Gaslighting bei Freunden... Wie kann man helfen ?

micha43
Benutzer192508  (46) Öfter im Forum
  • #1
Hallo zusammen,

ich habe heute mal ein Thema was mich aktuell beschäftigt. Ich finde es wichtig darüber zu reden weil ich es abscheulich finde was in manchen Beziehungen so praktiziert wird. Das schlimmste daran ist, das man das Gefühl hat, machtlos zu sein als Außenstehender (bezogen auf mich).
Ich beobachte bei einer Freundin, das sie in einer Beziehung ist, in der genau das passiert, was in der Überschrift thematisiert wird. Sie wird klein geredet, es werden Personen ihres Umfeldes die es gut mit ihr meinen von ihrem Partner schlecht geredet und es wird versucht sie dadurch zu isolieren. Es werden Vorwürfe Gemacht sie haltlos sind usw usw. Sie wird manipuliert und in die Enge getrieben usw usw. Wenn man mit ihr redet dann sieht sie viele Dinge auch so wie ihre Freunde und erkennt das er ihr schadet macht aber dann im Handeln genau das Gegenteil. Die Freunde sind am verzweifeln weil sie mit Volldampf gegen die Wand läuft und es gibt scheinbar keinen Weg sie vor sich selbst zu schützen. Ich habe Angst um sie....

Kennt jemand von euch solch eine Situation und hat Wege gefunden dem oder der Betroffenen zu helfen und die Vollkatastrophen zu verhindern ? Vielen Dank schon mal für eure Hilfe 🙏
 
Duracellhäschen
Benutzer211462  (43) Verbringt hier viel Zeit
  • #2
Hey du, das ist echt ne beschissene Situation die du da beschreibst, für alle Beteiligten.
Du hast mein Mitgefühl dafür, dass du das mit ansehen musst.

Ich selber hab es glaube ich noch nie so mitansehen müssen, zumindest nicht in ner gleichberechtigten Partnerschaft.

Ich hab mich ja viel in den letzten Jahren mit solchen Themen beschäftigt. Bedauerlicherweise kann man von außen kaum bis gar nicht helfen. Ich hätte eher Sorge, dass sie sich von dir abwendet, wenn du versuchst sie dazu zu drängen, die Beziehung aufzugeben. Aber da wirst du sicher ein gutes Gespür für haben.

Wenn es so eine richtig toxische Beziehung ist, hat sie ihren Anteil daran insofern, dass sie es mitmacht (er ist natürlich schuld, völlig fraglos, trotzdem muss sie dem Ganzen ein Ende setzen). Das kann durchaus auch Züge von Suchtverhalten aufweisen - man ist sich dessen klar, dass es weder logisch noch sinnvoll ist, was man da betreibt, kann aber schlicht nicht anders, weil eben Sucht. Im worst case kommt man erst raus, wenn man ein Tief erreicht hat.
Das einzige, was wohl ein bisschen helfen kann, ist, wenn du ihren Selbstwert stabilisierst und bestätigst. Den braucht sie nämlich, um da raus zu kommen. Und natürlich einen easy exit bieten. Sollte sie dann soweit sein, dass sie da raus will, dass sie weiß, sie braucht nur einen Anruf tätigen, und du holst sie im Zweifel ab und sie kann dann erst mal bei dir bleiben oder so.

Vielleicht hilft auch, mit ihr zu besprechen, was genau sie in der Beziehung hält. Ohne Vorwürfe, einfach nur um zu verstehen, was ihr aktueller Benefit in der Beziehung ist. Welche Gefühle und Bedürfnisse eine Rolle spielen.

Alles Gute dir und deiner Freundin auf jeden Fall!
 
R
Benutzer193222  (40) Verbringt hier viel Zeit
  • #3
Klingt für mich eher nach narzisstischen Verhalten und nicht nach Gaslighting. Tut mir aber leid, dass du da nur zuschauen kannst. Tatsächlich kannst du da wenig machen, sie muss es selbst erkennen. Ihr könnt nur da sein.
 
Duracellhäschen
Benutzer211462  (43) Verbringt hier viel Zeit
  • #4
Gaslighting ist doch häufig Teil von narzisstischem Verhalten?
Off-Topic:
Ich stimme dir übrigens zu. Wollte nur nicht selber schon wieder ne Laien-Narzissmus-Diagnose machen. :zwinker:
 
micha43
Benutzer192508  (46) Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #5
Hey du, das ist echt ne beschissene Situation die du da beschreibst, für alle Beteiligten.
Du hast mein Mitgefühl dafür, dass du das mit ansehen musst.

