
Benutzer79820
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- #1
Hallo liebe Userinnen und User,
lange ist es her, dass ich mich an euch gewendet habe.
Mir ist selbst nicht so ganz klar, warum ich das überhaupt mache, vielleicht um das ganze besser verarbeiten zu können und das wohl doch nicht spurlos an mir vorbeigegangen ist. Oder einfach nur um meine eigene Einstellung zu überdenken und die Gelegenheit nutzen möchte zu reflektieren, mit Hilfe von der ein- oder anderen Sichtweise.
Ich weiß nicht so recht wo ich anfangen soll.... Wenn ich jetzt selbst darauf antworten würde, würde ich vermutlich sagen, am Anfang
Also gut...
Im November habe ich durch einen Freund von mir zufällig eine Dame kennen gelernt, die mir bis dato persönlich unbekannt war. Wir haben uns recht schnell gut verstanden, zumindest war das mein Eindruck. Zwar stellte sich an dem Abend heraus, dass die besagte Dame einige Probleme hat und einige Stunden später sogar angefangen hat, deswegen zu weinen, allerdings dachte ich mir nichts weiter dabei. Weil jeder Mensch zu einem beliebigen Zeitpunkt mal eine kleine Krise haben kann, in der man verzweifelt und traurig ist. Zunächst war ich überrascht, da man die restliche Zeit zuvor mit einen lustigen Tag zu dritt verbracht hat und dieser Umschwung nicht vorherzusehen war.
Das trug jedoch dazu bei, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt als Sie in Tränen ausbrach mein reserviertes und distanziertes Verhalten ihr gegenüber aufgab und versuchte, nachdem das mehr oder weniger erfolgreich mein Kumpel getan hat, mich mit ihrem Problem zu befassen und mein möglichstes zutun, sie ein wenig zu trösten. Was letztendlich auch geklappt hat.
[An dem Abend ging es darum, dass sie aufgrund der Probleme um sie herum, anfängt nicht mehr richtig zu essen und auch deswegen viel abgenommen hat. Und um ihre letzte Beziehung mit ihrem Exfreund, der Krebs und wohl nicht mehr all zulange zu leben hat. Dabei ist die Rede von Monaten oder eventuell 1-2 Jahren, genau kann man es wohl nicht sagen. In der Zeit mit ihrem Exfreund, mit dem sie 2 Jahre zusammen war, kam nach etwa einem halben Jahr heraus, das der Exfreund mit 35 Jahren an Krebs erkrankt ist. Die beiden sind übrigens aktuell seit knapp einem halben Jahr getrennt… Sie kümmerte sich aufopferungsvoll um ihren Exfreund, der sogar einen künstlichen Darmausgang hatte, was auch bedeutet, dass viel Pflege und Aufwand notwendig ist, um einen Menschen in so einer Situation Unterstützung und Halt zu geben. Sie gab sogar deswegen ihren Job auf. Sie hätte es sich auch einfach machen können, indem Sie aus der Situation und der Belastung für eine Beziehung sich aus dem Staub macht.
Was ich jedoch nicht in Ordnung seitens des Exfreundes fand war, dass in dieser Zeit der Erkrankung, ihr Exfreund dem Anschein nach, zu einem wahren Monster mutiert ist, mir ist jedoch nicht klar, ob aus Verzweiflung oder anderen Motiven, dennoch bleibt es für mich letztlich unentschuldbar. Und zwar brach er ihr in dieser Zeit einmal die Nase (Faustschlag ins Gesicht) und ein anderes Mal auch noch ein paar Rippen. Zudem erpresste er Sie und noch einiges mehr.
Sie litt darunter, weil sie nicht wusste, ob Sie ihr damaliges Versprechen dem Exfreund gegenüber halten sollte, ihn egal was passiert zu unterstützen oder es lassen soll.]
Als ich nun am Abend heimkam, plagte mich mein schlechtes Gewissen, da ich das Gefühl hatte, mich unangebracht in ein Thema eines Menschen eingemischt zu haben, was dann jedoch urplötzlich unterbrochen wurde von dem Anruf meines Kumpels, der bei dem Abend dabei gewesen war. Er war sehr dankbar dafür, dass ich letztlich so gelassen auf die Situation und den Gefühlsausbruch reagiert habe, da er sich diesbezüglich darum während wir zu dritt redeten sorgte…. Er war der Meinung, dass ich vieles auf den Punkt gebracht habe und dabei wollten er und ich es dann auch für den Abend und dem geschehenen belassen.
Ein Tag später, meldete sich die Dame bei mir und bedankte sich dafür, dass ich ihr zugehört hatte und es entwickelte sich zunehmend mehr Kommunikation zwischen uns. Nach einer Woche beschlossen wir uns einmal zu treffen um etwas gemeinsam zu unternehmen, der ganze Abend endete jedoch schließlich in der Kiste. Was ich irgendwo ein wenig irritierend fand....
[Denn zuvor hat mir mein Kumpel anvertraut, dass bei der besagten Dame noch viel mehr Probleme im Hintergrund lauern und zwar ist Sie wohl mit 19 von ihrem Opa sexuell missbraucht (weswegen Sie auch in psychologischer Behandlung war) worden und die eigene Familie macht ihr, statt dem Opa den Vorwurf bzw. bezichtigen Sie das sie sich das nur eingebildet habe. Um das Thema dann so einfach unter den Tisch zu kehren zu können. Seit ihrem 19. Lebensjahr ist Sie übrigens von zuhause abgehauen und zog zunächst in ein Frauenhaus. Danach lebte Sie von nun an in einer eigenen Wohnung. ]
Nach einigen Wochen fingen wir an, über das Thema Beziehung zu reden, da wir oft Zeit miteinander verbrachten und sich das Thema einfach so ergeben hat. Ich sagte ihr, dass ich mir grundsätzlich eine Beziehung vorstellen könnte und mir auch wünsche, Sie erwiderte das gleichermaßen und stellte außerdem klar, dass Sie keine Person für etwas lockeres sei.
Da ich normalerweise meine Beziehung ohne jedigliche Einflüsse der Vergangenheit zu führen pflege, war ich etwas verunsichert, was Sie und ihren Exfreund betrifft und wollte zunächst erst einmal abwarten, wie Sie mit dem ganzen wirrwar umgeht. Da ich noch nicht einordnen konnte, ob die Dame gefühlsmäßig wirklich über ihren Exfreund hinweg ist oder nicht. Hinzu kam die Problematik, dass es eine besondere Situation ist, da es sich hier um einen Menschen handelt, der wohl bald sterben wird.
