit der gegenseitigen (!) Wertschätzung wieder.
 
M
Benutzer181426  (43) Verbringt hier viel Zeit
  • #73
Wie wäre es mal mit einer Matinee, wenn ihr den Kleinen Sonntagvormittags irgendwo unterbringen könnt?

Da entstehen natürlich dann schon Kosten, die es euch halt wert sein müsste.
Generell solltet ihr halt mal in Ruhe darüber reden, dass ihr dabei seid, euch zu verlieren, ob ihr beide das ändern möchtet, und wie ihr das machen könntet.
Da hilft es aber nichts, nur zu bedauern, was alles nicht geht, und wie schwierig alles ist, sondern dann müsst ihr mal lösungsorientiert denken!

Wer will, findet bekanntlich Wege, wer nicht will, findet Gründe. Gilt auch bei der Paarzeit.
Wenn euch Paarzeit zu viel Aufwand ist, sei es zeitlich oder finanziell, dann ist das eben so, dann dürft ihr euch aber auch nicht wundern, wenn ihr keine enge und schöne Beziehung habt.
 
J
Benutzer199726  Sehr bekannt hier
  • #90
Also komm, das ist jetzt schon sehr polemisch 🫠. Ja, Kinder fressen Zeit, Nerven und Geld, aber man kann auch mit Kind(ern) woandershin als an die Nordsee reisen und Dank Babysitter auch mal ausgehen. Auch Sex sollte irgendwann wieder machbar sein - vielleicht nicht, solange man Tag und Nacht ein Baby an sich kleben hat, aber irgendwann ist dieser Zustand ja auch vorbei. Ich weiß nicht, wie viele Kinder du hast, aber du schreibst so negativ über das Familienleben, dass ich hoffe, dass es nicht mehr als eins ist, weil dir spätestens nach einem klargeworden ist, dass das nix für dich ist 😵‍💫.
Off-Topic:
Also ich lese aus dem Beitrag etwas ganz anderes, nämlich folgendes: erstmal viel schwarzen Humor, der mich tatsächlich auch erheitert hat. Und zweitens, dass das Leben mit Kindern kein Ponyhof ist. Punkt. Da steht nix von: ich hasse meine Kinder. Ich hasse mein Leben. Und ich muss ehrlich sagen wenn ich gewusst hätte wie krank herausfordernd der Mama Job ist. Ich weiß nicht ob mich dafür entschieden hätte. Ist jetzt aber auch wurscht, ich habe zwei tolle Kids und liebe sie über alles und mag sie nie wieder her geben. Und natürlich bin ich dankbar!Aber ich finde schon, dass man da öffentlich auch mal sagen darf, dass es einfach anstrengend ist Eltern zu sein. Und dass man Abstriche machen muss. Klar kann man Lösungen finden. Für fast alles. Und ich bin auch sehr glücklich als Mama. Ich wäre aber auch glücklich als Single. Meine Kids sind nicht für mein Glück verantwortlich. Und ich glaube dass dieses Bild vom ach so heilen Familienleben und von der ach so glücklichen Mutter schuld ist, dass wir uns alle so unter Druck gesetzt fühlen.
 