Ich selber hab es glaube ich noch nie so mitansehen müssen, zumindest nicht in ner gleichberechtigten Partnerschaft.

Ich hab mich ja viel in den letzten Jahren mit solchen Themen beschäftigt. Bedauerlicherweise kann man von außen kaum bis gar nicht helfen. Ich hätte eher Sorge, dass sie sich von dir abwendet, wenn du versuchst sie dazu zu drängen, die Beziehung aufzugeben. Aber da wirst du sicher ein gutes Gespür für haben.

Wenn es so eine richtig toxische Beziehung ist, hat sie ihren Anteil daran insofern, dass sie es mitmacht (er ist natürlich schuld, völlig fraglos, trotzdem muss sie dem Ganzen ein Ende setzen). Das kann durchaus auch Züge von Suchtverhalten aufweisen - man ist sich dessen klar, dass es weder logisch noch sinnvoll ist, was man da betreibt, kann aber schlicht nicht anders, weil eben Sucht. Im worst case kommt man erst raus, wenn man ein Tief erreicht hat.
Das einzige, was wohl ein bisschen helfen kann, ist, wenn du ihren Selbstwert stabilisierst und bestätigst. Den braucht sie nämlich, um da raus zu kommen. Und natürlich einen easy exit bieten. Sollte sie dann soweit sein, dass sie da raus will, dass sie weiß, sie braucht nur einen Anruf tätigen, und du holst sie im Zweifel ab und sie kann dann erst mal bei dir bleiben oder so.

Vielleicht hilft auch, mit ihr zu besprechen, was genau sie in der Beziehung hält. Ohne Vorwürfe, einfach nur um zu verstehen, was ihr aktueller Benefit in der Beziehung ist. Welche Gefühle und Bedürfnisse eine Rolle spielen.

Alles Gute dir und deiner Freundin auf jeden Fall!
Vielen vielen Dank für deine einfühlsam verständnisvolle Einschätzung. Das bekräftigt mich in meinem Handeln, denn genau so wie du es beschreibst Versuche ich es. Ich Versuche es so niederschwellig wie möglich zu gestalten das sie wenn sie Hilfe braucht und möchte, ich da sein werde.
 
Anna1309
Benutzer166007  Sehr bekannt hier
  • #6
Natürlich sollte man als Freund, der nur das Beste für seine Freundin will, ehrlich zu ihr sein, wie man die Beziehung wahrnimmt.

Aber am Ende des Tages ist sie eine erwachsene Frau und trifft ihre eigenen Entscheidungen. Ihr jetzt deine Sicht der Dinge aufdrängen zu wollen, wäre nicht weniger übergriffig.

Sie muss die Erkenntnis selbst gewinnen und aus eigenen Stücken heraus sich trennen wollen. Und das wird erst passieren, wenn die negativen Konsequenzen unerträglich werden. Solange sie noch etwas aus der Beziehung für sich zieht- und das wird sie - wird der Leidensdruck nicht hoch genug sein.

Du kannst da wenig ausrichten, ausser für sie da zu sein und wenn du bemerkst, dass es dich selbst beginnt zu belasten, auch deine Konsequenzen draus ziehen und ggf. auf Abstand gehen. Das könnte dann auch ein Weckruf für sie sein.
 
micha43
Benutzer192508  (46) Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #7
Klingt für mich eher nach narzisstischen Verhalten und nicht nach Gaslighting. Tut mir aber leid, dass du da nur zuschauen kannst. Tatsächlich kannst du da wenig machen, sie muss es selbst erkennen. Ihr könnt nur da sein.
Nein Narzist ist er nicht davon gehe ich nicht aus. Ich kenne ihn ja auch persönlich und narzisstische Züge kann ich so nicht erkennen.
 
micha43
Benutzer192508  (46) Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #8
Aber am Ende des Tages ist sie eine erwachsene Frau und trifft ihre eigenen Entscheidungen. Ihr jetzt deine Sicht der Dinge aufdrängen zu wollen, wäre nicht weniger übergriffig.
Nein das mache ich auch nicht. Wenn dann Stelle ich Fragen, die sie dann selber beantworten muss. Ich hoffe das das zu Erkenntnissen führt bei ihr...
 
micha43
Benutzer192508  (46) Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #9
Das könnte dann auch ein Weckruf für sie sein.
Das glaube ich allerdings wäre eher ein Dolchstoß ... Ich glaube das es wirklich so ist das ich ihr ständig das gefühl geben muss, das sie nicht alleine wäre im Falle des Falles
 