Zusätzlich beunruhigte mich, dass der Exfreund wohl einen negativen Einfluss auf die Dame nahm und Sie sozusagen zum exzessiven Kiffen animierte, während die beiden 1,5 Jahre zusammen lebten. Drogen sind zwar nicht mein Ding, aber jeder soll das machen, was er für richtig hält, in ihrem Fall machte ich mir nur Sorgen, da Sie auf mich nicht sehr gefestigt wirkte. Was man nach so einer Vergangenheit irgendwo nachvollziehen kann.
Mit der Zeit fiel mir auf, wie präsent der Exfreund noch in ihrem Leben ist und was für Auswirkungen das auf ihren Gemütszustand und ihren Körper auch gesundheitlich hatte. Ob nächtliche Terroranrufe oder zig tausende von Mitteilungen und Anschuldigungen, ständig wollte der Exfreund im Mittelpunkt stehen, egal zu welcher Uhrzeit. Die Folgen waren danach meist Nierenschmerzen, Magenkrämpfe oder sonstige psychosomatischen Symptome.
Um die Weihnachtszeit riss dann zum ersten Mal mein Geduldsfaden, denn ursprünglich planten wir, gemeinsam Weihnachten zu verbringen, was jedoch zeitlich von beiden Seiten nicht wirklich gut organisiert war. Also telefonierten wir und während wir so telefonierten, erzählte sie mir, dass Sie gerade unterwegs ist, auf Nachfrage wohin Sie denn gehe, sagte Sie zu den Eltern von ihrem Exfreund. Da sie schon vor Monaten für die Eltern Geschenke gekauft hätte, die sie unbedingt persönlich vorbeibringen wollte. Zwar ahnte ich schon was darauf hätte folgen könnte, blieb erstmal ruhig... Als ich Sie jedoch zwischenzeitlich versuchte zu erreichen, zwecks der gemeinsamen abendlichen Planung, blieb der Versuch erfolglos. Nach knapp 3 Stunden meldete Sie sich und erzählte mir, dass die Eltern sie rein gebeten haben um ihr ebenfalls Geschenke zu übergeben. Was nach ihren Aussagen zwar so nicht geplant war, aber man damit hätte eigentlich rechnen können. Der Exfreund war natürlich auch da und nutzte die Gunst der Stunde um ihr einen mehrseitigen Liebesbrief zu überreichen.
Insgesamt kann man ihr zwar keinen Vorwurf machen, denn wir waren zu dem Zeitpunkt kein offizielles Paar, dennoch empfand ich das etwas befremdlich, denn inoffiziell führten wir quasi eine Beziehung, mit allem was dazu gehört. Zudem wusste Sie ebenfalls, mit welchen Dingen ich ein Problem habe und mir kam es so rüber, als würde Sie das einfach übergehen. Was mich an diesen Tag besonders störte war, dass ich diese Information erst hinterher bekommen habe, quasi als das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Wenn es aber um andere Themen ging, die dem Anschein nach für Sie nicht so unangenehm waren, verhielt Sie sich komplett anders und erzählte mir diese im Vorfeld.
Für mich stellte sich ein gewisses Muster heraus, genau wie die Familie, die unangenehme Themen wie die Vergewaltigung gar nicht erst zu besprechen versuchen, so versucht auch die Dame, dass gleichermaßen mit unangenehmen Themen so zu handhaben. Wobei nicht zwingend ein böser Gedanke dahinter stecken muss.
Aufgrund der Tatsache, dass ein Freund (den ich sogar zufällig von früher kenne), den sie selbst als Freund tituliert auf einmal Eifersuchtsszenen machte, weil sie über mich vereinzelt sprach und so recht schnell klar wurde, das es keine wirkliche Freundschaft war, sondern das der besagte Freund selbst versuchte, sich an Sie heran zu machen, kamen mir langsam Zweifel. Besonders merkwürdig fand ich, dass Sie dann eben diesen Freund sogar explizit zu sich nach Hause eingeladen hat, um das ganze noch mal persönlich zu bereden und auch darauf bestand dies persönlich tun zu müssen. Warum das kein anderer Ort sein konnte, blieb mir ein Rätsel…
2 Tage drauf, kam auch der Exfreund zu Besuch, was Sie mir erst verschwieg, die beiden haben wohl auch zusammen gekifft, was noch ein weiteres Mal 2 tage später vorkam. Was ich dabei verstörend fand war, dass Sie zwar wusste, dass ich die Sache mit dem Exfreund so nicht ganz okay fand, da es für mich keine offensichtliche Abgrenzung gegenüber dem Exfreund gab, sie das jedoch damit rechtfertigte, dass Sie bestrebt ist, dem Exfreund so gut es geht, Lebensmut und ein paar schöne Momente zu schenken und der Meinung ist, dass dies mit ihrer Handhabe darüber auch notwendig sei.
Da ich das Gefühl hatte mit zunehmender Zeit, irgendwo in der Luft zu hängen, indem Sie zwar die Vorteile einer Beziehung genießt, jedoch gleichzeitig auf nichts verzichten wollte was ein Single da sein anging, beschloss ich Sie festzunageln und mit ihr über das Thema Exfreund erneut zu reden.
Sie bat mich, ihr Zeit zu geben, bis der Exfreund im Januar im Krankenhaus ist, außerdem wurde ein Handyvertrag über den Vater des Exfreundes laufen und es müsse geklärt werden, wie das mit der Nachzahlung der Stormrechnung geregelt wird, die angefallen ist, als beide noch zusammen wohnten. Da für ihn eine wichtige Operation anstand die nicht einfach ist und ich ihre Beweggründe verstehen konnte, war ich damit einverstanden.
Als wir uns jedoch tage später in die Haare bekommen haben [aufgrund das sie einige Male wegen der erwähnten Essstörung in Ohnmacht fiel und ich daraufhin in Panik einen Krankenwagen rufen wollte, Sie aber der Meinung war, dass man so etwas nicht gegen ihren Willen macht und Sie das als eine Art Bevormundung ihr gegenüber sieht. Dabei nutze Sie die Gelegenheit und bezeichnete mich als Oberlehrer], herrschte erstmal 2-3 Tage über Silvester Funkstille zwischen uns.
