Sex in Beziehung

G
Benutzer Gast
  • #1
Hallo zusammen,
Ich habe mich gerade hier angemeldet und bräuchte dringend eine Einschätzung zu einem Thema, welches mich aktuell sehr belastet.

Ich (24) und mein Freund (28) sind bald 5 Jahre zusammen. Das Thema „Sex" ist schon seit Anfang an ein ziemliches Problem.
In den ersten Monaten unserer Beziehung hatten wir gar keinen Sex, da er Errektionsprobleme hatte und es ihm psychisch aufgrund von Stress nicht gut ging. Dann haben wir versucht das mit dem Sex überhaupt „hinzubekommen".
Doch was soll ich sagen, das war leider nie richtig gut… Natürlich gehören immer zwei dazu aber wir haben uns im Bett noch nie so wirklich eingespielt. Er war ehrlich gesagt auch immer sehr egoistisch. Es gab nie ein Vorspiel für mich. Er hat mich untenrum nie angefasst, was zur Folge hatte, dass ich Sex irgendwann nur noch mit Schmerzen assoziiert habe, da ich auch nie wirklich feucht wurde. Ich war, auch wenn es sich vielleicht blöd anhört, meistens froh wenn er einen Orgasmus hatte, damit der Sex wieder vorbei war. Nach dem Sex war ich fast immer traurig und enttäuscht. Irgendwann hatte er damit angefangen, beim Sex einen Porno laufen zu lassen, als „Hilfe". Da der Sex immer sehr monoton und nach Schema F ablief hatte ich mir die Mühe gemacht um für etwas Abwechslung zu sorgen. Ich habe mir z.B. sexy Dessous gekauft, verschiedene Sextoys besorgt, ihn mit Massageöl massiert usw..
Doch wirklich gebracht hat das alles nichts.

Dann kamen seine Depressionen wodurch wir jetzt zwei Jahre lang gar keinen Sex mehr hatten. Ich hatte immer mal wieder Annäherungsversuche gestartet, doch wurde stets von ihm abgewiesen. Das hat sich bei mir total eingebrannt, sodass ich mich von ihm körperlich immer mehr distanziert habe. Mittlerweile geht es ihm psychisch wieder einigermaßen besser. Ja, wir kuscheln schon noch und küssen uns auch, doch mehr passiert nicht. Er kam vor kurzem auf mich zu, und meinte dass er das mit dem Sex wieder mit mir angehen will, er mich auch sexy findet und mir wieder näher sein will.
Wir haben letztens auch mal nur mit Unterwäsche gekuschelt (ging von mir aus) und uns etwas intensiver geküsst (was wir zwei Jahre lang auch nicht mehr getan haben). Es hat sich für mich aber in der Situation komisch und ungewohnt angefühlt und ich merkte, dass ich total blockiert bin. Mir tut das so weh für meinen Freund aber ich weiß nicht, was ich machen kann um mich wieder so richtig fallen lassen zu können, ohne dass mein Körper total angespannt ist. Einerseits verständlich, da ich ja zwei Jahre lang von ihm abgelehnt wurde und ich auch zuvor den Sex immer mit Stress, Schmerzen und Negativität assoziiert habe.

Zudem muss ich gestehen, dass die Anziehung zu meinem Freund stark nachgelassen hat, da wir in den letzten Jahren nur wie „Freunde" gelebt haben.
Ja, er ist immer für mich da, er unterstützt mich und steht auch immer hinter mir…. Doch mir fehlt etwas in unserer Beziehung.
Deswegen wäre meine Frage: Kann man nach so einer langen Zeit wieder zueinander finden? Was kann ich tun?
Ich habe ehrlich gesagt auch schon über eine Trennung nachgedacht, da ich auch keine Beziehung ohne Sex oder mit schlechten Sex haben will und ich das ganze schon sehr lange mitmache… so habe ich mir meine 20er auch nicht vorgestellt…
Bin vielleicht doch ich das Problem? Würde eine Paartherapie noch Sinn machen? Wie viel Energie soll ich noch in diese Beziehung stecken?
Ich habe 100 Fragen und würde mich sehr über Antworten freuen! Danke schon einmal!
 