M
Benutzer181426  (43) Verbringt hier viel Zeit
  • #101
Nein, er ist abends auch müde. Die Ideen kamen vom Forum hier.
Ah, ich dachte, weil du irgendwo erwähntest, an vier Abenden die Woche wollen er gerne was mit dir machen.
Ich habe das nicht direkt angesprochen. Ich will nicht um Anerkennung betteln.
Du sollst ja auch nicht betteln. Aber ihr solltet (am besten regelmäßig) darüber sprechen, wie es euch geht, wie ihr euch fühlt, was euch gerade so beschäftigt. Das geht übrigens auch abends auf der Couch. Dann wüsstest ihr beide, was beim anderen so los ist, hättet mehr Verständnis füreinander und könntet euch gegenseitig mehr unterstützen und auch wertschätzen.
Mehr als "Herz ausschütten" und sich für den anderen interessieren. Wenn ihr Verständnis füreinander entwickelt, könnt ihr nämlich aufeinander zugehen. Das ist viel zielführender als Forderungen.
Was ich gemacht habe: ich habe mir selbst einen günstigen Blumenstrauß im. Supermarkt mitgenommen, quasi als Wink mit dem Zaunpfahl. Er hat das nicht als solchen verstanden.
Ich weiß, Stereotype sind doof 🙈
Aber wenn ich mir über eines mit meiner besten Freundin inzwischen einig bin, dann: Bei Männern (zumindest denen, bei denen wir es probiert haben) kannst du das mit dem Zaunpfahl vergessen. Das funktioniert nicht. Da kannst du den ganzen Tag winken wie ein Fluglotse, mit Warnweste und Blinklicht, und der Mann denkt sich nur: Was auch immer sie da macht, wenn sie irgendwas von mir will, wird sie es schon sagen 🤷🏻
Maximal hat er festgestellt: "Ah, Blumen. Hübsch."
Da helfen nur klare Worte, und damit meine ich nicht harte Worte, sondern einfach offen und ehrlich statt "durch die Blume".
Was mich auch gewundert hat: ich hatte mich etwas mehr als sonst geschminkt, aber trotzdem noch dezent, so wie früher (etwas hell goldenen Lidschatten zusätzlich zu. Mascara, Abdeckcreme und getönter Lippenpflege) und er hat nichts gesagt.
D.h. Abdeckcreme, getönte Lippenpflege und Mascara sind dein Standard und du hast einmal noch hell goldenen Lidschatten dazugenommen, und dieses kleine Extra hat er nicht bemerkt oder zumindest nicht erwähnt, richtig?
Sorry, aber das ist auch echt viel erwartet. Vielleicht ja hat er es sogar gesehen, aber sich nichts dabei gedacht. Der Fluglotse hatte halt ne orange statt ner gelben Weste an, okay, wie es ihm gefällt 🤷🏻
Ich habe das auch nicht fuer ihn getan sondern für mich. Ich versuche so meinen Frust über meine Figur zu überspielen und tue alles, um mich so wohl. Wie moeglich in meiner Haut zu fühlen
Wenn das so wäre, wäre das ja okay. So ähnlich mache ich das manchmal auch, wenn ich mich nicht wohl in meiner Haut fühle. Mir hilft das tatsächlich, mich besser zu fühlen.
Aber irgendwie hattest du ja schon gehofft, er würde bemerken, dass du heute aber gut aussiehst, sonst hättest du das ja nicht erwähnt.

Er kann nicht riechen, was in dir los ist. Gib ihm eine Chance, dich zu verstehen und schütte ihm mal dein Herz aus (Ich-Perspektive, so geht es mir gerade, keine Vorwürfe, keine Forderungen). Dann frag aber auch, was bei ihm gerade positives und negatives los ist. Und erzähl selbst auch was positives, denn das ist wichtig, sich den Blick für die schönen Dinge zu bewahren.
Dann könnt ihr schauen, an welchen Schrauben ihr drehen könnt.
 
axis mundi
Benutzer172636  Planet-Liebe-Team
Moderator
  • #213
Mal anders gefragt: Wäre es möglich, dass euer Sohn länger im Kindergarten bleibt, damit du mehr Zeit zum Arbeiten hast?
Für mich liest das so, als hättet ihr beide keine Empathie für einander und wo er laut wird, wirst du halt sehr „schrill“ bei anderen Sachen.
In deinen Threads habe ich oft den Eindruck, dass es um tausend Themen für dich geht — aber deine wunden Punkte eigentlich überschaubar sind:
1. nicht gesehen werden bei der Care Arbeit
2. Probleme mit der eigenen Figur
3. Fehlende berufliche Perspektive, weil du eine Ausbildung hast, die dich unter den aktuellen Bedingungen nicht weiterbringt, aber auch ein Unwille, dir eine Arbeit zu suchen, die „unter“ deiner Qualifikation liegt und dich gegebenenfalls hochzuarbeiten.

Und was diese drei Felder immer wieder begleitet, ist der Stress und das Drama, sowie das Fass, das du aufmachst, an absoluten Nebenschauplätzen. Dein Leben klingt primär aufgrund deiner eigenen Ansprüche sehr anstrengend.
Ich würde es sinnvoll finden, wenn du diese Ansprüche für dich alle notieren würdest und danach überprüfst, welche tatsächlich zielführend sind.