Nach diesen Tagen rief Sie dann an, als Sie bei ihrer Mutter war und ihr sogar von mir erzählte...Erst freute ich mich darüber, doch dann eröffnete Sie mir, dass sie nicht vorhabe den Kontakt zu ihrem Ex in irgendeiner Art und Weise abzubrechen, sie mir nur anbieten könne, dass er nicht mehr zu ihr nach Hause kommt, da sie sich entschieden hat, ihr Versprechen dem Exfreund gegenüber zu halten und für ihn da zu sein. Und erwähnte nebenbei, dass sie auch eine Patientenverfügung für ihren Exfreund übernommen hat. Zusätzlich erklärte Sie mir, dass Sie sich am Silvester ganz schön abgeschossen habe, auch was das Kiffen anging…
Mit etwas Abstand und abflauender Gefühlslage, überdachte ich meinen Standpunkt und kam zu dem Schluss, dass dies in der Tat eine Ausnahmesituation war. Schließlich ging ich davon aus, dass Sie in ihrem Single da sein ohnehin für ihn da gewesen wäre und dies wegen mir unterlassen hätte, was das Potenzial von eventuell entstehenden Schuldgefühlen im nachhinein beherbergte. Ich machte ihr also den Vorschlag, dass ich aufgrund der verzwickten Situation nicht so recht wusste, woran ich bei ihr bin und bot ihr an, dass Sie ihren Exfreund im Krankenhaus besuchen und auch so gerne für ihn da sein könne, aber mit der Einschränkung, dass wenn Sie mit mir eine Beziehung will, sie ihn dann aber auch darüber in Kenntnis setzt. Und somit eine klare Distanz und Abgrenzung vorhanden ist, was jedoch nicht bedeuten würde, nicht weiter für einen schwerkranken Menschen da sein zu können…
Unglücklicherweise, redeten wir darüber am Telefon und ich erfuhr währenddessen, dass Sie bereits unterwegs ist, mit ihrem Exfreund ins Kino zu gehen. Um mal den Kopf frei zu bekommen, wie sie sagte. Und ging mit ihm danach auch noch etwas trinken... Auch hier wurde ich wieder vor vollendete Tatsachen gestellt.
Bei der Gelegenheit, schenkte der Exfreund ihr im übrigen eine Zeitschrift, die einen Teddybär enthielt… Was für mich nüchtern betrachtet, weiterhin nach Avancen aussah…
Als wir noch am gleichen Abend einen erneuten Anlauf unternahmen, ein Gespräch zu führen und ich bei ihr übernachtete, erfuhr ich, mal wieder im nachhinein, dass Sie vorhatte, an einem Sonntag mit dem Exfreund und der Mutter morgens einen Kaffee trinken zu gehen, da die Mutter wohl Geburtstag hatte. Sie ging jedoch nicht zu dem Treffen, da Sie einfach zu müde war, weil wir die ganze Nacht zuvor geredet haben. Gerade als das ich sie fragte, warum ich alles erst hinterher erfahre, sagte sie mir, dass es im übrigen auch sein kann, dass wenn dem Exfreund in Deutschland nicht geholfen werden kann, Sie vorhat mit ihm gemeinsam nach China für eine alternative Behandlungsmöglichkeit zu fliegen. Das war mir dann irgendwo zuviel, da ich mich irgendwie veräppelt fühlte, also beschloss ich zu gehen. Da es für mich im völligen Gegensatz zueinander gestanden hat, dass Sie auf der einen Seite mir angeboten hat, dass ihr Exfreund nicht mehr zu ihr nach Hause kommt, aber gleichzeitig in Erwägung zieht mit ihm nach China zu fliegen.
Sie versuchte mich an dem Gehen zu hindern und sagte mir, dass wenn ich mir doch sicher sei mit ihr, ich Sie ja heiraten könnte, sozusagen als eine Art Beweis. Ich erwiderte: „Wie bitte? Du willst heiraten, obwohl wir nicht mal eine offizielle Beziehung führen, die normalerweise eine Ausgangsbasis für eine Heirat ist? Du willst lieber noch etwas abwarten, was aus uns wird und überspringst den Part nach so einer kurzen Zeit dann lieber mit einer Heirat? Wenn deine Verliebtheit nicht ausreicht, um momentan eine Beziehung zu führen, da Du gerne möchtest, dass daraus Liebe wird, wie will dann die Verliebtheit für eine Heirat ausreichen? Und das nur um Dir etwas zu beweisen? Was würde das am eigentlichen Problem mit dem Exfreund denn ändern? Das ist doch absurd...“ und so ging ich letztlich dann nach Hause.
Lustigerweise reagierte Sie ebenfalls eifersüchtig, wenn ich ihr sagte, dass ich noch verabredet bin, da Sie dachte ich wäre mit einer Frau zum Date verabredet, was absolut grundlos war, denn ich war lediglich Freunden im Fitnessstudio für ein gemeinsames Training verabredet. Was also im Grunde genommen eigentlich das Material birgt, die Sichtweise seines gegenüber im umgekehrten Fall ein wenig besser verstehen zu können. Wahrscheinlich war es für Sie wohl, dadurch das es um Sie selbst ging, etwas anderes. Oder es ist jedoch so, dass Sie aufgrund der Tragödien in ihrem Leben, Sie nie wirklich gelernt hat zu reflektieren, geschweige denn in der Lage zu sein, sich unabhängig von den eigenen Problemen sich in andere Menschen hineinversetzen zu können.
Das ganze wurde dann nur noch von einem Kindergarten Freund, des Exfreundes getoppt, der zwar Frau und Kinder hat, [und nebenbei ein Drogendealer ist] ihr jedoch offerierte das er sich in eine andere verliebt habe, nach 2 Wochen gestand er ihr, dass Sie diejenige ist, in der er sich verliebte. Was für mich nach seiner bisherigen Verhaltensweise wenig überraschend kam… Zu meiner Überraschung konnte Sie jedoch ihrem Exfreund genau über diesen Vorfall in Kenntnis setzen, mit der Begründung, dass er es verdient habe zu wissen woran er bei manchen Freunden ist.
Diese inoffizielle Beziehung nahm zunehmend immer groteskere und extremere Ausmaße an, dass ganze ging soweit, dass die besagte Dame, nachdem Sie wieder einen emotionalen Flashback aus der Vergangenheit hatte, mir mit Selbstmord drohte. Und das nicht nur einmal… Zwar bewertete ich, diesen Ausspruch eher als eine Art Hilferuf bzw. Zeichen, dass Sie Aufmerksamkeit und Zuneigung wollte, dennoch nahm ich ihre Aussage vorsichtshalber ernst. An den besagten Abend, ritze Sie sich selbst sogar den Anfangsbuchstaben meines Vornamens in ihren Arm… Sie gestand mir außerdem unter Tränen, dass Sie selbst nicht genau weiß, wovor Sie eigentlich Angst hat, was die Thematik mit dem Exfreund betrifft.
Das Fass brach letztlich zum überlaufen, als Sie mir aus dem heiteren Himmel offerierte, dass Sie sich gar nicht sicher sei, es dem Exfreund überhaupt zu sagen, da ihm das ganze eigentlich doch nichts angehe und es eine Sache zwischen ihr und mir wäre… Obwohl sie vorher etwas anderes verlauten lassen hatte und mir gegenüber sogar erwähnte, dass Sie das irgendwo schon verstehen könnte (an dem Tag als Sie mit ihrem Exfreund ins Kino ging). Zusätzlich betonte Sie, dass die Sache mit ihrem Exfreund gefühlsmäßig für sie abgeschlossen sei und ich mich nicht mit ihm vergleichen könne.
