Immer wieder verbale Ausraster

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C
Benutzer214440  (43) Klickt sich gerne rein
  • #1
Leider kommt es bei meinem Mann immer wieder zu verbalen Ausrastern wegen Kleinigkeiten. Er brüllt dann so laut herum, dass sich unser Sohn die Ohren zuhaelt.
Eine andere Reaktion ist einfach davonlaufen. Er ist zum Beispiel als wir bei meiner Mutter waren im Streit einfach mit dem Auto weggefahren und war nicht mehr erreichbar eine Zeit lang.
Ich habe mit ihm schon oft versucht zu reden.Er sagt, ich würde ihn provozieren.Aber das ist kein Grund herumzubruellen oder wegzurennen. Ich finde das auch für unseren Sohn belastend. Eine Paarberatung lehnt er ab.
Ich frag mich manchmal ob wir noch zusammen wären wenn wir kein Kind hätten und ich ein gesichertes Einkommen.
Was meint ihr?
 
Kartoffeltierchen
Benutzer182523  (35) Sehr bekannt hier
  • #2
Ich frag mich manchmal ob wir noch zusammen wären wenn wir kein Kind hätten und ich ein gesichertes Einkommen.
Und? Wärt ihr?

Was hält dich davon ab etwas an den Umständen deines Einkommens zu ändern? Hast du Unterstützung von außen?

Das Verhalten deines Mannes wird das verheilten deines Sohnes nachhaltig prägen. Jetzt und in späteren Beziehungen.
Das würde mir reichen um meine Entscheidung zu treffen.
 
C
Benutzer214440  (43) Klickt sich gerne rein
  • Themenstarter
  • #3
Und? Wärt ihr?

Was hält dich davon ab etwas an den Umständen deines Einkommens zu ändern? Hast du Unterstützung von außen?

Das Verhalten deines Mannes wird das verheilten deines Sohnes nachhaltig prägen. Jetzt und in späteren Beziehungen.
Das würde mir reichen um meine Entscheidung zu treffen.
Ich arbeite freiberuflich als Fremdsprachendozentin und betreue an Mittag unseren Sohn. Mit meinem Studium gibt es wenig feste Jobs leider.Ich könnte an einer Schule unterrichten. Aber das ist nichts für mich. Ich habe mein Ref nicht zu Ende gemacht, weil mir klar war, dass das nicht das Meine ist. Ich möchte an motivierte Personen Wissen vermitteln und nicht erziehen. (Zitat einer Lehrerin, die auch Zumba Trainerin ist, weil sie mal motivierte Leute haben will: Man kommt nicht viel zu Englisch.)

Eine Trennung ist auch für ein Kind nicht leicht. Es ist ja nur dieser eine Punkt.
 
Kartoffeltierchen
Benutzer182523  (35) Sehr bekannt hier
  • #4
Eine Trennung ist auch für ein Kind nicht leicht. Es ist ja nur dieser eine Punkt
Was glaubst du wie schwer es erst ist mit einem Vater zu leben vor dem man Angst hat und eine Beziehung vorgelebt zu bekommen die eigentlich schon lange nicht mehr funktioniert?


Wenn alles toll wäre würdest du nicht hier schrieben und über paartherapie oder Trennung nachdenken.

Zu bleiben wäre natürlich das einfachste. Aber da beste für dich und dein Kind? Das bezweifle ich.
 
V
Benutzer163532  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #5
Mein Vater war genauso. Das prägt ein Kind auf vielfache Weise sehr.

Findet dein Mann sein Verhalten denn okay oder würde er es selbst gerne ändern? Wieso lehnt er eine Paarberatung ab?
Für mich (!) wäre das nichts, was ich wiederholt so ertragen könnte.

Es ist ja nur dieser eine Punkt.
Dieser eine Punkt, der aber so schwer wiegt, dass du an Trennung denkst, eine Paarberatung wünschst und Hilfe in einem Forum suchst.
 
I
Benutzer65724  (42) Verbringt hier viel Zeit
  • #6
Seelische Gewalt kann auch sehr heftige Auswirkungen haben. Du solltest Dir Beratung holen (ggf. Jugendamt) und über eine Trennung nachdenken.
 
J
Benutzer199726  Sehr bekannt hier
  • #7
Ich empfehle dir das nicht runter zu spielen. Ich bin auch ab und jähzornig und das ist für Kinder ganz schlimm. Ich hatte als Kind furchtbare Angst vor meinem Vater.
Wenn ich gebrüllt habe erkläre ich den Kindern den Streit, lasse sie ihre Gefühle dazu äußern, vertrage mich VOR den Kindern mit meinem Partner und wir entschuldigen uns. Beim Partner und bei ihnen fürs Brüllen. Ab und an passiert das, wir sind alle Menschen. Aber dann muss man dafür die Verantwortung übernehmen.

Wenn er sagt, dass du Schuld bist wenn er schreit ist das leider Gaslighting in Reinform.

Jeder Mensch ist nur für sich selbst verantwortlich.

Bitte achtet gut auf euer Kind, das kann schlimme Schäden in der kleinen Seele verursachen.
 
BananaPlanter
Benutzer189054  (27) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #8
Wenn ich gebrüllt habe erkläre ich den Kindern den Streit, lasse sie ihre Gefühle dazu äußern, vertrage mich VOR den Kindern mit meinem Partner und wir entschuldigen uns. Beim Partner und bei ihnen fürs Brüllen. Ab und an passiert das, wir sind alle Menschen. Aber dann muss man dafür die Verantwortung übernehmen.
Sehr schöne Art mit solchen Situationen umzugehen. 100x besser als "nicht vor den Kindern!"
Streit ist hin und wieder auch in guten Beziehungen eine gesunde Sache und sich vor allen Beteiligten erklären und entschuldigen absolut wichtig! Schöne Erziehungsform :smile:


Ich frag mich manchmal ob wir noch zusammen wären wenn wir kein Kind hätten und ich ein gesichertes Einkommen.
Was meint ihr?
Ich meinte du und alle anderen hier kennen die Antwort... Wenn dein Partner nicht einmal Verantwortung für sein Handeln übernehmen kann und strikt einer Therapie abgeneigt ist, sehe ich da schwarz. Ich würde mich um eine Übergangslösung oder ähnliches für ein Einkommen kümmern und ihn dann vor die Wahl stellen. Entweder es wird am Verhalten gearbeitet oder du gehst.
 