Nehmen wir das Beispiel mit dem beruflichen Termin deines Mannes. Dein Mann lässt sich einen Termin in den Kalender legen, obwohl klar war, dass du zu diesem Zeitpunkt nicht daheim sein kannst und es wichtig wäre für deine Zukunft. Anstatt dass a. dein Mann das auf dem Schirm hat und an seinen Arbeitgeber kommuniziert und b. Du kurz das Gespräch mit deinem Mann suchst und ihn erinnerst und er sich um eine Verlegung kümmerst, machst du C: eine riesige Welle provozieren und einen Scheinsieg „gegen“ irgendeine Frau erzielen, die beruflich mehr erreicht hat als du und die aus deiner Sicht eine schönere Figur hast. Dabei klopfst du dir auf die Schulter, wie souverän du dich geschlagen hast. Aber: Wo bleibt diese Eloquenz und diese Souveränität im Umgang mit deinem Partner? Warum stehst du dort nicht für deine Bedürfnisse ein und kommunizierst klar und auch sichtbar? Dass er Lidschatten und gekaufte Blumen nicht „richtig“ deutet kann ich gut nachvollziehen. Auch dein Partner wird keine Gedanken lesen können. Aber was bleibt dadurch: Erneuter Frust. Erneute Enttäuschung. Ist doch blöd und bringt dich nicht voran.
Wenn für euch alles passt, dann ist doch alles gut — nur ist es halt nicht so. Dein Mann wird laut und du zeterst und bist mürrisch. Und ja, dein Kind wird das mitbekommen und im schlimmsten Fall wird er lernen, dass Liebesbeziehungen so sind wie bei euch.

Kommen wir jetzt zu einer möglichen Lösung: Ich sehe dich wirklich nicht als Lehrerin. Den Quereinstieg würde ich mir wirklich gut überlegen. Lehrkräfte müssen oft mit viel Stress umgehen. Sie müssen viel Frustration ertragen und ja, ihnen schlägt manchmal auch viel Desinteresse, Respektlosigkeit und Geringschätzung entgegen. Damit scheinst du absolut nicht umgehen zu können. Hast du schonmal darüber nachgedacht, ob etwas mit weniger Menschen vielleicht besser geeignet wäre für dich? Ich kenne viele Mütter, die z.B. als Sacharbeiterinnen arbeiten oder in Geschäften aushelfen, usw. Manchmal können berufliche Kompetenzen auch genutzt werden. In deinem Fall klingt das für mich eher schwierig, aber du könntest z.B. schauen, ob Clickworker und ähnliche Plattformen etwas für dich wären.
Alternativ könntest du auch nach Marketingagenturen suchen, die eine Remote Teamassistenz suchen. Dadurch könntest du dich beruflich nochmal etwas verlagern. Viele Berufe sind heutzutage auch Remote möglich. Nachhilfe kann online unterrichtet werden (dafür gibt es ebenfalls Portale, ansonsten ist das auch bei Nachhilfeketten wie beispielsweise der Schülerhilfe möglich). Lektorat von Abschlussarbeiten ist eine wichtige Sache und diesbezüglich brauchst du auch keine Gewissensbisse haben: Jemanden drüberlesen lassen ist in Ordnung und auch nicht verboten. Zusätzlich würde ich von einem professionellen Lektorat erwarten, dass auch die Logik überprüft wird und zumindest eine gewisse fachliche Einarbeitung vorab erfolgt, damit du das Thema auch verstehen kannst (in Ansätzen). Wichtig ist nur, dass du die Arbeit nicht schreibst. Auch das geht online. Ich würde mit Aushängen an Unis und FHs im Umfeld werben und zusätzlich auf eBay Kleinanzeigen und Co. setzen, dafür müsstest du jedoch auch eine Selbstständigkeit anmelden. Ansonsten würde ich dir nahelegen zu versuchen, die Betreuungszeiten etwas auszuweiten und dafür dann auch attraktiver für den Arbeitsmarkt zu sein. Auch wenn Fachkräfte händeringend gesucht werden: Für die meisten Berufe bist du keine Fachkraft und man wird nicht auf dich warten. Sei offen und suche erstmal nach einer Stelle, die realistisch für dich machbar ist. In anderthalb/zwei Jahren geht euer Sohn zur Schule und dann hast du auch mehr Möglichkeiten, zusätzlich hättest du aber schonmal eine Basis und müsstest nicht erst noch den Schritt „raus“ machen und hast schon erste Kontakte, wodurch es auch leichter werden würde, etwas dauerhaft passendes zu finden.
 