Ich verstand ihr Argument, als Sie davon sprach, dass dies auch eine Sache des Vertrauens sei, was irgendwo im Kern auch stimmt. Jedoch ist das nicht nur eine Sache des Vertrauens, sondern vielmehr eine Frage der partnerschaftlichen Toleranz.
Mir geisterten mittlerweile alle möglichen Gedanken im Kopf herum und ich hatte mehr und mehr das Gefühl, trotz das die Dame mir sagte, dass sie sich in mich verliebt habe, Sie letztendlich einfach nur Zeit gewinnen wollte. Ich fragte mich sogar, ob es ihr evtl. sogar gefiel, von überall her Avancen zu bekommen, ohne klare Abgrenzungen vorzunehmen. Möglicherweise verhielt Sie sich auch gegenüber den männlichen Gegenüber überwiegend einladend, was die dann wiederum ermutigte etwas offensiver bei ihr zu sein…
Ich sagte ihr: „Dass man sich nicht die überall die Rosinen herauspicken kann, ich kann auch nicht, wenn ich eine Beziehung führe, mich gleichzeitig mit anderen Frauen daten und mich dann darauf berufen, dass ich mich nicht einschränken lasse in meiner persönlichen Freiheit. Denn wenn man eine Beziehung führt, gibt man sein Single da sein auf und es werden Kompromisse gemacht mit der beide einverstanden sind. Es geht dann nicht mehr alleine um das „Ich“ oder „Dich“, sondern um das „Uns“ bzw. das „Wir"."
Irgendwo verstand Sie das nicht, oder wollte es nicht verstehen und setzte sogar noch einen drauf, indem Sie mir sagte, dass Sie vorhat ihren Exfreund aufgrund der verdreckten Wohnung seiner Eltern, bei sich mehrere für Tage übernachten zu lassen und dies auch für ihre überwiegend männlichen Freunde (die irgendwo immer versuchen mit ihr zu flirten) gilt, für den Fall, dass es mal spät wird. Als ich ihr sagte, dass ich das so nicht okay finde und Sie auch auf stur schaltete mit den bereits bekannten Argumenten der eingeschränkten persönlichen Freiheit beschloss ich, dass ganze sein zu lassen und den Kontakt komplett abzubrechen. Zudem habe ich beschlossen, meinen Kumpel (der auch mit dem Exfreund befreundet ist) nichts von ihr und mir zu erzählen, erstens da es ihr Wunsch war (es hätte ja die Runde machen können) und zweitens möchte ich auch Niemanden in die Thematik hineinziehen und somit in Verlegenheit bringen.
Da mir das ganze mittlerweile zu ambivalent, wenn nicht sogar etwas schizophren vorkam und ich den Ausweg aus dem Wahnsinn nur noch darin sah, eben diesen Wahnsinn mit Entschlossenheit zu begegnen.
Zwar kann ich die Menschlichkeit von ihr einem todkranken Menschen gegenüber verstehen, wenn ich die Gewalttätigkeiten ihres Exfreundes mal außer acht lasse, dennoch finde ich auch, dass man Menschlichkeit gegenüber der Person zeigen sollte, mit der man eine Beziehung anstrebt bzw. gegenüber der Person, der man sagt in sie verliebt zu sein. Und nicht versucht eine Egomane Schiene zu fahren.
Vielleicht sind mangelnde Gefühle das eigentliche Signal dafür, dass Sie nicht bereit ist in irgendeiner Form partnerschaftliche Kompromisse einzugehen (oder Schizophrenie), aber letztlich bleibt bei mir nur hängen, dass Sie immer und immer wieder Gründe für das hat, was Sie tut und dies dann auch wie eine Mutter ihr Kind mit allem was Sie hat verteidigt.
Zweifelt man ihre Gefühle jedoch an, ist sie sofort eingeschnappt, wie man auf so einen Gedanken überhaupt kommen kann und bekommt gleichzeitig sofort das Gefühl, als würde man sie wie ein Kind behandeln bzw. das Sie nicht gut genug für einem sei (Kritik). Gerade wenn es um Gefühle geht, hat sie dann gerne auch den Spieß umgedreht und mir mangelnde Gefühle vorgeworfen...
Für mich sieht das bei allem Verständnis für ihre Vergangenheit, irgendwo nach Selbstzerstörung aus, gepaart mit der Unfähigkeit daran etwas ändern zu wollen und stattdessen lieber darin zu verweilen, Dinge zu verdrängen.
Wobei es schon einen Zusammenhang geben kann, zwischen der familiären Annerkennung und der darauf folgenden Vergewaltigung und der Tatsache, in Beziehungen zu bleiben, in der man körperlicher Gewalt begegnet, nur der eigenen Annerkennung willen.
Möglicherweise ist die Situation mit ihrem Exfreund, auch eine Gelegenheit, sich nicht mit ihren eigenen Problemen auseinander setzen zu müssen. Also auch eine Art Ablenkung von sich selbst.
Übrigens war Sie, jeden einzelnen Tag, als der Exfreund im Januar im Krankenhaus (Intensivstation, bei der Sie vorgab, die Freundin ihres Exfreundes zu sein) war, bei ihm. Ob er jetzt noch im Krankenhaus ist, weiß ich nicht… Fakt ist, dass es einen faden Beigeschmack bei mir hinterlässt, da der Exfreund ihr jedes Mal nach dem Krankenhausbesuch Geld für ein Taxi zusteckte und auch noch ans Tageslicht kam, dass Sie gewisse Gegenstände von ihm Erben wird. Obwohl Sie bestritt, dass es ihr im Kern darum geht.
Für diejenigen unter euch, die es geschafft haben, diesen langen Text zu Ende zu lesen, möchte ich die Gelegenheit nutzen, um euch dafür zu danken.
Mag sein, dass der ein oder andere von euch, schon viel früher die Reißleine gezogen hätte (Stichwort Redflag), jedoch ist mir so eine seltsame Geschichte noch nie passiert, was wieder beweist, dass Theorie und Praxis doch weit auseinander liegen können.
Und um den ein oder anderen Gedanken direkt vorweg zu nehmen, nein ich stehe nicht auf Frauen mit problematischen Hintergrund
Wer jetzt gerne, die Gelegenheit nutzen möchte, mich endlich mal zu kritisieren oder einfach nur etwas loswerden möchte, hat jetzt die Möglichkeit. Also, feuer frei
lange ist es her, dass ich mich an euch gewendet habe.