U
Benutzer183259  (53) Verbringt hier viel Zeit
  • #9
Ich frag mich manchmal ob wir noch zusammen wären wenn wir kein Kind hätten und ich ein gesichertes Einkommen.
Meiner Meinung nach solltest Du Dich gerade WEGEN des Kindes trennen.
Was es da vorgelebt bekommt, ist eine Katastrophe...
 
fox79
Benutzer204515  (46) Verbringt hier viel Zeit
  • #10
Hat dein Mann schon immer diese verbalen Ausraster oder fing das erst später an, z.B. als euer Kind da war?
 
J27
Benutzer175612  (56) Meistens hier zu finden
  • #11
Leider kommt es bei meinem Mann immer wieder zu verbalen Ausrastern wegen Kleinigkeiten.
Dein Mann leidet unter einer permanenten Wut. Diese kann er ungehemmt an dir auslassen - das weiß er ganz ganz genau und er nutzt das ungeniert aus.

Du bist wie ein eingesperrtes Tier in einem Käfig, und ein Sadist kommt täglich vorbei und schlägt dich, weil er es kann und er weiß, du kannst eh nichts dagegen tun. Du würdest doch bei der ersten Gelegenheit ausbrechen und fliehen.

Ihr benötigt keine Paartherapie, sondern dein Mann braucht eine Einzeltherapie. Seine Wut zerstört euer gemeinsames Leben und auch sein persönliches Leben. Ihr müsst Mechanismen entwickeln, um in den Wutausbruch-Situationen eine Notbremsung durchführen zu können. Das können zum Beispiel vorher abgesprochene Safe-Words sein, die deinen Mann aus der Wutorgie abholen. Dafür gibt es in der Psychotherapie bewährte Mittel, diese kann er und du nur von einer Fachkraft erfahren.

Es gibt nur eine Voraussetzung: dein Mann muss eine Verbesserung der Situation wollen. Wenn er "kein Problem sieht", dann wird es nichts und du trennst dich besser. Egal ob du Geld hast oder dein Kind mit einer Trennung nicht belasten willst: Nach einer Trennung wird es dir und deinem Kind fundamental besser gehen. Als Mutter hast du auch die Pflicht, dein Kind zu beschützen. Wenn dein Kind mal erwachsen ist, wird es dich vielleicht fragen, "Mama, warum hast du uns damals nicht beschützt?"
 
LouisKL
Benutzer10752  Beiträge füllen Bücher
  • #12
Leider kommt es bei meinem Mann immer wieder zu verbalen Ausrastern wegen Kleinigkeiten. Er brüllt dann so laut herum, dass sich unser Sohn die Ohren zuhaelt.
Eine andere Reaktion ist einfach davonlaufen. Er ist zum Beispiel als wir bei meiner Mutter waren im Streit einfach mit dem Auto weggefahren und war nicht mehr erreichbar eine Zeit lang.

Ich bin in manchen Situationen ähnlich. Ich neige in Stress-Situationen zum Schreien, und ich neige dazu, zu fliehen, wenn mich etwas privat überfordert. Ich habe damit viele Jahre lang gehadert und mir Vorwürfe gemacht, denn ich habe es immer als einen eindeutig persönlichen Fehler interpretiert. In beruflichen Situationen und auch in ruhigen Situationen (und oft auch in besonders kritischen Situationen, wo es wirklich um schlimme Herausforderungen geht) bin ich nämlich unglaublich ruhig, empathisch, gelassen, und bekomme regelmäßig rückgemeldet, dass ich im Vergleich zu anderen Menschen sehr mitfühlend und umsichtig wäre. Warum also diese Wutausbrüche, warum bekomme ich mich im Privaten nicht unter Kontrolle? Das hat mich jahrelang beschäftigt und fertig gemacht.

Eine der möglichen Antworten (neben der bereits hier im Thread genannten Antwort, dass ich unterbewusst und reflexartig die Handlungen meines Vaters reproduziere) ist mittlerweile, dass ich eventuell mein ganzes Leben an undiagnostiziertem ADHS leide. Mein Sohn ist nämlich mittlerweile damit diagnostiziert, und die Gespräche, die wir mit Psychiatern und Therapeuten geführt haben, um ihm zu helfen und ihn zu unterstützen hatten in ganz vielen Momenten einen drastischen "Moment mal, mir geht es ja genauso!?"-Effekt. Nämlich unter anderem die fehlende Impulskontrolle in Stress-Situationen und die Frage, was und warum mich Dinge stressen (nämlich wenn zu viel gleichzeitig passiert und ich das nicht ausblenden kann, beruflich kann ich das super, weil ich einfach sagen kann "not my business"; privat als fürsorgender Vater kann ich das nicht).

Man muss immer aufpassen, dass man sich selbst nicht küchenpsychologisch diagnostiziert, aber mir hat das enorm geholfen, endlich in die richtige Richtung zu denken. Nicht mehr "komm schon du Idiot, du musst dich gefälligst besser im Griff haben!" und mehr hin zu "was brauche ich, was sollte ich tun, damit der Stress mich nicht überschwemmt".

Ich habe mit ihm schon oft versucht zu reden. Er sagt, ich würde ihn provozieren.

Das ist natürlich schlecht, denn dein Mann muss ganz dringend anfangen, die Antworten bei sich selbst zu suchen, nicht bei anderen. "Provozieren" ist ein schwammiger Begriff, der immer überall gut passt. Wenn ich gestresst bin, provoziert mich auch alles. Aber war es wirklich provokant, oder ist es mein Hirn, dass empfindlich reagiert? Und natürlich ist es meist Letzteres.

Ich finde das auch für unseren Sohn belastend. Eine Paarberatung lehnt er ab.

Warum lehnt er eine Paarberatung ab? Gefällt er sich in dieser Situation? Ist er der Meinung, dass dieses Verhalten in Ordnung ist? Oder "gerechtfertigt", weil er ja nicht "schuld" ist?

Du solltest ihm dringend deutlich machen, dass er mit seinem Verhalten seine Ehe, sein Kind, alles gefährdet. Eine Paarberatung oder eine Therapie bedeutet nicht, dass da jemand kommt und ihn "umerziehen" will (ich glaube, viele Menschen haben Angst vor sowas, weil sie sich nicht gerne erziehen lassen), sondern dass sie nur dazu da ist, ihm selbst zu helfen. Erziehen muss er sich am Ende selbst. Wenn er das natürlich nicht will, ist es schwierig. Aber kann die Lösung tatsächlich sein, einfach so weiterzumachen?

Ich frag mich manchmal ob wir noch zusammen wären wenn wir kein Kind hätten und ich ein gesichertes Einkommen.