Zuletzt bearbeitet:
M
Benutzer181426  (43) Verbringt hier viel Zeit
  • #216
C catlady81

Für mich sieht das hier gerade so aus:
Du hast hier verschiedene Themen eröffnet, weil du unzufrieden oder unglücklich bist.
Es kommen viele verschiedene Vorschläge zu Beziehung, Job und Haushalt, woraufhin du jeweils erklärst, warum du es so wie du es aktuell machst, besser findest.
So weit, so gut.
Mich würde jetzt interessieren: Du argumentierst ja für deinen aktuellen Weg und kannst immer erklären, warum das so gut oder in Ordnung ist.
Hat die Diskussion hier dich jetzt weitergebracht im Sinne von "Eigentlich finde ich doch alles ganz okay so wie es ist"?
Falls nein, merkst du, dass du dich im Kreis drehst, weil dich Dinge zwar stören, du sie aber nicht ändern willst?
 
M
Benutzer181426  (43) Verbringt hier viel Zeit
  • #218
Das kann ja durchaus auch ein Fazit sein.
Es ist zwar nicht die ideale Welt gerade, aber immer noch die beste Alternative, also mache ich das erstmal so.

Ich habe selbst auch so Punkte, wo ich mir eigentlich etwas wünschen würde, aber andere Faktoren, die dagegen sprechen, wiegen vorerst schwerer, und so schiebe ich den Wunsch erstmal auf. Dinge, die ich ändern kann ohne große Abstriche an anderer wichtiger Stelle machen zu müssen, ändere ich. Die aufgeschobenen Wünsche bleiben aber als Langfrist-Ziel. Dass es irgendwann mal dazu kommt, ist mir schon sehr wichtig, aber es ist okay für mich, darauf zu warten.

Ist es okay für dich, wenn eine berufliche Weiterentwicklung noch Jahre warten muss? Kannst du mit dem Status Quo in Sachen Haushalt erstmal leben? Und: Wenn du in Sachen Beziehung nichts ändern möchtest, wirst du auch langfristig einen Mann haben, der laut wird, ohne Aussicht auf Änderung. Wie stehst du dazu?
 
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C
Benutzer214440  (43) Klickt sich gerne rein
  • Themenstarter
  • #227
Wer sich nicht für eine Veränderung entscheidet, entscheidet sich dafür, die Situation zu akzeptieren. Du akzeptierst, dass dein Mann ein Arsch ist, weil du womöglich Angst hast, mit Kind und unsicherer Jobsituation alleine dazustehen. Was nicht unverständlich ist, das ist beängstigend. Aber du kannst deinen Mann nicht ändern. Du hast nur Macht über deine eigenen Handlungen. Und Gehen IST eine mögliche Handlung.
Oder eben die Jobsuche zielstrebiger angehen. Oder beides.
Ich wünschte ich hätte nie studiert sondern eine solide Ausbildung gemacht.
 
F
Benutzer214925  (50) dauerhaft gesperrt
  • #228
Ich wünschte ich hätte nie studiert sondern eine solide Ausbildung gemacht.
Kommt immer darauf an was man später möchte. Im Idealfall lernt man zuerst einen Beruf, und studiert danach.
 
M
Benutzer181426  (43) Verbringt hier viel Zeit
  • #229
Ich wünschte ich hätte nie studiert sondern eine solide Ausbildung gemacht.
Studieren an sich ist nicht das Problem, aber es wäre natürlich hilfreich gewesen, sich vorher zu überlegen, was man auf dem Arbeitsmarkt später mit dem Wissen anfangen kann.
Es hilft nur leider nichts, jetzt darüber zu lamentieren. Jetzt stellt sich halt die Frage, wie du die nächsten Jahre überbrücken willst, bis dein Kind groß genug ist, dass du dir zutraust, eine Ausbildung oder Umschulung oder ähnliches zu machen.
 
Weseraue
Benutzer192870  (54) Verbringt hier viel Zeit
  • #230
Ich wünschte ich hätte nie studiert sondern eine solide Ausbildung gemacht.
Du kannst immer noch eine Ausbildung absolvieren. Eine solche kann man in verschiedenen Berufen auch in Teilzeit machen. Sollte das Einkommen nicht reichen, kannst du aufstockende Hilfe in Anspruch nehmen.
 