Mir ist selbst nicht so ganz klar, warum ich das überhaupt mache, vielleicht um das ganze besser verarbeiten zu können und das wohl doch nicht spurlos an mir vorbeigegangen ist. Oder einfach nur um meine eigene Einstellung zu überdenken und die Gelegenheit nutzen möchte zu reflektieren, mit Hilfe von der ein- oder anderen Sichtweise.
Ich weiß nicht so recht wo ich anfangen soll.... Wenn ich jetzt selbst darauf antworten würde, würde ich vermutlich sagen, am Anfang
Also gut...
Im November habe ich durch einen Freund von mir zufällig eine Dame kennen gelernt, die mir bis dato persönlich unbekannt war. Wir haben uns recht schnell gut verstanden, zumindest war das mein Eindruck. Zwar stellte sich an dem Abend heraus, dass die besagte Dame einige Probleme hat und einige Stunden später sogar angefangen hat, deswegen zu weinen, allerdings dachte ich mir nichts weiter dabei. Weil jeder Mensch zu einem beliebigen Zeitpunkt mal eine kleine Krise haben kann, in der man verzweifelt und traurig ist. Zunächst war ich überrascht, da man die restliche Zeit zuvor mit einen lustigen Tag zu dritt verbracht hat und dieser Umschwung nicht vorherzusehen war.
Das trug jedoch dazu bei, dass ich bis zu diesem Zeitpunkt als Sie in Tränen ausbrach mein reserviertes und distanziertes Verhalten ihr gegenüber aufgab und versuchte, nachdem das mehr oder weniger erfolgreich mein Kumpel getan hat, mich mit ihrem Problem zu befassen und mein möglichstes zutun, sie ein wenig zu trösten. Was letztendlich auch geklappt hat.
[An dem Abend ging es darum, dass sie aufgrund der Probleme um sie herum, anfängt nicht mehr richtig zu essen und auch deswegen viel abgenommen hat. Und um ihre letzte Beziehung mit ihrem Exfreund, der Krebs und wohl nicht mehr all zulange zu leben hat. Dabei ist die Rede von Monaten oder eventuell 1-2 Jahren, genau kann man es wohl nicht sagen. In der Zeit mit ihrem Exfreund, mit dem sie 2 Jahre zusammen war, kam nach etwa einem halben Jahr heraus, das der Exfreund mit 35 Jahren an Krebs erkrankt ist. Die beiden sind übrigens aktuell seit knapp einem halben Jahr getrennt… Sie kümmerte sich aufopferungsvoll um ihren Exfreund, der sogar einen künstlichen Darmausgang hatte, was auch bedeutet, dass viel Pflege und Aufwand notwendig ist, um einen Menschen in so einer Situation Unterstützung und Halt zu geben. Sie gab sogar deswegen ihren Job auf. Sie hätte es sich auch einfach machen können, indem Sie aus der Situation und der Belastung für eine Beziehung sich aus dem Staub macht.
Was ich jedoch nicht in Ordnung seitens des Exfreundes fand war, dass in dieser Zeit der Erkrankung, ihr Exfreund dem Anschein nach, zu einem wahren Monster mutiert ist, mir ist jedoch nicht klar, ob aus Verzweiflung oder anderen Motiven, dennoch bleibt es für mich letztlich unentschuldbar. Und zwar brach er ihr in dieser Zeit einmal die Nase (Faustschlag ins Gesicht) und ein anderes Mal auch noch ein paar Rippen. Zudem erpresste er Sie und noch einiges mehr.
Sie litt darunter, weil sie nicht wusste, ob Sie ihr damaliges Versprechen dem Exfreund gegenüber halten sollte, ihn egal was passiert zu unterstützen oder es lassen soll.]
Als ich nun am Abend heimkam, plagte mich mein schlechtes Gewissen, da ich das Gefühl hatte, mich unangebracht in ein Thema eines Menschen eingemischt zu haben, was dann jedoch urplötzlich unterbrochen wurde von dem Anruf meines Kumpels, der bei dem Abend dabei gewesen war. Er war sehr dankbar dafür, dass ich letztlich so gelassen auf die Situation und den Gefühlsausbruch reagiert habe, da er sich diesbezüglich darum während wir zu dritt redeten sorgte…. Er war der Meinung, dass ich vieles auf den Punkt gebracht habe und dabei wollten er und ich es dann auch für den Abend und dem geschehenen belassen.
Ein Tag später, meldete sich die Dame bei mir und bedankte sich dafür, dass ich ihr zugehört hatte und es entwickelte sich zunehmend mehr Kommunikation zwischen uns. Nach einer Woche beschlossen wir uns einmal zu treffen um etwas gemeinsam zu unternehmen, der ganze Abend endete jedoch schließlich in der Kiste. Was ich irgendwo ein wenig irritierend fand....
[Denn zuvor hat mir mein Kumpel anvertraut, dass bei der besagten Dame noch viel mehr Probleme im Hintergrund lauern und zwar ist Sie wohl mit 19 von ihrem Opa sexuell missbraucht (weswegen Sie auch in psychologischer Behandlung war) worden und die eigene Familie macht ihr, statt dem Opa den Vorwurf bzw. bezichtigen Sie das sie sich das nur eingebildet habe. Um das Thema dann so einfach unter den Tisch zu kehren zu können. Seit ihrem 19. Lebensjahr ist Sie übrigens von zuhause abgehauen und zog zunächst in ein Frauenhaus. Danach lebte Sie von nun an in einer eigenen Wohnung. ]
Nach einigen Wochen fingen wir an, über das Thema Beziehung zu reden, da wir oft Zeit miteinander verbrachten und sich das Thema einfach so ergeben hat. Ich sagte ihr, dass ich mir grundsätzlich eine Beziehung vorstellen könnte und mir auch wünsche, Sie erwiderte das gleichermaßen und stellte außerdem klar, dass Sie keine Person für etwas lockeres sei.
Da ich normalerweise meine Beziehung ohne jedigliche Einflüsse der Vergangenheit zu führen pflege, war ich etwas verunsichert, was Sie und ihren Exfreund betrifft und wollte zunächst erst einmal abwarten, wie Sie mit dem ganzen wirrwar umgeht. Da ich noch nicht einordnen konnte, ob die Dame gefühlsmäßig wirklich über ihren Exfreund hinweg ist oder nicht. Hinzu kam die Problematik, dass es eine besondere Situation ist, da es sich hier um einen Menschen handelt, der wohl bald sterben wird.