Das klingt sehr düster, denn die Antwort lieferst du ja indirekt schon selbst. Vor allem aber lieferst du gleichzeitig eine düstere Prognose, welche Möglichkeiten du hast, ihn davon zu überzeugen, auf dich einzugehen.
 
C
Benutzer214440  (43) Klickt sich gerne rein
  • Themenstarter
  • #13
Hat dein Mann schon immer diese verbalen Ausraster oder fing das erst später an, z.B. als euer Kind da war?
Ich habe das Gefühl, dass es schlimmer geworden ist, vor allem seit er eine zusätzliche Aufgabe im Job hat. Es gibt auch Probleme mit seiner neuen Sekretärin, mit der er nicht zufrieden ist.
Natürlich ist ein Kind immer eine Belastungsprobe für die Ehe. Die ersten Jahre waren nicht einfach.Unser Sohn ist im September 2020 durch einen Notkaiserschnitt wegen Hellp Syndrom 2 Monate zu früh zur Welt gekommen. Bereits in der Schwangerschaft hatte ich große Angst, Corona zu bekommen, was dann noch schlimmer würde, als unser Sohn da war.
Er ist auch sehr klein (,3. Perzentile) und hat lange Zeit schlecht gegessen. Es wurde dann so ab 2 besser.Das hat mich sehr belastet.
Corona war sehr belastend für mich, weil ich große Angst vor einer Infektion hatte, kaum soziale Kontakte und auch meinen Sport im Fitnessstudio nicht machen könnte.
Wir hatten alle Corona. Es war unangenehm aber wir waren nicht im Krankenhaus.
Jetzt sehe ich das gelassener und trage nur in Risikosituationen, z.B. Wartezimmer beim HausArzt, eine Maske
Hat dein Mann schon immer diese verbalen Ausraster oder fing das erst später an, z.B. als euer Kind da war?

Hat dein Mann schon immer diese verbalen Ausraster oder fing das erst später an, z.B. als euer Kind da war?
 
M
Benutzer193947  (33) Verbringt hier viel Zeit
  • #14
Ihr benötigt keine Paartherapie, sondern dein Mann braucht eine Einzeltherapie.
Das war auch mein erster Gedanke bei diesem Thread. Das Problem liegt nicht in der Paarbeziehung, sondern in ihm selbst. Woher das kommt und was er da tun kann, muss er (ggf mit einer Fachperson) herausfinden. Nicht du oder ihr. Du kannst ihn da nur unterstützen, aber er scheint sich ja nicht ändern zu wollen.
 
Fessler
Benutzer147556  Meistens hier zu finden
  • #15
Ich neige in Stress- oder Frustsituationen auch gelegentlich dazu, emotional zu reagieren oder etwas Unüberlegtes zu sagen. Besonders wenn meine Laune nach einem anstrengenden Arbeitstag nicht gerade die beste ist.

Mein Tipp an deinen Mann: Tief durchatmen, die Situation setzen lassen und sich die Antwort gut und ruhig zu überlegen. Ganz wichtig: Die momentane Situation von dem vorher erlebten trennen. Sich bewusst sein, dass nicht immer nur die anderen schuld sind und dem Gegenüber aktiv zuhören.

Die Reaktion, dass er herumbrüllt und wegrennt, zeigt seine Hilflosigkeit wenn er die Situation nicht unter Kontrolle hat und Angst hat, sein Gesicht zu verlieren. Sich zurückziehen wenn es zuviel wird kann hilfreich sein, wegfahren und nicht mehr erreichbar sein geht aber gar nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
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fox79
Benutzer204515  (46) Verbringt hier viel Zeit
  • #34
Meine Meinung dazu ist nämlich: entweder du störst den Unterricht nicht oder du gehst.
Das wäre doch mal ne starke Ansage an deinen Mann...

Wir haben alle mal schlechte Tage, wir sind alle mal gestresst und wir sagen auch alle mal etwas, was wir besser nicht gesagt hätten und wahrscheinlich vergreifen wir uns auch alle mal im Ton.

Die Betonung liegt auf MAL! Wenn verbale Ausraster der Normalzustand werden, dann muss das unterbunden werden!
- "Unterhaltung" sofort abbrechen und den Raum verlassen, wenn möglich eben mit dem Hinweis auf später.
- Kind immer mitnehmen, verbale Gewalt sollte dem Kind erspart bleiben.

Sprich vielleicht auch mal mit dem Jugendamt. Da gibt es einiges an Möglichkeiten, z.B. kann es möglich sein, dass dein Mann ausziehen muss und du mit dem Kind im Familienheim verbleiben darfst, wenn er sich nicht im Griff hat...

Aber zunächst würde ich einfach immer jegliche Interaktion mit ihm abbrechen und gehen wenn er ausrastet.
 
I
Benutzer184272  Öfter im Forum
  • #39
Das Jugendamt würde ich da NIE reinziehen. Dadurch kann man eine Lawine lostreten.
Eine Option wäre: entweder du gehst einmal zur Psychologin mit bzw es kommt kein Geschrei mehr oder ich bin, wenn du das nächste Mal einen auf Bruellaffe machst, ein paar Tage mit unserem Sohn weg bei meiner Mutter.
Kann es sein, dass du sehr viele Vorurteile zum Dasein als Alleinerzeihende/getrennte Personen hast? In deinen Beiträgen lese ich zwischen den Zeilen viel Schubladendenken heraus

- Alleinerziehende sind arm
- Trennung schadet dem Kind
- das Jugendamt ist schlecht

Ich kann dir bestätigen, dass diese Vorurteile so nicht stimmen, zumindest nicht in den meisten Fällen.
Ich bin eine solche Alleinerziehende. Die Trennung ging damals von mir aus, da ich mit dem Verhalten meines Mannes nicht mehr klar gekommen bin und eine Veränderung von seiner Seite aus nicht gewünscht war.
Ich habe mich damals entschieden so nicht mehr leben zu wollen und bin gegangen.
Momentan arbeite ich Teilzeit und bin auf jeden Fall noch auf den Unterhalt angewiesen, aber das ist jetut nun mal so und irgenwann ändert sich auch das. Aber sonst bin ich finanziell unabhängig. Der Umgang miteinander und auch mit den Kindern ist viel besser geworden.
Direkt nach dem Auszug hat man schon eine Veränderung bemerkt. Wir wurden alle ruhiger.
Ich mag mein Leben mittlerweile so allein. Ich bin viel freier in meinen Entscheidungen.