R
Benutzer193222  (40) Verbringt hier viel Zeit
  • #2
Erst mal, es tut mir leid das du mit ihm noch nie guten Sex hattest. Wie sind denn deine Erfahrungen vor ihm gewesen? Und ich bin ganz ehrlich, ich könnte so eine Beziehung überhaupt nicht führen. Da bei euch ja noch nie wirklich was Gutes da war, wird man nach 5 Jahren auch nicht mehr das Ruder rumreißen können. Dein Körper signalisiert dir ja bereits, dass da nichts romantisches mehr ist. Also klar, man könnte jetzt auf Krampf versuchen noch mal mal von vorne anzufangen, aber ob das fruchtet. Manchmal soll es einfach nicht sein. Und du hast recht, du bist zu jung für sowas. Aber selbst im Alter muss man sowas nicht hinnehmen. Warum hast du nie was gesagt?
 
mr-cat
Benutzer211097  (64) Ist noch neu hier
  • #3
Deswegen wäre meine Frage: Kann man nach so einer langen Zeit wieder zueinander finden?
Von mir mal eine kurze Antwort - nein.
Kann natürlich nur beurteilen, was ich lese und kenne nur die Sicht von einer Person.
Es lief ja von Anfang an, nie richtig Rund. 5 Jahre sind ja ausreichend für eine "Testphase".
Es gibt Verbindungen, die passen und leider einige, die einfach nicht passen.
Ihr seid beide noch recht jung und habt noch ein längeres Leben vor euch.
Trennen, auch wenn es momentan weh tut. Und kein schlechtes Gewissen vor euch her schieben. Bringt keinem etwas.
Wenn dann hoffentlich der Druck abfällt, wieder positiv in die Zukunft sehen.
Und lass dich nicht von seinen Depressionen vereinnahmen. Partner leiden darunter manchmal mehr als der Erkrankte selbst.
Und diese nutzen dies dann auch aus.
Sorry, kenne vereinzelte mit Depression und habe dazu eine recht straighte Meinung.
 
LouisKL
Benutzer10752  Beiträge füllen Bücher
  • #4
Ich finde es faszinierend und leider auch etwas bezeichnend, dass du dich fragst, ob es an dir liegt und du deinen Freund nicht enttäuschen willst, wenn gleichzeitig euer Sex zuvor darin bestand, dass du Schmerzen hattest und er sich dabei Pornos anschauen musste.

Du steckst ja von Anfang an zurück.
 
kitty love doggy
Benutzer206015  (34) Öfter im Forum
  • #5
Hallo zusammen,
Ich habe mich gerade hier angemeldet und bräuchte dringend eine Einschätzung zu einem Thema, welches mich aktuell sehr belastet.
Würde mich auch tut mir echt leid für dich....
aber wir haben uns im Bett noch nie so wirklich eingespielt.
dann passt ihr sexuell wohl nicht zusammen...
Er war ehrlich gesagt auch immer sehr egoistisch. Es gab nie ein Vorspiel für mich. Er hat mich untenrum nie angefasst,
Warum hast du nix gesagt...