WomanInTheMirror
Benutzer123832  (29) Beiträge füllen Bücher
  • #231
Ich wünschte ich hätte nie studiert sondern eine solide Ausbildung gemacht.
Es bringt dich nicht weiter, in der Vergangenheit zu denken. Nimm den Zustand jetzt an und schaue, wo die Stellschrauben sind.
 
C
Benutzer214440  (43) Klickt sich gerne rein
  • Themenstarter
  • #232
Wer sich nicht für eine Veränderung entscheidet, entscheidet sich dafür, die Situation zu akzeptieren. Du akzeptierst, dass dein Mann ein Arsch ist, weil du womöglich Angst hast, mit Kind und unsicherer Jobsituation alleine dazustehen. Was nicht unverständlich ist, das ist beängstigend. Aber du kannst deinen Mann nicht ändern. Du hast nur Macht über deine eigenen Handlungen. Und Gehen IST eine mögliche Handlung.
Oder eben die Jobsuche zielstrebiger angehen. Oder beides.
Natürlich habe ich Angst davor alleine dazu stehen. Für ein Kind ist eine Trennung immer problematisch. Ich würde Unterhalt bekommen, bis ich einen Job hätte.
Ohne Kind und mit sicherem Job würde alles anders aussehen
 
Weseraue
Benutzer192870  (54) Verbringt hier viel Zeit
  • #233
Natürlich habe ich Angst davor alleine dazu stehen. Für ein Kind ist eine Trennung immer problematisch. Ich würde Unterhalt bekommen, bis ich einen Job hätte.
Ohne Kind und mit sicherem Job würde alles anders aussehen
Klar ist eine Trennung mit Schwierigkeiten verbunden, man muss das eine oder andere neu organisieren, emotional sicher schwierig, nicht nur für Kinder. Aber: Will man nur aufgrund der Sicherheit in einer unglücklichen Beziehung bleiben?
 
C
Benutzer214440  (43) Klickt sich gerne rein
  • Themenstarter
  • #234
Studieren an sich ist nicht das Problem, aber es wäre natürlich hilfreich gewesen, sich vorher zu überlegen, was man auf dem Arbeitsmarkt später mit dem Wissen anfangen kann.
Es hilft nur leider nichts, jetzt darüber zu lamentieren. Jetzt stellt sich halt die Frage, wie du die nächsten Jahre überbrücken willst, bis dein Kind groß genug ist, dass du dir zutraust, eine Ausbildung oder Umschulung oder ähnliches zu machen.
Ich hatte Lehramt studiert aber dann im Ref gemerkt, dass das nichts für mich ist und dann den Magister gemacht mit dem Ziel zu promovieren oder im internationalen Bereich an einer Uni zu arbeiten. Eine Promotion war mit Stelle nicht in der Nähe möglich ( ich war damals schon verlobt und mein Mann örtlich gebunden). Das hätte ich selbst finanzieren müssen. Da die Aussicht danach nicht gut waren, habe ich mich für Stellen an Unis beworben und eine befristete gehabt.
 
axis mundi
Benutzer172636  Planet-Liebe-Team
Moderator
  • #235
Für ein Kind ist eine Trennung immer problematisch.
Das mag sein. Aber weißt du, was für ein Kind noch schlimmer ist: In einer gewaltvollen Beziehung zu leben oder in einer Beziehung zu leben, bei der beide Eltern nur noch streiten.
Das schadet einem Kind meines Erachtens deutlich mehr als eine Trennung.
Wenn ihr als Paar nicht funktioniert, dann ist das so. Ihr bleibt Eltern und hier müsst ihr zusammen dem Kind gegenüber sehr klar sein: Ihr werdet immer beide für euren Sohn da sein und ihn lieben, auch wenn ihr nicht mehr zusammenseid.
Ihr könntet durch eine Trennung die Chance bekommen, als Eltern-Team wieder gut zu funktionieren und demnach eurem Kind vorleben, wie man verantwortungsvoll ist und mit Beziehungen umgehen kann, die nicht funktioniert haben.

Zu der Stellensuche: Du könntest erstmal zum Jobcenter gehen und dort nachfragen, welche Wege dir offenstehen. Wenn du mit Sprache gut umgehen kannst, dann wäre eine Bürotätigkeit wohl möglich. Ansonsten könnte Marketing etwas sein, wenn du bei Printmedien oder im IT-Bereich entsprechend fit bist. Gerade im IT-Bereich gibt es den Vorteil, dass du das meiste Wissen (Programmiersprachen, Coding) im Internet kostenfrei erwerben, erlernen und probeweise anwenden kannst und Hilfe bekommst.
Wenn du für dich sagst, dass du jetzt eine Veränderung und nicht mehr warten willst, dann bedeutet das, dass du anfängst, erstmal nach Perspektiven und Möglichkeiten zu suchen.