R
Benutzer193222  (40) Verbringt hier viel Zeit
  • #10
Nein Narzist ist er nicht davon gehe ich nicht aus. Ich kenne ihn ja auch persönlich und narzisstische Züge kann ich so nicht erkennen.
Ok, aber all deine Beschreibungen sind Teil von narzisstischen Verhalten 😉. Bei Gaslighting kommt hinzu, dass der Täter ( ja in den Zusammenhang nennt man das so) sein Opfer noch so manipuliert, dass er/sie an ihrem Verstand zweifelt. Während man bei Narzissten oft nicht mal merkt was da passiert. Isolieren von Familie und Freunde ist aber typisch.
 
micha43
Benutzer192508  (46) Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #11
Ok, aber all deine Beschreibungen sind Teil von narzisstischen Verhalten 😉. Bei Gaslighting kommt hinzu, dass der Täter ( ja in den Zusammenhang nennt man das so) sein Opfer noch so manipuliert, dass er/sie an ihrem Verstand zweifelt. Während man bei Narzissten oft nicht mal merkt was da passiert. Isolieren von Familie und Freunde ist aber typisch.
Ja aber Narzissten sind von sich überzeugt machen keine Fehler sind großkotzig usw...
 
A
Benutzer191142  (43) Öfter im Forum
  • #12
Diese Situationen sind richtig blöd und das Gefühl der machtlosigkeit ist manchmal unerträglich.

Im Grunde entscheidet jeder selbst über sein Leben und sein Glück.

Sei für sie da; höre ihr zu, ohne zu bewerten; biete Unterstützung an; sage ihr ehrlich, wie du die Situationen wahrnimmt, vielleicht auch, was du tun würdest; zeige Verständnis für sie; akzeptiere Rückschläge.
Mehr kannst du leider nicht tun für sie. Sie wird dankbar sein, dass du für sie da bist und zu ihr stehst.

Es tut weh, gute Freunde in solchen Situationen zu sehen. Wünsche dir viel Kraft.
 
Pizzabäckerin
Benutzer191613  (41) Öfter im Forum
  • #13
Ja aber Narzissten sind von sich überzeugt machen keine Fehler sind großkotzig usw...
Nein, nicht unbedingt. Es gibt da eine besondere Form von Narzissmus. Ich glaub es heißt dann verdeckter Narzissmus.
 
R
Benutzer193222  (40) Verbringt hier viel Zeit
  • #14
Ja aber Narzissten sind von sich überzeugt machen keine Fehler sind großkotzig usw...
Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall 😉. Sie sind unsicher und benutzen andere Menschen um sich selbst besser zu fühlen.
 
Duracellhäschen
Benutzer211462  (43) Verbringt hier viel Zeit
  • #15
Ja aber Narzissten sind von sich überzeugt machen keine Fehler sind großkotzig usw...
Nicht zwangsläufig, da gibt es viele Formen, auch verdeckten Narzissmus.
Aber ganz ehrlich, am Ende des Tages sind wir alle keine Psycholog:innen (ich zumindest nicht), und im Prinzip ist es auch völlig egal, wie man das Kind nennt. Er kann auch ganz andere Gründe für sein Verhalten haben.

Wichtig ist nur, dass deine Freundin im Moment in einer schlechten Situation ist, dich das belastet und du überlegst, was du tun kannst.
Wenn du es nicht schon tust, kann ich dir noch empfehlen, dich mit Beziehungsmustern und diesen ganzen Psychothemen auseinandersetzen. Ich persönlich finde das sau spannend und hin und wieder hört man einen hilfreichen Tipp für die eigene Situation.
 
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micha43
Benutzer192508  (46) Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #20
Das ist ein klein wenig komplexer als es für Außenstehende erkennbar ist.
Ich glaube das es außerordentlich komplex ist, deswegen Versuche ich maximales Verständnis für ihre Situation aufzubringen und auf keinen Fall Druck zu erzeugen. Ich glaube das das wichtigste ist, ihr einen möglichst einfachen Ausstiegsweg aufzuzeigen den sie immer in der Hinterhand haben kann. So zu sagen ein Auffangnetz falls sie es erkennt falls sie an den Punkt kommt an dem sie selbst erkennt, das es nicht so weiter geht. Also alle Türen offen halten und immer zeigen das man da wäre egal zu welcher Zeit und in welcher Situation.
 