er will eindringen..."nein das tut weh... so geht das" (vor ihm befriedigen) "jetzt bin ich feucht und für uns beide schöner... ich möchte das du das beim nächsten mal machst..."
was zur Folge hatte, dass ich Sex irgendwann nur noch mit Schmerzen assoziiert habe, da ich auch nie wirklich feucht wurde. Ich war, auch wenn es sich vielleicht blöd anhört, meistens froh wenn er einen Orgasmus hatte, damit der Sex wieder vorbei war.
hattest du jemals einen orgasmus bei ihm?
weiß er das?... wenn ja warum schläft er mit jem der froh is wenns rum is?
Nach dem Sex war ich fast immer traurig und enttäuscht.
hat er das wenigstens bemerkt?...
oder hast du ihm das gesagt?
Irgendwann hatte er damit angefangen, beim Sex einen Porno laufen zu lassen, als „Hilfe".
für dich oder ihn?... stehst du überhaupt auf pornos?
Da der Sex immer sehr monoton und nach Schema F ablief hatte ich mir die Mühe gemacht um für etwas Abwechslung zu sorgen. Ich habe mir z.B. sexy Dessous gekauft, verschiedene Sextoys besorgt, ihn mit Massageöl massiert usw..
Doch wirklich gebracht hat das alles nichts.
du hast ihn verwöhnt?....ihn massiert und dich schick gemacht...?
Was hat er gemacht.... außer nen porno anzuschalten?
Dann kamen seine Depressionen wodurch wir jetzt zwei Jahre lang gar keinen Sex mehr hatten. Ich hatte immer mal wieder Annäherungsversuche gestartet, doch wurde stets von ihm abgewiesen. Das hat sich bei mir total eingebrannt, sodass ich mich von ihm körperlich immer mehr distanziert habe. Mittlerweile geht es ihm psychisch wieder einigermaßen besser.
kenne mich da net so mit aus... aber ich finde es erstaunlich das du das so mitgemacht hast ,wenns schon anfang an scheiße lief....
warum?!?
Ja, wir kuscheln schon noch und küssen uns auch, doch mehr passiert nicht. Er kam vor kurzem auf mich zu, und meinte dass er das mit dem Sex wieder mit mir angehen will, er mich auch sexy findet und mir wieder näher sein will.
Was hast du dabei gedacht?...
1. oh nein... nich schon wieder sex!
2. Schön vlt wird jetzt alles besser...


Wir haben letztens auch mal nur mit Unterwäsche gekuschelt (ging von mir aus) und uns etwas intensiver geküsst (was wir zwei Jahre lang auch nicht mehr getan haben). Es hat sich für mich aber in der Situation komisch und ungewohnt angefühlt und ich merkte, dass ich total blockiert bin.
klar is das komisch..... wenn man sich schon lang nimmer nah war...
Mir tut das so weh für meinen Freund aber ich weiß nicht, was ich machen kann um mich wieder so richtig fallen lassen zu können, ohne dass mein Körper total angespannt ist.
für ihn tuts dir leid?
und das du schmerzen hast.... das tut ihm auch leid?
was du machen kannst? - ihm sagen was du brauchst für ein gutes vorspiel und guten sex... mehr auf dich selbst schauen....
Ja, er ist immer für mich da, er unterstützt mich und steht auch immer hinter mir…. Doch mir fehlt etwas in unserer Beziehung.
Was fehlt?... vorspiel und sex oder noch was?
Deswegen wäre meine Frage: Kann man nach so einer langen Zeit wieder zueinander finden? Was kann ich tun?
Ich habe ehrlich gesagt auch schon über eine Trennung nachgedacht, da ich auch keine Beziehung ohne Sex oder mit schlechten Sex haben will und ich das ganze schon sehr lange mitmache… so habe ich mir meine 20er auch nicht vorgestellt…
Jeder hätte wohl über trennung nachgedacht.... und die meisten hätten sich wohl auch getrennt
Bin vielleicht doch ich das Problem?
jain... du musst mit ihm reden.... was du willst und fühlst...

Aber das eigentliche problem seh ich bei seinem egoismus....
Würde eine Paartherapie noch Sinn machen? Wie viel Energie soll ich noch in diese Beziehung stecken?
Willst du das den?...



Wie war sex vor ihm für dich?...
Hatte er vor dir schon frauen?
Weißt du wie sein sexleben vor dir aussah?


du musst ihn sehr lieben wenn du das alles mitmachst und nicht schon längst schreiend weggerannt bist... für so nen stress...schmerz... flaute... schlechten sex... bist du viiiiel zu jung...
 