Selbst wenn du dich nicht trennst, solltest du ein paar Dinge ändern, vor allem finanziell!
Kindergeld erstmal auf dein Konto, immerhin übernimmst du ja auch zum Großteil die Kinderbetreuung.
Ich würde auf jeden Fall versuchen die Selbstständigkeit auszubauen oder ggf noch einen Minijob annehmen, damit du etwas mehr Geld zur Verfügung hast. Bei 10-15h Selbstständigkeit wäre ja noch ein bisschen Luft.

Und auf keinen Fall würde es schaden sich mal beim Anwalt beraten zu lassen wie die Sachlage im Falle einer Trennung aussehen würde.
Und nein, das ist kein hintergehen, sondern informieren und das macht man ja auch bevor man sich z. B. ein Auto kaufen will.
 
J
Benutzer199726  Sehr bekannt hier
  • #63
Liebe TE, deine Argumente für die Beziehung lesen sich gerade gruselig.

Im Wesentlichen sind es wirtschaftliche Gründe und die Angst nicht alleine für dich und das Kind sorgen zu können. Das ist aber eigentlich normal.

Eine Trennung erfordert Mut und ist für alle Parteien immer eine wirtschaftliche Verschlechterung.

Schon alleine weil man zwei Haushalte hat. Wenn die Notwendigkeit besteht muss man den Weg aber gehen.

Ich bin als Kind in einem Elternhaus aufgewachsen mit viel Streit und verbalen Ausrastern meines Vaters.

Das hat mir definitiv massiv geschadet. Und einer Mutter, die uns Kindern deutlich sagte sie sei abhängig vom Vater und müsste bleiben. Das war nicht schön und hat mein späteres Leben geprägt und ich schaue in meiner Familie immer auf meine finanzielle Unabhängigkeit und bin tatsächlich nur aus Liebe mit meinem Mann zusammen.

Weil ich es eben als Kind anders erlebt habe und meinen Kindern ein gutes Vorbild zu sein ist mir wichtiger als alles andere auf der Welt.
 
M
Benutzer193947  (33) Verbringt hier viel Zeit
  • #100
Ja und. Ich bin auch nur ein Mensch. Ich strampel mich ab und es funktioniert nicht.
Du setzt dir Ideale, die du in deiner aktuellen Situation einfach nicht erreichen kannst. Kein Wunder, dass du so unendlich frustriert bist.
Warum hungerst du, anstatt zu lernen, dich selbst zu lieben - mit deinem Curvykörper, den viele Leute sicher sehr attraktiv finden?
Warum machst du dich kaputt, in einem Job etwas erreichen zu wollen, was einfach nicht geht, anstatt dich nach Alternativen zu erkundigen?

Du wirst nie aussehen wie Kate Moss; du wirst wohl keine unbefristete Festanstellung in deiner Stadt in deinem aktuellen Job bekommen. Ja. Aber du hängst dich so sehr an deine Opferrolle, dass du den Wald vor lauter Bäumen nicht siehst. Versuche zu akzeptieren, was du nicht ändern kannst und erst dann kannst du offen sein für etwas Neues.

Ich schreibe das übrigens nicht, um dich fertigzumachen, sondern um dich aufzurütteln. Weil ich glaube, dass du eine kluge, hübsche Frau bist, die einfach nur in einem Hamsterrad feststeckt und vielleicht einen Schubs da raus braucht.
 
Theoderich
Benutzer107327  (40) Planet-Liebe Berühmtheit
  • #108
Zumindest ist doch interessant, dass du dich bei dieser Gelegenheit "tough" verhalten hast (die meisten Mitschreiber incl. mir bewerten das eher als übergriffig), wo eine Frau am Rande beteiligt ist, auf die du - wie du sehr ehrlich erkannt hast - doch neidisch bist.
Und auf eine Art, die deinem Mann sehr (!) unangenehm und peinlich sein dürfte - mir wäre das an seiner Stelle jedenfalls sehr peinlich, dass jetzt die halbe Uni tratscht, wie krass ich wohl unter der Fuchtel meiner Frau stehe und dass meine Zusagen wohl nur noch verlässlich sind, wenn ich daheim um Erlaubnis gefragt habe oder so.

In dem Einzelbeispiel hätte ich jetzt gar nicht so das krasse Problem gesehen: Er verlässt diesen Zoomcall halt 15-20 min. eher und hat damit Puffer um euer Kind in Ruhe zu übernehmen und dass du halbwegs geordnet starten kannst.

Warum gelingt es dir hier jetzt, in einen Konflikt ihm gegenüber einzutreten, deine Grenzen sehr (!) klar durchzusetzen und dabei seine zu überschreiten - aber da, wo es so eindeutig scheint, dass sein Verhalten sehr daneben und destruktiv ist, geht das nicht? Woher kommt dieser Gegensatz?
 
Kartoffeltierchen
Benutzer182523  (35) Sehr bekannt hier
  • #113
Zumindest wurde der Termin verlegt. Es ist mir vollkommen egal, ob da jemand mit den Augen rollt. Fest steht, dass man nicht einfach Termine festsetzen kann ohne zu fragen. Und da hat der werte Herr Vizepräsident endlich mal Gegenwind bekommen.
Du hast so viel Wut auf andere, dabei betrifft die das garnicht.
Warum kannst du nicht mit dem gleichen Selbstbewusstsein deinem Mann gegenübertreten?
Bei ihm scheinst du ja plötzlich ganz klein mit Hut zu sein.
Und alle anderen drum herum dürfen deine Launen dann offenbar ausbaden.

Eine Hackordnung die so nicht ewig funktionieren wird denn früher oder später wird dich selbst jemand in deine Schranken weisen.


Konzentriere dich mal lieber auf das eigentliche Problem: deinen Mann der null Respekt vor dir zu haben scheint.
 
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Kartoffeltierchen
Benutzer182523  (35) Sehr bekannt hier
  • #119
Ich habe nur deutlich gemacht, dass ich meinen Kurs absagen muss wegen dieses Termins, was natürlich übertrieben ist und dass die Uni, die angeblich familienfteundlich ist, das in diesem Fall nicht ist.
Weißt du was da als einziges gedacht wird? „Warum kann die das nicht mit ihrem Mann klären?“

Und genau darum geht es. Warum kannst du das nickt? Warum trägst du Kämpfe mit Leuten aus die nichts dafür können?

Ich frage nochmal: warum kannst du das einfach nicht mit deinem Mann klären? Was soll die Uni denn dafür können wenn deinem Mann deine Freizeitaktivitäten egal sind?