Anna1309
Benutzer166007  Sehr bekannt hier
  • #21
Ich glaube das es außerordentlich komplex ist, deswegen Versuche ich maximales Verständnis für ihre Situation aufzubringen und auf keinen Fall Druck zu erzeugen. Ich glaube das das wichtigste ist, ihr einen möglichst einfachen Ausstiegsweg aufzuzeigen den sie immer in der Hinterhand haben kann. So zu sagen ein Auffangnetz falls sie es erkennt falls sie an den Punkt kommt an dem sie selbst erkennt, das es nicht so weiter geht. Also alle Türen offen halten und immer zeigen das man da wäre egal zu welcher Zeit und in welcher Situation.
Mir klingt das zu dramatisch. Schon mal was vom Dramadreieck gehört ?

 
Duracellhäschen
Benutzer211462  (43) Verbringt hier viel Zeit
  • #22
Off-Topic:

Oh... ich hoffe es ist bei dir überschaubar 😬 und du hast diese Freunde die an deiner Seite sind .

Oh, das ist lieb von dir, vielen Dank! Ich habe zum Glück einige gute Freunde, aber ich glaube das war ein Missverständnis. Mit eigener Situation meinte ich völlig wertfrei die eigene Lebenssituation. Mit meiner bin ich im großen und ganzen recht zufrieden, zumindest stecke ich nicht tief in ner toxischen Beziehung. Aber es gibt ja immer Aspekte vom eigenen Leben, die man gerne ändern/ verbessern möchte (oder nicht?), darauf bezog sich mein Kommentar.
 
E
Benutzer209281  (51) Öfter im Forum
  • #23
Wahrscheinlich ist es für die freundin wichtig, dass ihr (manipulativer) partner von dir nicht als "täter" bzw als "böse" gesehen wird, weil sie sonst in einen loyalitätskonflikt gerät, der sicher zu deinen ungunsten enden wird. Vielleicht kann ihr eine (dezent) verständnisvolle haltung gegenüber dem partner helfen, dessen probleme und schwierigkeiten zu sehen und anzusprechen.
 
fox79
Benutzer204515  (46) Verbringt hier viel Zeit
  • #25
Wenn du ihn auch persönlich kennst, wie schätzt du denn ihn da ein?
Ist er der Typ der das tut was deine Freundin so erzählt und wie wären/sind da seine Motive?

Handelt er vorsätzlich oder aus eigener Unsicherheit heraus?
 
micha43
Benutzer192508  (46) Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #26
Wenn du ihn auch persönlich kennst, wie schätzt du denn ihn da ein?
Ist er der Typ der das tut was deine Freundin so erzählt und wie wären/sind da seine Motive?

Handelt er vorsätzlich oder aus eigener Unsicherheit heraus?
Ich halte es für Vorsatz, denn die Betrachtung der möglichen Motive ist überaus einleuchtend. Tut mir leid wenn ich öffentlich nicht tiefer ins Detail gehen kann.
 
fox79
Benutzer204515  (46) Verbringt hier viel Zeit
  • #27
Nein passt schon.

Ist nur wichtig für die Wahl der angemessenen Mittel.

Wenn er das vorsätzlich macht, dann würde ich immer versuchen dafür zu sorgen, das meine Freundin sich bei mir jederzeit Aufmunterung und ein gutes Gefühl abholen kann. Eine Stärkung für ihr Selbstbewusstsein und das Gefühl, dass sie gut ist, so wie sie ist.
Darf man in diesem Kontext auch gerne bisschen übertreiben. Einfach einen Wohlfühlort anbieten und es ihr so indirekt vergälen zu dem Schlechtmacher zu gehen.
 
fox79
Benutzer204515  (46) Verbringt hier viel Zeit
  • #28
Die weitere Wahl der Mittel hängt dann ein bisschen davon ab wie wichtig sie dir ist.

Eine der ältesten Freundinnen von mir hatte auch mal so einen Typen. Das ging über zwei Jahre lang so.

Ich habe da letztendlich mit ihren Eltern konspiriert um sie von dem Idioten irgendwie weg zu gekommen.
 
fox79
Benutzer204515  (46) Verbringt hier viel Zeit
  • #29
Ich habe ihr zwischendurch aber auch mal ein nasses Handtuch Realität verbal ins Gesicht gehauen und ich glaube bis heute, dass das die langsame Trennung initialisiert hat.

Damals habe ich ihr mit einfachen Worten erklärt, was sie für ein toller Mensch ist, was ihre Stärken sind, was ihre liebeswerten Eigenarten sind und auch dazugesagt, dass jeder, der das nicht sieht ein Idiot ist und sie nicht verdient. Aber wenn sie meint, es wäre für sie die richtige Entscheidung bei einem Typen zu bleiben der sie wie ein Stück scheiße behandelt, dann bin ich trotzdem für sie da.