D
Benutzer191261  (38) Öfter im Forum
  • #6
Tut mir Leid, dass du über die letzten Jahre so schlechte Erfahrungen gemacht hast.
Eine Gute Freundin meiner Frau hat die gleiche Geschichte hinter sich. Ihr Freund konnte keine rechte Nähe zulassen, wenig bis kein Sex und der war auch nicht besonders. Sie Stand ihm die ganze Zeit bei und hat sich dann irgendwann unter großen Gewissensbissen von ihm getrennt...

Am Ende muss man von außen einfach sagen:
Er ist krank, nicht du. Du bist nicht seine Psychiologin und es bringt niemandem was, wenn du auch noch krank wirst und Blockaden entwickelst.
Er hat Erektionsprobleme, nicht du.
Du hast dich nun fünf Jahre aufgegeben und selbst gelitten. Willst du den Rest deines Lebens so verbringen? Ich bin zwar nicht alt aber zumindest etwas Älter und rückwirkend würde ich gern meine verhergehende 14 Jahresbeziehung als tolles Team aber dafür sexuell absolut inkompatibel rückgängig machen. Es war Zeitverschwendung und auch du verschwendest deine Lebenszeit.

Zurück zur Freundin: Sie ist seit einigen Jahren in einer neuen Beziehung und blüht dort emotional und sexuell komplett auf. Hingabe, Leidenschaft bis zum absoluten Kontrollverlust. Ich hab mitbekommen wie sie zu meiner Frau sagte, dass sie seit kurzem unkontrollierbar beim Sex abspritzt und wie eine Nymphomanin nach dem Sperma ihres Freundes giert obwohl sie das immer eklig fand. Das macht Liebe und Leidenschaft und das kannst auch du haben...
 
S
Benutzer190912  (49) Verbringt hier viel Zeit
  • #7
Ich gehe mal davon aus, dass Du das Thema versucht hast anzusprechen und er nicht dafür zugänglich war? Denn eigentlich wären Probleme ja lösbar wenn beide es wollen. Er kommt aber sehr unempathisch rüber. Ihm geht es wieder geht jetzt dürft Ihr wieder (schlechten) Sex haben. Fragt er Dich ab und zu wie es Dir geht bzw. Du brauchst oder Dir wünschst? Damit meine ich nicht nur Sex sondern auch Alltag.
Du kannst den Versuch unternehmen, dass ihm klar sagst was Dich belastet und dass Du die Führung beim Sex übernimmst. Denn bislang hast Du sie ihm überlassen bist deshalb auf der Strecke geblieben.
Wenn er da aber sofort mauert würde ich Dir auch zur Trennung raten da ohne Veränderungsbereitschaft zu wenig Potential vorhanden ist
 
D
Benutzer212586  (24) Ist noch neu hier
  • #8
Wenn du schon selber über Trennung nach denkst und unglücklich bist....hast du dir deine Fragen fast schon selbst beantwort.....
 