Zusätzlich beunruhigte mich, dass der Exfreund wohl einen negativen Einfluss auf die Dame nahm und Sie sozusagen zum exzessiven Kiffen animierte, während die beiden 1,5 Jahre zusammen lebten. Drogen sind zwar nicht mein Ding, aber jeder soll das machen, was er für richtig hält, in ihrem Fall machte ich mir nur Sorgen, da Sie auf mich nicht sehr gefestigt wirkte. Was man nach so einer Vergangenheit irgendwo nachvollziehen kann.
Mit der Zeit fiel mir auf, wie präsent der Exfreund noch in ihrem Leben ist und was für Auswirkungen das auf ihren Gemütszustand und ihren Körper auch gesundheitlich hatte. Ob nächtliche Terroranrufe oder zig tausende von Mitteilungen und Anschuldigungen, ständig wollte der Exfreund im Mittelpunkt stehen, egal zu welcher Uhrzeit. Die Folgen waren danach meist Nierenschmerzen, Magenkrämpfe oder sonstige psychosomatischen Symptome.
Um die Weihnachtszeit riss dann zum ersten Mal mein Geduldsfaden, denn ursprünglich planten wir, gemeinsam Weihnachten zu verbringen, was jedoch zeitlich von beiden Seiten nicht wirklich gut organisiert war. Also telefonierten wir und während wir so telefonierten, erzählte sie mir, dass Sie gerade unterwegs ist, auf Nachfrage wohin Sie denn gehe, sagte Sie zu den Eltern von ihrem Exfreund. Da sie schon vor Monaten für die Eltern Geschenke gekauft hätte, die sie unbedingt persönlich vorbeibringen wollte. Zwar ahnte ich schon was darauf hätte folgen könnte, blieb erstmal ruhig... Als ich Sie jedoch zwischenzeitlich versuchte zu erreichen, zwecks der gemeinsamen abendlichen Planung, blieb der Versuch erfolglos. Nach knapp 3 Stunden meldete Sie sich und erzählte mir, dass die Eltern sie rein gebeten haben um ihr ebenfalls Geschenke zu übergeben. Was nach ihren Aussagen zwar so nicht geplant war, aber man damit hätte eigentlich rechnen können. Der Exfreund war natürlich auch da und nutzte die Gunst der Stunde um ihr einen mehrseitigen Liebesbrief zu überreichen.
Insgesamt kann man ihr zwar keinen Vorwurf machen, denn wir waren zu dem Zeitpunkt kein offizielles Paar, dennoch empfand ich das etwas befremdlich, denn inoffiziell führten wir quasi eine Beziehung, mit allem was dazu gehört. Zudem wusste Sie ebenfalls, mit welchen Dingen ich ein Problem habe und mir kam es so rüber, als würde Sie das einfach übergehen. Was mich an diesen Tag besonders störte war, dass ich diese Information erst hinterher bekommen habe, quasi als das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. Wenn es aber um andere Themen ging, die dem Anschein nach für Sie nicht so unangenehm waren, verhielt Sie sich komplett anders und erzählte mir diese im Vorfeld.
Für mich stellte sich ein gewisses Muster heraus, genau wie die Familie, die unangenehme Themen wie die Vergewaltigung gar nicht erst zu besprechen versuchen, so versucht auch die Dame, dass gleichermaßen mit unangenehmen Themen so zu handhaben. Wobei nicht zwingend ein böser Gedanke dahinter stecken muss.
Aufgrund der Tatsache, dass ein Freund (den ich sogar zufällig von früher kenne), den sie selbst als Freund tituliert auf einmal Eifersuchtsszenen machte, weil sie über mich vereinzelt sprach und so recht schnell klar wurde, das es keine wirkliche Freundschaft war, sondern das der besagte Freund selbst versuchte, sich an Sie heran zu machen, kamen mir langsam Zweifel. Besonders merkwürdig fand ich, dass Sie dann eben diesen Freund sogar explizit zu sich nach Hause eingeladen hat, um das ganze noch mal persönlich zu bereden und auch darauf bestand dies persönlich tun zu müssen. Warum das kein anderer Ort sein konnte, blieb mir ein Rätsel…
2 Tage drauf, kam auch der Exfreund zu Besuch, was Sie mir erst verschwieg, die beiden haben wohl auch zusammen gekifft, was noch ein weiteres Mal 2 tage später vorkam. Was ich dabei verstörend fand war, dass Sie zwar wusste, dass ich die Sache mit dem Exfreund so nicht ganz okay fand, da es für mich keine offensichtliche Abgrenzung gegenüber dem Exfreund gab, sie das jedoch damit rechtfertigte, dass Sie bestrebt ist, dem Exfreund so gut es geht, Lebensmut und ein paar schöne Momente zu schenken und der Meinung ist, dass dies mit ihrer Handhabe darüber auch notwendig sei.
Da ich das Gefühl hatte mit zunehmender Zeit, irgendwo in der Luft zu hängen, indem Sie zwar die Vorteile einer Beziehung genießt, jedoch gleichzeitig auf nichts verzichten wollte was ein Single da sein anging, beschloss ich Sie festzunageln und mit ihr über das Thema Exfreund erneut zu reden.
Sie bat mich, ihr Zeit zu geben, bis der Exfreund im Januar im Krankenhaus ist, außerdem wurde ein Handyvertrag über den Vater des Exfreundes laufen und es müsse geklärt werden, wie das mit der Nachzahlung der Stormrechnung geregelt wird, die angefallen ist, als beide noch zusammen wohnten. Da für ihn eine wichtige Operation anstand die nicht einfach ist und ich ihre Beweggründe verstehen konnte, war ich damit einverstanden.
Als wir uns jedoch tage später in die Haare bekommen haben [aufgrund das sie einige Male wegen der erwähnten Essstörung in Ohnmacht fiel und ich daraufhin in Panik einen Krankenwagen rufen wollte, Sie aber der Meinung war, dass man so etwas nicht gegen ihren Willen macht und Sie das als eine Art Bevormundung ihr gegenüber sieht. Dabei nutze Sie die Gelegenheit und bezeichnete mich als Oberlehrer], herrschte erstmal 2-3 Tage über Silvester Funkstille zwischen uns.