Woher soll diese Uni wissen das du einen Kurs hast? Erwartest du ernsthaft das die das wissen? Sorry aber du nimmst dich offenbar viel zu wichtig.
Die Uni kann nichts dafür das du mit deinem Leben unzufrieden und von deinem Mann abhängiger bist als du sein müsstest.
 
Kartoffeltierchen
Benutzer182523  (35) Sehr bekannt hier
  • #121
Nochmal: Es ist mein Job. Ich unterrichte diesen Kurs. Es ist nicht mein Freizeitvergnügen.
Ich erwarte nicht dass die das wissen nur dass sie Termine absprechen. Für sowas gibt es Doodle.
Jede Familie ist voneinander abhängig wenn man Kinder hat
Nochmal: Dein Mann ist hier der der deinen Termin ignoriert hat.

Der Uni kann es egal sein, die geht davon aus das ihr beide eure Termine wie erwachsene planen und regeln. Hör auf immer einen Schuldigen zu suchen wenn das eigentliche Problem in Deiner Beziehung zu finden ist.
 
Duracellhäschen
Benutzer211462  (43) Verbringt hier viel Zeit
  • #134
Natürlich schwingt bei dem Thema Uni noch einiges an Frust bei mir mit, weil meine Stelle damals nicht entfristet wurde, obwohl man mir Hoffnung gemacht hat.
Dann ist das Motiv für deine Aktion doch klar. Rache an der Uni. Oder womöglich direkt am
werte Herr Vizepräsident
, sofern der bei deiner Nicht-Entfristung beteiligt war?

Dein Perfektionismus, den Du weiter vorne angesprochen hast, ist aus meiner Erfahrung ein echtes Problem. Menschen mit perfektionistischen Tendenzen würde ich unterstellen, dass sie zum einen fehlerfrei sein wollen, damit sie nicht wegen Fehlern abgelehnt werden und aus der Bindung geworfen werden können (Bindung hier im Sinne von Bindung als Grundbedürfnis).

Darunter kann ein schwaches Selbstwertgefühl und ungünstige Glaubenssätze liegen. Wie selbst-wert und selbst-bewusst fühlst du dich?

Das zweite Problem ist, dass Perfektionismus unglaublich lähmt. Nichts ist gut genug, eine 90% Lösung (wie zum Beispiel, das Kind wird mal eine Viertelstunde nicht mit 100% Aufmerksamkeit betreut) ist undenkbar. Dinge einfach auszuprobieren, auch wenn es schief gehen kann, und sich dann spontan an die Situation anzupassen ist unmöglich.
Wenn dazu perfektionistische Ansprüche an Partner und Menschen um einen rum gestellt werden, erstickt das aus meiner Erfahrung ne Menge Problemlösungskompetenzen, ganz zu schweigen von Lebensfreude und Leichtigkeit.

Das muss nun alles nicht auf dich zutreffen, aber falls du dich darin wiedererkennst, nimm es als Gedankenanstoß: gewinnst du etwas, wenn du deinen Perfektionismus etwas loslässt?
 
axis mundi
Benutzer172636  Planet-Liebe-Team
Moderator
  • #145
Ich versuche es mal anders:
Wohlwollender Blick.
Für mich wirkst du hier im Forum wie eine sehr frustrierte mittelalte Frau, die im Leben außerhalb des Forums öfters zu kurz kommt, die mittlerweile in verhärteten Strukturen verhaftet ist, in denen sie sich weder wohlfühlt, noch in denen sie auf Dauer gesund bleiben kann. Eine Person, die durchaus geleistet hat und auch immernoch hart arbeitet, die aber zunehmend weniger Erfolge verzeichnet, häusliche Probleme (ein Euphemismus) hat und deren Frust sich derzeit in Ärger und Wut bricht, was sich auf verschiedenen Ebenen zeigt: im Abnehmthread, in dem du anderen Userinnen deine Wahrnehmung gefühlt „aufbügelst“ und dich dann darauf beruhst, nur offen zu kommunizieren oder auch hier, wo du dir einen sprichwörtlichen Scheinsieg herbeiholst und dich selbst highfivest, weil du gegen die Uni, an der du nicht mehr arbeiten konntest (was womöglich zu einem beendeten Lebenslauf geführt hätte), und eine Frau, auf die du einen gewissen Neid hast, „gewonnen“ hast. Du wirkst smart, du weißt mit Sicherheit, dass dein Mann auch etwas gegen diesen Termin hätte tun können — insbesondere weil deine Tätigkeit und deine Unabhängigkeit daran hängen — und er hat sich wieder nicht darum geschert. Wieder mal bist du der Fußabtreter, bei dem man auch den letzten Puffer aufbrauchen kann. Ich verstehe deinen Frust. Ich verstehe deine Wut und ich verstehe deine Angst.
Und ich sehe eine Frau, die viel im Kopf hat, die Biss hat und die sich gerade viel zu sehr an Nebenschauplätzen abrackert, weil sie selbst schon genau weiß, dass sie die Ressourcen, um ihre Situation zu verändern, selbst in der Hand hat. Niemand anderes kann dein Kind vor deinem Mann und den Schäden, die eine Kindheit in einem solchen Haushalt hat, derzeit schützen außer dir. Niemand anderes kann dich derzeit schützen, wenn du nicht rausgehst. Auch anbrüllen ist Gewalt und häusliche Gewalt ist tückisch, weil sie schambehaftet ist und weil die Bilder von „Opfern“, die wir in unserem Kopf haben, schädlich sind. Niemand will Opfer sein.

Also nochmal zurück: Ja, du hast zugenommen. Du bist im Moment finanziell und wahrscheinlich auch ein Stück weit emotional abhängig von einem gewalttätigen Partner. ABER: Du hast einen Abschluss. Du kannst arbeiten (und im Moment haben wir einen Arbeitnehmermarkt, gegebenenfalls geht es auch temporär unter der eigenen Qualifikation) und du hast mehr als nur dein Leben und dein Glück, für das du kämpfen würdest.