G
Benutzer Gast
  • Themenstarter
  • #9
Nimm dir Zeit für deine Gedanken. Schau dir die Vergangenheit für dich nochmals reflektierend an, dann überlegt dir wo du hin möchtest, was willst du wirklich und dann schau dabei, ob dein Freund dabei noch eine Rolle spielt. Wenn ja, dann ist klar eine Paartherapie eine Möglichkeit. Im Endeffekt solltest du das alles, was du hier geschrieben hast, mit deinem Freund besprechen, es ihm offen und ehrlich sagen, wie du empfindest, was du fühlst, wie du dich fühlst und was du für Hoffnungen, Ängste und Bedürfnisse hast und dann sollte er im schönsten Fall, auch offen und ehrlich darüber reden, was er möchte, was er für Bedürfnisse hat. Dann könnt ihr zusammen entscheiden. Doch ist es auch völlig in Ordnung und gut, wenn du für dich selbst alleine entscheidest, diese Beziehung zu beenden, im Endeffekt musst du wissen, was du brauchst und was du dir wünschst. Du musst dich entscheiden, in welche Richtung es auch immer gehen muss und wenn du in die Richtung mit ihm gehen möchtest, wirst du damit leben müssen, dass auch er für sich immer entscheidet, denn das sollte er ebenso wie du. Lass dir lediglich nicht einreden, dass eure Beziehung zu Ende ist oder irgend etwas anderes! Du alleine und ebenso er, ihr entscheidet, was mit eurer Beziehung ist und keine Person von außen kann das überhaupt annähernd einschätzen oder beurteilen. Lass dich nicht kirre machen und damit meine ich meine Ratschläge inklusive. Lass dir Zeit für deine Gedanken, Gefühle und Wahrnehmungen. Alles Gute für euch beide.
 
O
Benutzer207972  (35) Verbringt hier viel Zeit
  • #10
Kannst du mit deinem Freund über all das, was du aufgeschrieben hast, sprechen? Könnt ihr offen über Sex kommunizieren? Weiß er, wie schrecklich der Sex für dich immer war? Ist er bereit, was zu ändern? Übernimmt er Verantwortung dafür, dass er deine Grenzen in der Vergangenheit oft ob bewusst oder unbewusst übergangen ist?

Mir fällt beim Lesen vor allem auf, dass du sehr engagiert bist, dich aufopferungsvoll kümmerst, dir unglaublich viel Mühe gibst, zurücksteckst, damit es ihm gut geht, auf seine psychischen Erkrankungen Rücksicht nimmst - und ich bekomme das Gefühl, dass all das eigentlich Dinge sind, die du für dich selbst und nicht für ihn tun solltest. Kann es sein, dass du deine Bedürfnisse hinter seinen zurücksteckst? Wann bist du das letzte Mal für deine Bedürfnisse eingestanden? Kennst du deine Bedürfnisse überhaupt oder bist du dafür zu sehr auf seine fokussiert? Kannst du zu dir selbst so lieb und fürsorglich sein, wie du es fünf Jahre lang für ihn warst?

Ich würde dir raten, in dieser Beziehung nichts mehr zu tun, was du nicht aus dir heraus willst. Ich glaube, dein Körper sagt dir gerade auch schon deutlich, dass du eigentlich keine Lust auf ihn - und auch nicht auf den Sex, den ihr hattet - hast. Wenn bei ihm wiederum zum einen gesundheitliche Probleme und zum anderen Unsicherheit, Unerfahrenheit usw. dahinterstecken und er bereit ist, an sich, eurer Beziehung und an eurem Sex zu arbeiten, dann würde ich euch zu einer Paar- oder Sexualtherapie raten. Eure Situation klingt nämlich ziemlich verfahren, hier könnte neutrale Hilfe von außen euch einen möglichen Ausweg aufzeigen - und vor allem solltest du für dich einen geschützten, sicheren Rahmen schaffen, falls du dich an das Thema Sex wieder herantasten möchtest.

Vielleicht könnte es dir außerdem helfen, wenn du statt Paarsex erstmal den Fokus nur auf dich selbst und deine Sexualität legst. Personen, die selbst so sehr zurückstecken, damit es dem anderen gut geht, haben oft Schwierigkeiten, zu spüren, was sie selbst wollen, gut finden oder brauchen. Weißt du, was dich sexuell erregt? Weißt du, wie du angefasst werden willst?

Angenommen, er hat auch ein Interesse daran, am Sex zu arbeiten und sich langsam wieder ranzutasten, dann könnte es helfen, wenn du in touch bist mit dir selbst, deine Grenzen formulieren kannst und ihm auch sagen kannst, unter welchen Bedingungen du angefasst werden willst.