Ich hatte auch kurz erwogen den Typen einfach zu entsorgen. Das kommt natürlich aus verschiedenen Gründen nicht in Frage, unter anderem deshalb, weil sie dann keine Chance hat daraus zu lernen und daran zu wachsen. So wäre es nur eine Frage der Zeit, bis sie wieder an so einen gerät.
 
micha43
Benutzer192508  (46) Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #30
Ich habe ihr zwischendurch aber auch mal ein nasses Handtuch Realität verbal ins Gesicht gehauen
Ich glaube das das auch wichtig ist.

Schön das du es damals geschafft hast. Vielen vielen Dank für deine Einblicke.
 
Duracellhäschen
Benutzer211462  (43) Verbringt hier viel Zeit
  • #31
Ich habe da letztendlich mit ihren Eltern konspiriert um sie von dem Idioten irgendwie weg zu gekommen.
Hat das funktioniert? Und darf man fragen, wie genau das vonstatten gegangen ist?
Mich interessiert im Prinzip genau dasselbe wie den TE auch: was sind funktionierende Methoden um Leute aus ner toxischen Beziehung raus zu holen und was braucht es dafür an Voraussetzungen?
 
fox79
Benutzer204515  (46) Verbringt hier viel Zeit
  • #32
Für uns brauchte es die Kombination an

"Da ist ein sicherer Ort an den du zurück kannst"

"Du bist gut so wie du bist"

Den Spiegel für ihre aktuelle Situation

Ein Beispiel darüber wie eine Beziehung sein sollte

Immer wieder ein offenes Ohr

Auf keinen Fall sie für irgendwas verurteilen

Mit ihr erarbeiten wie sie eine gute Beziehung für sich sieht, mit klaren Wünschen und klaren Red Flags und sie dann dazu bringen das ganze mal auf ihre aktuelle Beziehung umzudenken (in gaaanz kleinen Schritten)
Sehr behutsam, zu viel Realität lässt den Schutzschirm der Verdrängung hochfahren
 
W
Benutzer201614  (34) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #33
Anna1309
Benutzer166007  Sehr bekannt hier
  • #34
Wer sollte in diesem Fall diese Rollen einnehmen ?
Ich würde an deiner Stelle eben nicht den Retter spielen. Das könnte mitunter sogar eurer Freundschaft schaden, weil sie sich von dir abwenden könnte - nachhaltig ist das auch nicht.

Hilfe zur Selbsthilfe leisten - funktioniert nur, wenn man sich selbst nicht zu sehr emotional verstricken lässt und wenn du ihre Selbstwirksamkeit stärkst.


Wenn jemand zu dir kommt, sich über gewisse Dinge immer und immer wieder auslässt, dann nimmt die Person eben diese Opferrolle ein. Wenn du jetzt im Gegenzug den Retter spielst, dann "entmächtigst" du die Person im Grunde nur noch zusätzlich.

Wie ich schon schrieb: es gibt Gründe, warum sie in einer derartigen Beziehung steckt. Die müssen ihr selbst nur bewusst werden. Da hilft nur Selbstreflexion und hierfür kann man als Gesprächspartner durchaus dienlich sein.
 
micha43
Benutzer192508  (46) Öfter im Forum
  • Themenstarter
  • #35
Ich würde an deiner Stelle eben nicht den Retter spielen. Das könnte mitunter sogar eurer Freundschaft schaden, weil sie sich von dir abwenden könnte - nachhaltig ist das auch nicht
Ja da sind wir uns einig. Ich sehe mich auch nicht als Retter, viel mehr möchte ich unterstützen. Sie soll nie die Perspektive verlieren... Ich werde ihr ganz sicher nicht den Partner schlecht reden um sie aus seinen Fängen zu holen. Es ist richtig das das ganze nur von ihr ausgehen kann und muss. Sie muss es selber erkennen und verstehen was da passiert.
, dann nimmt die Person eben diese Opferrolle ein.
Guter Punkt, an dem man eben immer wieder betonen muss, das sie es in der Hand hat.. und das sie stärker ist als sie denkt. Ich werde ihr das sicher nicht abnehmen. Denn ich sehe es auch so daß es nicht nachhaltig wäre.
Wie ich schon schrieb: es gibt Gründe, warum sie in einer derartigen Beziehung steckt. Die müssen ihr selbst nur bewusst werden. Da hilft nur Selbstreflexion und hierfür kann man als Gesprächspartner durchaus dienlich sein.
Ganz genau.
 
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