Was ich dir nahelegen würde: Gibt es Menschen, die du wirklich einfach nett findest? Also vielleicht komisch für dich, weil sie weniger Maske in der Öffentlichkeit tragen, die aber einfach nur freundlich sind? Falls ja: Sprich mit diesen Menschen. Gib dir die Chance, hinter Fassaden zu sehen und nutze das, um auch dich zu öffnen. Nimm‘ die Wertschätzung von außen mit. Das tut gut und hilft, dass du deine innere Stärke auch wieder realisierst.
Manchmal helfen auch klassische Anlaufstellen wie Sprechstunden für Menschen, die häusliche Gewalt erlebt haben oder erleben. Du wirst dich dort wahrscheinlich erstmal nicht wohlfühlen. Das ist okay und „normal“ — auch wenn sich die Leute vor Ort meistens größte Mühe geben, dass es nicht so ist.
Du wirst dort merken, dass es nicht dein persönliches Versagen ist. Du bist aber verantwortlich dafür, aus dieser Situation rauszukommen. Das wird dein brüllender Mann nicht tun. Für ihn ist es angenehm und er kann bei dir das rauslassen, was er über den Tag hinweg schluckt und sich dadurch aufwerten.

Und zum beruflichen Problem: Werde kreativ und finde deine Nische. In meinem Freundeskreis werden oftmals Jobs verbunden und dann wird nebenher als Hobby gearbeitet, was dann als Freizeit zählt, aber auch dem Aufbau von kleineren Sachen dient.
Ein Beispiel: Wie wäre es denn mit dem Hosting von einem Stammtisch, bei dem man seine Sprachkenntnisse verbessert oder zum Beispiel Sprachtraining auf dem Spielplatz für Eltern, die nach der Elternzeit wieder durchstarten wollen?
Oder dass du Führungskräfte schulst, die als Expats nach Deutschland gekommen sind?
Je nach Region gibt es verschiedene Möglichkeiten und vielleicht findest du etwas, das passt.
 
S
Benutzer21564  Verbringt hier viel Zeit
  • #154
Leider kommt es bei meinem Mann immer wieder zu verbalen Ausrastern wegen Kleinigkeiten. Er brüllt dann so laut herum, dass sich unser Sohn die Ohren zuhaelt.
Eine andere Reaktion ist einfach davonlaufen. Er ist zum Beispiel als wir bei meiner Mutter waren im Streit einfach mit dem Auto weggefahren und war nicht mehr erreichbar eine Zeit lang.
Ich habe mit ihm schon oft versucht zu reden.Er sagt, ich würde ihn provozieren.Aber das ist kein Grund herumzubruellen oder wegzurennen. Ich finde das auch für unseren Sohn belastend. Eine Paarberatung lehnt er ab.
Ich frag mich manchmal ob wir noch zusammen wären wenn wir kein Kind hätten und ich ein gesichertes Einkommen.
Was meint ihr?

Liebe catlady81,
ich möchte Dir auf keinen Fall zu nahe treten, aber die Konstellation: "Ehefrau provoziert ihren Ehemann" ist kein unbekanntes.
Manche Frauen bemerken es gar nicht, dass sie ihren Mann provozieren.
Teilweise wird die Frau durch Ratschläge von ihren Freundinngen noch dazu ermutigt, ihr provozierendes Verhalten ihrem Ehemann gegenüber auszuleben.
Durch fehlende Reflektion wird das dann noch verstärkt.

Aber ganz klar, ich möchte die Ausraster von Deinem Ehemann damit nicht gut heissen.
Das ist natürlich kein gutes und professionelles Verhalten, auch nicht im Beisein Eures gemeinsamen Sohnes. Das sollte er auf jeden Fall unterlassen. Für die Psyche für den Sohn ist sein Verhalten nicht gut, und natürlich auch nicht für Deine Psyche.

Wenn Dein Mann solch einen Ausraster hatte, wie lange dauert es dann bis ihr wieder einen normalen Umgang miteinander habt? Wie lange dauert es bis ihr wieder ein aktives Intimleben habt ?
 
Weseraue
Benutzer192870  (54) Verbringt hier viel Zeit
  • #155
Liebe catlady81,
ich möchte Dir auf keinen Fall zu nahe treten, aber die Konstellation: "Ehefrau provoziert ihren Ehemann" ist kein unbekanntes.
Manche Frauen bemerken es gar nicht, dass sie ihren Mann provozieren.
Teilweise wird die Frau durch Ratschläge von ihren Freundinngen noch dazu ermutigt, ihr provozierendes Verhalten ihrem Ehemann gegenüber auszuleben.
Durch fehlende Reflektion wird das dann noch verstärkt.

Aber ganz klar, ich möchte die Ausraster von Deinem Ehemann damit nicht gut heissen.
Du willst jetzt aber nicht sagen, dass ihre Provokationen der Grund für seine Ausraster sind, oder?
Ich entscheide schon selbst, ob ich mich provozieren lasse. Im Prinzip gibst du der TS eine Mitschuld an seinem Verhalten. Aber wer so wie er reagiert, in Gegenwart von einem Kind, hat große Probleme mit seiner Impulskontrolle.

Von daher finde ich deine Aussage echt befremdlich, von wegen Frauen merken nicht wie sie provozieren... schöne Erklärung für die Männer, die ausrasten.
 
A
Benutzer218895  (42) Klickt sich gerne rein
  • #157
reed
Benutzer116134  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #158
"Ehefrau provoziert ihren Ehemann" ist kein unbekanntes.
Manche Frauen bemerken es gar nicht, dass sie ihren Mann provozieren.
Komisch, dass diese Männer bei der Arbeit nicht ausrasten, wenn sie provoziert werden. Man könnte fast meinen, es wäre doch eine Entscheidung.
 
Duracellhäschen
Benutzer211462  (43) Verbringt hier viel Zeit
  • #159
Liebe catlady81,
ich möchte Dir auf keinen Fall zu nahe treten, aber die Konstellation: "Ehefrau provoziert ihren Ehemann" ist kein unbekanntes.
Lieber S Sega66 , ich möchte dir auf keinen Fall zu nahe treten, aber bitte beschäftige dich doch mal gründlich mit dem Thema häuslicher Gewalt, Gründen dafür, der dunklen Triade und Traumabindungen.

Die Konstellation Mann mit psychopathischen oder malignen narzisstischen Verhaltensweisen terrorisiert völlig grundlos! seine Familie ist keine Unbekannte. Ebenso toxisch wie normal ist es, dass der Mann einfach schreien und Gewalt ausüben will, und jedes Verhalten von Kind und Frau, egal wie vorsichtig und liebevoll, als Vorwand für den nächsten Ausraster genommen wird.

Zu implizieren, das Opfer trüge die Schuld an der Gewalt, ist Täter-Opfer-Umkehr in Reinkultur.