Aber am allerwichtigsten: Spüre in dich rein - und mache nichts mehr, was dir selbst kein Vergnügen bringt. Sei so liebevoll und fürsorglich wie du es bislang für ihn warst - aber bitte bitte bitte für dich selbst! Du bist selbst für deine Sexualität verantwortlich und dafür, das Leben so gut es geht auszukosten. Auch wenn das manchmal zu schmerzhaften Trennungen führen sollte - ist das immer noch besser, als dein Leben für jemand anderes zu opfern.

Es gibt einen Podcast mit dem Titel "Release" - vielleicht findest du da Folgen, die für dich interessant ist. Die Sexualtherapeutin, die diesen Podcast macht, befasst sich viel mit diesen Themen und hat einen tollen, liebevollen Blick auf das ganze Thema Sexualität - der dir bestimmt auch gut tun würde!
 
C
Benutzer185636  (41) Öfter im Forum
  • #11
Das Du das überhaupt solange mitgemacht hast. Es hat sich nach 5 Jahren nichts verbessert (eher im Gegenteil) und es wird sich zukünftig nichts verbessern. Es ist zwar Ehrenwert, dass Du auf Deinen Freund Rücksicht nimmst und trotz der anfänglichen Erektionsproblemen und jetzigen Depressionen zu ihm hältst. Aber Du musst auch an Dich und Deine Gesundheit denken. Es ist nicht Deine Aufgabe, Deinen Freund zu therapiere und zu heilen. Schon gar nicht, wenn er selbst nicht dazu beitragen kann oder will.

Spätestens an dem Zeitpunkt wo Du selbst schmerzen hast und unter der Situation leidet, sollte ein Schlussstrich gezogen werden. Ja, eine Trennung ist immer schwer. Besonders für Deinen Freund, wenn er psychisch nicht stabil ist. Aber es ist nicht Deine Schuld und nicht Deine Verantwortung. Du musst Dich selbst schützen und da eine Besserung in absehbarer zeit nicht ersichtlich ist und Du schon 5 Jahre durchgehalten hast, ist es nicht verwerflich, wenn Du die Beziehung nun beendest.
 
Bembelschorsch
Benutzer186758  (52) Öfter im Forum
  • #12
Nein
Nach meiner Erfahrung wird das nicht besser
Ich befürchte auch das du als Netz und doppelter Boden im gesamten Alltag für ihn fungierst. Das ist weder für ihn noch für dich gut.
Deine Rolle in der Beziehung ist gar nicht die Rolle die du dir wünscht.
Wo soll da auch ein Vibe aufkommen.
Die Gesamtlast ist zu hoch und ungerecht verteilt.
Du bist selber verantwortlich für dein Glück und dem stehst du grad selbst im Wege.
Alles gute
 
krava
Benutzer59943  (43) Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
  • #13
Ich (24) und mein Freund (28) sind bald 5 Jahre zusammen. Das Thema „Sex" ist schon seit Anfang an ein ziemliches Problem.
In den ersten Monaten unserer Beziehung hatten wir gar keinen Sex, da er Errektionsprobleme hatte und es ihm psychisch aufgrund von Stress nicht gut ging. Dann haben wir versucht das mit dem Sex überhaupt „hinzubekommen".
Doch was soll ich sagen, das war leider nie richtig gut… Natürlich gehören immer zwei dazu aber wir haben uns im Bett noch nie so wirklich eingespielt. Er war ehrlich gesagt auch immer sehr egoistisch. Es gab nie ein Vorspiel für mich. Er hat mich untenrum nie angefasst, was zur Folge hatte, dass ich Sex irgendwann nur noch mit Schmerzen assoziiert habe, da ich auch nie wirklich feucht wurde. Ich war, auch wenn es sich vielleicht blöd anhört, meistens froh wenn er einen Orgasmus hatte, damit der Sex wieder vorbei war. Nach dem Sex war ich fast immer traurig und enttäuscht. Irgendwann hatte er damit angefangen, beim Sex einen Porno laufen zu lassen, als „Hilfe". Da der Sex immer sehr monoton und nach Schema F ablief hatte ich mir die Mühe gemacht um für etwas Abwechslung zu sorgen. Ich habe mir z.B. sexy Dessous gekauft, verschiedene Sextoys besorgt, ihn mit Massageöl massiert usw..
Doch wirklich gebracht hat das alles nichts.
warum hast du das denn alles über dich ergehen lassen?
wie stufst du das denn heute rückblickend alles ein?
würdest du das noch mal machen?