Nach diesen Tagen rief Sie dann an, als Sie bei ihrer Mutter war und ihr sogar von mir erzählte...Erst freute ich mich darüber, doch dann eröffnete Sie mir, dass sie nicht vorhabe den Kontakt zu ihrem Ex in irgendeiner Art und Weise abzubrechen, sie mir nur anbieten könne, dass er nicht mehr zu ihr nach Hause kommt, da sie sich entschieden hat, ihr Versprechen dem Exfreund gegenüber zu halten und für ihn da zu sein. Und erwähnte nebenbei, dass sie auch eine Patientenverfügung für ihren Exfreund übernommen hat. Zusätzlich erklärte Sie mir, dass Sie sich am Silvester ganz schön abgeschossen habe, auch was das Kiffen anging…
Mit etwas Abstand und abflauender Gefühlslage, überdachte ich meinen Standpunkt und kam zu dem Schluss, dass dies in der Tat eine Ausnahmesituation war. Schließlich ging ich davon aus, dass Sie in ihrem Single da sein ohnehin für ihn da gewesen wäre und dies wegen mir unterlassen hätte, was das Potenzial von eventuell entstehenden Schuldgefühlen im nachhinein beherbergte. Ich machte ihr also den Vorschlag, dass ich aufgrund der verzwickten Situation nicht so recht wusste, woran ich bei ihr bin und bot ihr an, dass Sie ihren Exfreund im Krankenhaus besuchen und auch so gerne für ihn da sein könne, aber mit der Einschränkung, dass wenn Sie mit mir eine Beziehung will, sie ihn dann aber auch darüber in Kenntnis setzt. Und somit eine klare Distanz und Abgrenzung vorhanden ist, was jedoch nicht bedeuten würde, nicht weiter für einen schwerkranken Menschen da sein zu können…
Unglücklicherweise, redeten wir darüber am Telefon und ich erfuhr währenddessen, dass Sie bereits unterwegs ist, mit ihrem Exfreund ins Kino zu gehen. Um mal den Kopf frei zu bekommen, wie sie sagte. Und ging mit ihm danach auch noch etwas trinken... Auch hier wurde ich wieder vor vollendete Tatsachen gestellt.
Bei der Gelegenheit, schenkte der Exfreund ihr im übrigen eine Zeitschrift, die einen Teddybär enthielt… Was für mich nüchtern betrachtet, weiterhin nach Avancen aussah…
Als wir noch am gleichen Abend einen erneuten Anlauf unternahmen, ein Gespräch zu führen und ich bei ihr übernachtete, erfuhr ich, mal wieder im nachhinein, dass Sie vorhatte, an einem Sonntag mit dem Exfreund und der Mutter morgens einen Kaffee trinken zu gehen, da die Mutter wohl Geburtstag hatte. Sie ging jedoch nicht zu dem Treffen, da Sie einfach zu müde war, weil wir die ganze Nacht zuvor geredet haben. Gerade als das ich sie fragte, warum ich alles erst hinterher erfahre, sagte sie mir, dass es im übrigen auch sein kann, dass wenn dem Exfreund in Deutschland nicht geholfen werden kann, Sie vorhat mit ihm gemeinsam nach China für eine alternative Behandlungsmöglichkeit zu fliegen. Das war mir dann irgendwo zuviel, da ich mich irgendwie veräppelt fühlte, also beschloss ich zu gehen. Da es für mich im völligen Gegensatz zueinander gestanden hat, dass Sie auf der einen Seite mir angeboten hat, dass ihr Exfreund nicht mehr zu ihr nach Hause kommt, aber gleichzeitig in Erwägung zieht mit ihm nach China zu fliegen.
Sie versuchte mich an dem Gehen zu hindern und sagte mir, dass wenn ich mir doch sicher sei mit ihr, ich Sie ja heiraten könnte, sozusagen als eine Art Beweis. Ich erwiderte: „Wie bitte? Du willst heiraten, obwohl wir nicht mal eine offizielle Beziehung führen, die normalerweise eine Ausgangsbasis für eine Heirat ist? Du willst lieber noch etwas abwarten, was aus uns wird und überspringst den Part nach so einer kurzen Zeit dann lieber mit einer Heirat? Wenn deine Verliebtheit nicht ausreicht, um momentan eine Beziehung zu führen, da Du gerne möchtest, dass daraus Liebe wird, wie will dann die Verliebtheit für eine Heirat ausreichen? Und das nur um Dir etwas zu beweisen? Was würde das am eigentlichen Problem mit dem Exfreund denn ändern? Das ist doch absurd...“ und so ging ich letztlich dann nach Hause.
Lustigerweise reagierte Sie ebenfalls eifersüchtig, wenn ich ihr sagte, dass ich noch verabredet bin, da Sie dachte ich wäre mit einer Frau zum Date verabredet, was absolut grundlos war, denn ich war lediglich Freunden im Fitnessstudio für ein gemeinsames Training verabredet. Was also im Grunde genommen eigentlich das Material birgt, die Sichtweise seines gegenüber im umgekehrten Fall ein wenig besser verstehen zu können. Wahrscheinlich war es für Sie wohl, dadurch das es um Sie selbst ging, etwas anderes. Oder es ist jedoch so, dass Sie aufgrund der Tragödien in ihrem Leben, Sie nie wirklich gelernt hat zu reflektieren, geschweige denn in der Lage zu sein, sich unabhängig von den eigenen Problemen sich in andere Menschen hineinversetzen zu können.
Das ganze wurde dann nur noch von einem Kindergarten Freund, des Exfreundes getoppt, der zwar Frau und Kinder hat, [und nebenbei ein Drogendealer ist] ihr jedoch offerierte das er sich in eine andere verliebt habe, nach 2 Wochen gestand er ihr, dass Sie diejenige ist, in der er sich verliebte. Was für mich nach seiner bisherigen Verhaltensweise wenig überraschend kam… Zu meiner Überraschung konnte Sie jedoch ihrem Exfreund genau über diesen Vorfall in Kenntnis setzen, mit der Begründung, dass er es verdient habe zu wissen woran er bei manchen Freunden ist.
Diese inoffizielle Beziehung nahm zunehmend immer groteskere und extremere Ausmaße an, dass ganze ging soweit, dass die besagte Dame, nachdem Sie wieder einen emotionalen Flashback aus der Vergangenheit hatte, mir mit Selbstmord drohte. Und das nicht nur einmal… Zwar bewertete ich, diesen Ausspruch eher als eine Art Hilferuf bzw. Zeichen, dass Sie Aufmerksamkeit und Zuneigung wollte, dennoch nahm ich ihre Aussage vorsichtshalber ernst. An den besagten Abend, ritze Sie sich selbst sogar den Anfangsbuchstaben meines Vornamens in ihren Arm… Sie gestand mir außerdem unter Tränen, dass Sie selbst nicht genau weiß, wovor Sie eigentlich Angst hat, was die Thematik mit dem Exfreund betrifft.
Das Fass brach letztlich zum überlaufen, als Sie mir aus dem heiteren Himmel offerierte, dass Sie sich gar nicht sicher sei, es dem Exfreund überhaupt zu sagen, da ihm das ganze eigentlich doch nichts angehe und es eine Sache zwischen ihr und mir wäre… Obwohl sie vorher etwas anderes verlauten lassen hatte und mir gegenüber sogar erwähnte, dass Sie das irgendwo schon verstehen könnte (an dem Tag als Sie mit ihrem Exfreund ins Kino ging). Zusätzlich betonte Sie, dass die Sache mit ihrem Exfreund gefühlsmäßig für sie abgeschlossen sei und ich mich nicht mit ihm vergleichen könne.