Der Rest, den ich mir dazu denke, ist zensiert. :realmad::kopfwand::argh:
 
Zuletzt bearbeitet:
S
Benutzer218574  (34) Ist noch neu hier
  • #160
Off-Topic:
Vor allem 5 Monate später und dann nur auf den Eingangspost eingehend. Mansplaining at its best 😂
 
schuichi
Benutzer135918  Sehr bekannt hier
  • #161
Liebe catlady81,
ich möchte Dir auf keinen Fall zu nahe treten, aber die Konstellation: "Ehefrau provoziert ihren Ehemann" ist kein unbekanntes.
Manche Frauen bemerken es gar nicht, dass sie ihren Mann provozieren.
Teilweise wird die Frau durch Ratschläge von ihren Freundinngen noch dazu ermutigt, ihr provozierendes Verhalten ihrem Ehemann gegenüber auszuleben.
Durch fehlende Reflektion wird das dann noch verstärkt.

Aber ganz klar, ich möchte die Ausraster von Deinem Ehemann damit nicht gut heissen.
Das ist natürlich kein gutes und professionelles Verhalten, auch nicht im Beisein Eures gemeinsamen Sohnes. Das sollte er auf jeden Fall unterlassen. Für die Psyche für den Sohn ist sein Verhalten nicht gut, und natürlich auch nicht für Deine Psyche.

Wenn Dein Mann solch einen Ausraster hatte, wie lange dauert es dann bis ihr wieder einen normalen Umgang miteinander habt? Wie lange dauert es bis ihr wieder ein aktives Intimleben habt ?
Also selbst wenn ich es kenne dass es bestimmte Trigger gibt diese meine Impulskontrolle schneller bei Seite schieben lassen. aber das ist doch die Härte die gehst hier mit einer primären Täter Opfer Umkehr rein in die Geschichte. Er hat ein Problem damit und muss daran arbeiten das in den Griff zu bekommen. Ich lese hier keinesfalls dass sie da absichtlich dauernd ihn provoziert.
Du realtivierst hier gerade häusliche Gewalt.

Da reagiere ich recht heftig darauf.
 
S
Benutzer21564  Verbringt hier viel Zeit
  • #162
@suichi jetzt mach mal laaaangsam, und greife nicht ganz sooo weit ins obere Regal.
mal wieder ein Beispiel (und die vorherigen 6 Posts auch) dafür, wie geschriebener Text falsch interpretiert wird.

P.S. Deine Fußnote: "Dieser Beitrag ist ein subjektiver Eindruck eines Mannes der nicht der Norm entspricht !" habe ich erst beim zweiten durchlesen entdeckt.


Und darüberhinaus, wenn ich diese Facette:
"Teilweise wird die Frau durch Ratschläge von ihren Freundinngen noch dazu ermutigt, ihr provozierendes Verhalten ihrem Ehemann gegenüber auszuleben.
Durch fehlende Reflektion wird das dann noch verstärkt."

nicht schon selbst in real-live persönlich erlebt hätte, würde ich es hier nicht erwähnen

Von daher, bitte keine pauschalen Urteile!

Und auf gar keinen Fall, wollte ich Dinge wie "häusliche Gewält" in den Kontext von Euphemismus bringen.
Nein, häusliche Gewalt war nicht in meinen Gedanken von meinem ersten Post von heute Nachmittag dabei.
 
Zuletzt bearbeitet:
Duracellhäschen
Benutzer211462  (43) Verbringt hier viel Zeit
  • #163
Ich bin mal so nett und pack dir die Wikipedia-Definition von Provokation rein: Provokation [...] bezeichnet das gezielte Hervorrufen eines Verhaltens oder einer Reaktion bei anderen Personen. Hierbei agiert der Provokateur bewusst manipulativ oder unbewusst in einer Weise, dass die provozierte Person [...] ein tendenziell erwünschtes Verhalten zeigt.

Sobald du das Wort Provokation nutzt, seh ich gar keine andere Lesart, als dass du der Frau unterstellst, sie hätte die Reaktion ihres Mannes ja so gewollt und womöglich bewusst herbeigerufen. Das Problem ist, dass das ne verdammt bequeme Deutungsweise für Täter ist. Sie wollte es ja so. Sie hätte mich ja nicht "provozieren" müssen. Wenn jetzt aber mein Partner jedesmal ausflippt wenn ich ihm sage, dass mich seine Socken auf dem Boden nerven, dann provoziere ich ihn nicht, wenn ich ihm das erneut sage. Sondern ich formuliere das als ein Bedürfnis nach Ordnung meinerseits. Er hingegen nutzt sein Ausflippen ganz gezielt, um die Frau davon abzubringen, ihre völlig gerechtfertigten Bedürfnisse zur Sprache zu bringen. Was du da live erlebt und als Provozieren gedeutet hast, war vermutlich was völlig anderes. Leider gibt es in der Geschichte ein ganz lange Historie, wie Frauen mit genau solchen Manipulationen klein gehalten und ihre Bedürfnisse ignoriert wurden und werden.
Und deswegen finden viele hier es so falsch, von Provozieren zu sprechen. Wir haben dich nicht falsch verstanden, wir haben dich völlig richtig verstanden. Wir haben schlicht eine andere Meinung dazu.

Und selbst wenn sie ihn absichtlich provoziert hätte, ist es trotzdem nicht ihre Schuld oder Verantwortung wenn er daraufhin ausflippt und verbal aggressiv wird. Selbst wenn sie manipulativ und fies wäre, ist Gewalt jeglicher Art keine Lösung. Nie. Dann muss er sich trennen oder andere Lösungen finden. Menschen die regelmäßig wegen Nichtigkeiten brüllen wollen Macht und ihre Mitmenschen unterdrücken, so einfach ist das. Sie sollte wirklich keinesfalls ermutigt werden, sich noch mehr an ihn anzupassen, weil das zu noch mehr Gewalt führen wird. Das ist die Dynamik in so toxischen Beziehungen. Sie sollte ermutigt werden, für sich einzustehen und idealerweise zu gehen.

Nein, häusliche Gewalt war nicht in meinen Gedanken von meinem ersten Post von heute Nachmittag dabei.
Und da sieht man halt mal wieder, dass du dich in der Thematik nicht auskennst. Verbale Gewalt geht körperlicher Gewalt häufig voraus. Das sind nicht zwei völlig unterschiedliche Sachen, von denen das eine harmlos ist und das andere nicht. Zum einen ist verbale Gewalt für sich schon massiv schädlich und traumatisierend, zum zweiten ist das ein fettes Warnsignal, dass weitere Gewalt auch in körperlicher Form bald folgen könnte oder schon passiert.
 