Dann kamen seine Depressionen wodurch wir jetzt zwei Jahre lang gar keinen Sex mehr hatten.
warst du froh darüber, dass ihr keinen Sex mehr hattet?
Oder hast du selbst den schlechten Sex vermisst?
Versteh ich das richtig, dass du guten Sex mit ihm gar nicht kennst? Oder kennst du ihn generell nicht? Oder hattest du vor ihm andere Partner?

Ich hatte immer mal wieder Annäherungsversuche gestartet, doch wurde stets von ihm abgewiesen. Das hat sich bei mir total eingebrannt, sodass ich mich von ihm körperlich immer mehr distanziert habe.
warum überhaupt Annäherungsversuche? wenn er dich sexuell doch immer nur verletzt hat?
hast du gedacht du musst das machen, weil ihr zusammen seid?
warum hast du dich da so erniedrigt und erniedrigen lassen?
hast du das mal hinterfragt?

Mittlerweile geht es ihm psychisch wieder einigermaßen besser.
das heißt was genau?
Ist er zurück im Berufsleben, nimmt er Medikamente, macht er Therapie etc? Oder was heißt dieses es geht ihm einigermaßen besser?
Und vor allem wie geht es dir?
fragt er überhaupt mal danach? Hast du selbst nie über eine Therapie für dich nachgedacht?
Würdest du dich selbst nicht als traumatisiert einstufen?
Ja, wir kuscheln schon noch und küssen uns auch, doch mehr passiert nicht. Er kam vor kurzem auf mich zu, und meinte dass er das mit dem Sex wieder mit mir angehen will, er mich auch sexy findet und mir wieder näher sein will.
aha und du hast dann gesagt "ja okay" oder was sonst?
dass dein Freund sich vielleicht mal entschuldigt, seine Fehler einsieht und auf den Tisch packt... so was kommt nicht?
Und so was erwartest du auch nicht? Warum nicht?
Weiß dein Partner überhaupt wie weh er dir getan hat?

Wir haben letztens auch mal nur mit Unterwäsche gekuschelt (ging von mir aus) und uns etwas intensiver geküsst (was wir zwei Jahre lang auch nicht mehr getan haben). Es hat sich für mich aber in der Situation komisch und ungewohnt angefühlt und ich merkte, dass ich total blockiert bin.
das wundert dich hoffentlich nicht. Diese Funktion ist ja auch eine Schutzfunktion und sehr wichtig.
Mir tut das so weh für meinen Freund aber ich weiß nicht, was ich machen kann um mich wieder so richtig fallen lassen zu können, ohne dass mein Körper total angespannt ist. Einerseits verständlich, da ich ja zwei Jahre lang von ihm abgelehnt wurde und ich auch zuvor den Sex immer mit Stress, Schmerzen und Negativität assoziiert habe.
also mir tut das eher für dich weh! :ratlos:
Und je mehr ich lese desto dringender rate ich dir zu therapeutischer Hilfe, um einfach wieder auf die Beine zu kommen und deinen Selbstwert wieder zu finden. Der ist ja irgendwo ganz tief vergraben und nach allem was du mitgemacht hast ist das auch kein Wunder.
Da kann dein Freund nicht einfach kommen und sagen "ich will jetzt wieder Sex mit dir", dann kuschelt ihr ein bisschen und ab gehts.