Ich verstand ihr Argument, als Sie davon sprach, dass dies auch eine Sache des Vertrauens sei, was irgendwo im Kern auch stimmt. Jedoch ist das nicht nur eine Sache des Vertrauens, sondern vielmehr eine Frage der partnerschaftlichen Toleranz.
Mir geisterten mittlerweile alle möglichen Gedanken im Kopf herum und ich hatte mehr und mehr das Gefühl, trotz das die Dame mir sagte, dass sie sich in mich verliebt habe, Sie letztendlich einfach nur Zeit gewinnen wollte. Ich fragte mich sogar, ob es ihr evtl. sogar gefiel, von überall her Avancen zu bekommen, ohne klare Abgrenzungen vorzunehmen. Möglicherweise verhielt Sie sich auch gegenüber den männlichen Gegenüber überwiegend einladend, was die dann wiederum ermutigte etwas offensiver bei ihr zu sein…
Ich sagte ihr: „Dass man sich nicht die überall die Rosinen herauspicken kann, ich kann auch nicht, wenn ich eine Beziehung führe, mich gleichzeitig mit anderen Frauen daten und mich dann darauf berufen, dass ich mich nicht einschränken lasse in meiner persönlichen Freiheit. Denn wenn man eine Beziehung führt, gibt man sein Single da sein auf und es werden Kompromisse gemacht mit der beide einverstanden sind. Es geht dann nicht mehr alleine um das „Ich“ oder „Dich“, sondern um das „Uns“ bzw. das „Wir"."
Irgendwo verstand Sie das nicht, oder wollte es nicht verstehen und setzte sogar noch einen drauf, indem Sie mir sagte, dass Sie vorhat ihren Exfreund aufgrund der verdreckten Wohnung seiner Eltern, bei sich mehrere für Tage übernachten zu lassen und dies auch für ihre überwiegend männlichen Freunde (die irgendwo immer versuchen mit ihr zu flirten) gilt, für den Fall, dass es mal spät wird. Als ich ihr sagte, dass ich das so nicht okay finde und Sie auch auf stur schaltete mit den bereits bekannten Argumenten der eingeschränkten persönlichen Freiheit beschloss ich, dass ganze sein zu lassen und den Kontakt komplett abzubrechen. Zudem habe ich beschlossen, meinen Kumpel (der auch mit dem Exfreund befreundet ist) nichts von ihr und mir zu erzählen, erstens da es ihr Wunsch war (es hätte ja die Runde machen können) und zweitens möchte ich auch Niemanden in die Thematik hineinziehen und somit in Verlegenheit bringen.
Da mir das ganze mittlerweile zu ambivalent, wenn nicht sogar etwas schizophren vorkam und ich den Ausweg aus dem Wahnsinn nur noch darin sah, eben diesen Wahnsinn mit Entschlossenheit zu begegnen.
Zwar kann ich die Menschlichkeit von ihr einem todkranken Menschen gegenüber verstehen, wenn ich die Gewalttätigkeiten ihres Exfreundes mal außer acht lasse, dennoch finde ich auch, dass man Menschlichkeit gegenüber der Person zeigen sollte, mit der man eine Beziehung anstrebt bzw. gegenüber der Person, der man sagt in sie verliebt zu sein. Und nicht versucht eine Egomane Schiene zu fahren.
Vielleicht sind mangelnde Gefühle das eigentliche Signal dafür, dass Sie nicht bereit ist in irgendeiner Form partnerschaftliche Kompromisse einzugehen (oder Schizophrenie), aber letztlich bleibt bei mir nur hängen, dass Sie immer und immer wieder Gründe für das hat, was Sie tut und dies dann auch wie eine Mutter ihr Kind mit allem was Sie hat verteidigt.
Zweifelt man ihre Gefühle jedoch an, ist sie sofort eingeschnappt, wie man auf so einen Gedanken überhaupt kommen kann und bekommt gleichzeitig sofort das Gefühl, als würde man sie wie ein Kind behandeln bzw. das Sie nicht gut genug für einem sei (Kritik). Gerade wenn es um Gefühle geht, hat sie dann gerne auch den Spieß umgedreht und mir mangelnde Gefühle vorgeworfen...
Für mich sieht das bei allem Verständnis für ihre Vergangenheit, irgendwo nach Selbstzerstörung aus, gepaart mit der Unfähigkeit daran etwas ändern zu wollen und stattdessen lieber darin zu verweilen, Dinge zu verdrängen.
Wobei es schon einen Zusammenhang geben kann, zwischen der familiären Annerkennung und der darauf folgenden Vergewaltigung und der Tatsache, in Beziehungen zu bleiben, in der man körperlicher Gewalt begegnet, nur der eigenen Annerkennung willen.
Möglicherweise ist die Situation mit ihrem Exfreund, auch eine Gelegenheit, sich nicht mit ihren eigenen Problemen auseinander setzen zu müssen. Also auch eine Art Ablenkung von sich selbst.
Übrigens war Sie, jeden einzelnen Tag, als der Exfreund im Januar im Krankenhaus (Intensivstation, bei der Sie vorgab, die Freundin ihres Exfreundes zu sein) war, bei ihm. Ob er jetzt noch im Krankenhaus ist, weiß ich nicht… Fakt ist, dass es einen faden Beigeschmack bei mir hinterlässt, da der Exfreund ihr jedes Mal nach dem Krankenhausbesuch Geld für ein Taxi zusteckte und auch noch ans Tageslicht kam, dass Sie gewisse Gegenstände von ihm Erben wird. Obwohl Sie bestritt, dass es ihr im Kern darum geht.
Für diejenigen unter euch, die es geschafft haben, diesen langen Text zu Ende zu lesen, möchte ich die Gelegenheit nutzen, um euch dafür zu danken.
Mag sein, dass der ein oder andere von euch, schon viel früher die Reißleine gezogen hätte (Stichwort Redflag), jedoch ist mir so eine seltsame Geschichte noch nie passiert, was wieder beweist, dass Theorie und Praxis doch weit auseinander liegen können.
Und um den ein oder anderen Gedanken direkt vorweg zu nehmen, nein ich stehe nicht auf Frauen mit problematischen Hintergrund
Wer jetzt gerne, die Gelegenheit nutzen möchte, mich endlich mal zu kritisieren oder einfach nur etwas loswerden möchte, hat jetzt die Möglichkeit. Also, feuer frei
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