Weseraue
Benutzer192870  (54) Verbringt hier viel Zeit
  • #164
Und darüberhinaus, wenn ich diese Facette:
"Teilweise wird die Frau durch Ratschläge von ihren Freundinngen noch dazu ermutigt, ihr provozierendes Verhalten ihrem Ehemann gegenüber auszuleben.
Durch fehlende Reflektion wird das dann noch verstärkt."

nicht schon selbst in real-live persönlich erlebt hätte, würde ich es hier nicht erwähnen

Von daher, bitte keine pauschalen Urteile!
Aha, verstehe...dann ist seine Reaktion doch in Ordnung...kann er ja nichts dafür, wenn sie provoziert wird. 🙄

Gerne nochmal: Ich entscheide selbst, ob ich mich provozieren lasse und wie ich reagiere. Rumschreien und das auch noch in Gegenwart eines Kindes, macht mich zu einem ziemlich kleinen Würstchen.
By the way...hast du irgendwelche Anhaltspunkte, dass etwaige Freundinnen sie dazu animieren?
 
fox79
Benutzer204515  (46) Verbringt hier viel Zeit
  • #165
Ich kenne das Szenario mit der Provokation durchaus auch.

Die Ansprüche an Partnerschaft und zusammenleben sind naturgemäß unterschiedlich und wahrscheinlich wir ein Partner höhere Ansprüche an das Zusammenleben haben, als der andere. Das weckt eine gewisse Unzufriedenheit!

Der unzufriedene Partner hätte an dieser Stelle die Möglichkeit sich damit a) zu arrangieren, b)gemeinsam mit dem Partner auf eine konstruktive Lösung hinzuarbeiten oder c) zu meckern.

a) und b) sind hier augenscheinlich nicht, oder nicht ausreichend behandelt worden, daher wohl c).

Einer der Partner ist also viel am meckern und natürlich provoziert das den anderen in zunehmendem Maße.

Jetzt hat der andere Partner die Möglichkeit c-a) mit dem Partner eine gemeinsame, konstruktive Lösung zu suchen oder c-b) es hinnehmen und aushalten.

Bei c-a) wäre wohl alles friedlich verlaufen, daher sind wir wohl bei c-b)

Der permanent kritisierte Partner gibt dich wahrscheinlich Mühe es dem anderen Partner irgendwie recht zu machen oder hat in seinem Bemühen bereits resigniert.

Leider führt weder das Bemühen, noch das Resignieren zu einem Verstummen der Kritik / des Gemeckers.
Irgendwann, ist die Geduld erschöpft und das Kritisieren muss unterbunden werden.

Möglicherweise verlässt man dann das Szenario, was nicht immer möglich ist und nicht immer zugelassen wird oder es kommt eben zu einer verbalen Eskalation.

Was jetzt als verbale Eskalation empfunden wird ist sicher individuell sehr unterschiedlich.

Ich kann an dieser Stelle nicht eindeutig sagen wer jetzt an einer verbalen Eskalation die Schuld trägt, derjenige der provoziert oder derjenige der sich provozieren lässt.

Tatsache bleibt, es beginnt mit Unzufriedenheit und da sollte man ansetzen.
 
S
Benutzer21564  Verbringt hier viel Zeit
  • #166
Duracellhäschen Duracellhäschen

es mag Deine Vorstellungskraft womöglich nicht hergeben, dass eine Frau an ihrem Partner verbale Gewalt ausübt.
Und ich möchte Dich in Deiner Aussage: "Und da sieht man halt mal wieder, dass du dich in der Thematik nicht auskennst." nicht kritisieren, aber ich weiss sehr wohl und ganz genau was ich erlebt und durchlebt habe!

Diese Unterhaltung seit Gestern hier, für mich mal wieder ein Beweis dafür, wenn das geschriebene Wort hier nicht dem Klischee und Mainstream entspricht was die geneigte Leserin / der geneigte Leser so gewöhnlich erwartet, dann teilen sie aus.
 
S
Benutzer21564  Verbringt hier viel Zeit
  • #167
Ich kenne das Szenario mit der Provokation durchaus auch.

Die Ansprüche an Partnerschaft und zusammenleben sind naturgemäß unterschiedlich und wahrscheinlich wir ein Partner höhere Ansprüche an das Zusammenleben haben, als der andere. Das weckt eine gewisse Unzufriedenheit!

Der unzufriedene Partner hätte an dieser Stelle die Möglichkeit sich damit a) zu arrangieren, b)gemeinsam mit dem Partner auf eine konstruktive Lösung hinzuarbeiten oder c) zu meckern.

a) und b) sind hier augenscheinlich nicht, oder nicht ausreichend behandelt worden, daher wohl c).

Einer der Partner ist also viel am meckern und natürlich provoziert das den anderen in zunehmendem Maße.

Jetzt hat der andere Partner die Möglichkeit c-a) mit dem Partner eine gemeinsame, konstruktive Lösung zu suchen oder c-b) es hinnehmen und aushalten.

Bei c-a) wäre wohl alles friedlich verlaufen, daher sind wir wohl bei c-b)

Der permanent kritisierte Partner gibt dich wahrscheinlich Mühe es dem anderen Partner irgendwie recht zu machen oder hat in seinem Bemühen bereits resigniert.

Leider führt weder das Bemühen, noch das Resignieren zu einem Verstummen der Kritik / des Gemeckers.
Irgendwann, ist die Geduld erschöpft und das Kritisieren muss unterbunden werden.

Möglicherweise verlässt man dann das Szenario, was nicht immer möglich ist und nicht immer zugelassen wird oder es kommt eben zu einer verbalen Eskalation.

Was jetzt als verbale Eskalation empfunden wird ist sicher individuell sehr unterschiedlich.

Ich kann an dieser Stelle nicht eindeutig sagen wer jetzt an einer verbalen Eskalation die Schuld trägt, derjenige der provoziert oder derjenige der sich provozieren lässt.

Tatsache bleibt, es beginnt mit Unzufriedenheit und da sollte man ansetzen.

fox79 fox79
sehr interessante Gedankengänge die Du hier verfasst hast.
m.E. hast Du es mit dem Schlusssatz gut auf den Punkt gebracht, wo die beiden Betroffenen ansetzen sollten, sofern beide damit ehrlich mit umgehen und dazu bereit sind.
 
Spiralnudel
Benutzer83901  (40) Planet-Liebe-Team
Moderator
  • #168
Wir müssen kein Thema nach monatelangem Schweigen wiederbeleben, um ohne TS zu diskutieren.
 
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