Vielleicht habe ich es überlesen, aber hast du mal in einem ruhigen Moment mit deinem Mann darüber gesprochen, dass du die Beziehung gerne positiv verändern möchtest, aber das nur mit ihm zusammen geht?
Für so eine Unterhaltung eignen sich als Orientierung für die Formulierung die Regeln der gewaltfreien Kommunikation.
Es kann — gerade bei involvierten Kindern — auch hilfreich sein, eine Paartherapie machen, die (falls ihr es dort nicht kitten könnt) die Trennung begleitet und euch dabei hilft, einander fair und empathisch zu begegnen.
 
M
Benutzer193947  (33) Verbringt hier viel Zeit
  • #236
Ich glaube, es wurde jeder mögliche Vorschlag zur Änderung der Situation schon gemacht. In den Threads gab es z.B. sicher schon über 50 Jobvorschläge, von denen dann immer einzelne als "kann ich nicht, weil... nicht planbar genug / in dem einem Laden wollten sie mich aber nicht / zu zeitaufwendig / zu viel Druck etc" herausgepickt werden.
Ebenso zur Partnerschaftsthematik. Du willst deinem Mann keine Anerkennung und Zeit geben, ziehst aber auch keine Konsequenzen, wenn er (vielleicht deshalb?) sauer wird.
Ich glaube , du fühlst dich unterbewusst sehr wohl in dieser Jammer-Opfer-Rolle.

Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe.
 
Raven88
Benutzer206426  (37) Öfter im Forum
  • #237
Was heißt das mit deiner Mutter nicht besuchen.? Wenn an dem Tag meine darmspiegelung wäre, eventuell auch noch einen davor und danach, würde ich den Besuch auch ausfallen lassen. Oder wie ist zeitlich der Zusammenhang. Das finde ich schon entscheidend für eine Beurteilung. Würde meine Partnerin verlangen das ich die Mutter Besuche, und meine Spiegelung ausfallen lassen soll, würde ich auch meckern
 
C
Benutzer214440  (43) Klickt sich gerne rein
  • Themenstarter
  • #238
Was heißt das mit deiner Mutter nicht besuchen.? Wenn an dem Tag meine darmspiegelung wäre, eventuell auch noch einen davor und danach, würde ich den Besuch auch ausfallen lassen. Oder wie ist zeitlich der Zusammenhang. Das finde ich schon entscheidend für eine Beurteilung. Würde meine Partnerin verlangen das ich die Mutter Besuche, und meine Spiegelung ausfallen lassen soll, würde ich auch meckern
Die Darmspiegelung ist am Freitag wir wollten gestern zu meiner Mutter fahren. Wegen einer Lappalie hat er damit gedroht nicht zu fahren. Wegen dieser Darmspiegelung ist er gereizt. Wir sind dann aber doch gefahren
 
Raven88
Benutzer206426  (37) Öfter im Forum
  • #239
Die Darmspiegelung ist am Freitag wir wollten gestern zu meiner Mutter fahren. Wegen einer Lappalie hat er damit gedroht nicht zu fahren. Wegen dieser Darmspiegelung ist er gereizt. Wir sind dann aber doch gefahren
Ja gut das ist natürlich dann kindisch von ihm
 
F
Benutzer215974  (38) Ist noch neu hier
  • #240
Die Darmspiegelung ist am Freitag wir wollten gestern zu meiner Mutter fahren. Wegen einer Lappalie hat er damit gedroht nicht zu fahren. Wegen dieser Darmspiegelung ist er gereizt. Wir sind dann aber doch gefahren
Was für eine Lappalie war es denn? Vielleicht war es nur für Dich eine solche, aber für ihn nicht.
 
C
Benutzer214440  (43) Klickt sich gerne rein
  • Themenstarter
  • #241
Was für eine Lappalie war es denn? Vielleicht war es nur für Dich eine solche, aber für ihn nicht.
Ich hatte ihn angeblich genervt, weil ich ihn verschiedene Dinge gefragt hatte. Es ging um die Zeitaufteilung.
 
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