Zudem muss ich gestehen, dass die Anziehung zu meinem Freund stark nachgelassen hat, da wir in den letzten Jahren nur wie „Freunde" gelebt haben.
umso mehr wundere ich mich darüber, dass du nicht stop sagst!!

Ja, er ist immer für mich da, er unterstützt mich und steht auch immer hinter mir…
er unterstützt dich wobei?
dabei dein Trauma zu bewältigen? Nee gar nicht. Das nimmt er ja nicht mal zur Kenntnis. Wobei du es ja auch ignorierst und nicht anerkennst. Aber das macht es nicht besser. Er hats gemacht und du hast ihn machen lassen und jetzt ist das Kind leider in den Brunnen gefallen. Nur wirst du da nicht mehr so einfach raus kommen fürchte ich. Das braucht vor allem eins, nämlich Einfühlungsvermögen. Und das scheint bei deinem Freund überhaupt nicht zu existieren!

Doch mir fehlt etwas in unserer Beziehung.
und wie bezeichnest du das?
Deswegen wäre meine Frage: Kann man nach so einer langen Zeit wieder zueinander finden?
halte ich für ausgeschlossen und vor allem auch nicht für erstrebenswert.

Was kann ich tun?
dich trennen, dein Leben selbst in die Hand nehmen, Stärke suchen und dann zeigen, dir therapeutische Hilfe suchen, die Vergangenheit aufarbeiten.
Ich habe ehrlich gesagt auch schon über eine Trennung nachgedacht, da ich auch keine Beziehung ohne Sex oder mit schlechten Sex haben will und ich das ganze schon sehr lange mitmache… so habe ich mir meine 20er auch nicht vorgestellt…
dass ihr keinen Sex habt, ist doch das kleinste Problem. Das ist sogar gut, denn du kannst mit diesem Mann aus verständlichen Gründen gar keinen entspannten Sex haben. Also lass es auch bleiben.

Bin vielleicht doch ich das Problem?
das Problem ist, dass ihr anscheinend seit Jahren versucht etwas passend zu machen was gar nicht passt und ihr habt beide Baustellen. Das macht es noch schwerer. Ihr wollt euch gegenseitig helfen, zieht euch aber leider nur gegenseitig runter.
Und du verwechselst Liebe auch mit Therapie, du lastest dir etwas auf, das du weder leisten kannst noch musst.
Würde eine Paartherapie noch Sinn machen?
eine Paartherapie kann keine 5 Jahre ungeschehen machen.
Wie viel Energie soll ich noch in diese Beziehung stecken?
null.
Ich halte es für wesentlich sinnvoller, wenn du deine Energie in eine Trennung und einen Neuanfang steckst.

Alles gute dir
 
G
Benutzer Gast
  • Themenstarter
  • #14
Wie sind denn deine Erfahrungen vor ihm gewesen?
Ich hatte vor ihm eine Beziehung, die zu Brüche gegangen ist, da er mir untreu war. Der Sex war aber echt gut. Damals war ich ziemlich schüchtern, doch trotzdem“lockte er mich immer aus der Reserve“ und ich wurde auch selbstbewusster und habe den Sex immer genossen. Schmerzen hatte ich damals nie.

Warum hast du nie was gesagt?
Ich habe in der Vergangenheit schon des Öfteren gesagt, dass ich Schmerzen beim Sex habe. Daraufhin habe ich schon gemerkt, dass es ihm natürlich was ausmacht, wenn ich Schmerzen habe und er dachte dass es vielleicht etwas körperliches/anatomisches sein muss. Ich habe ihm aber dann vorgeschlagen, dass wir unser Vorspiel etwas länger machen könnten (bzw. es für mich überhaupt ein Vorspiel gibt - denn meistens habe ich ihm beim Vorspiel immer einen BJ oder HJ gegeben usw.). Aber daraufhin hat sich am Vorspiel leider nichts geändert. Vielleicht hätte ich noch deutlicher sein können?!

Sonst habe ich auch schon mal angedeutet, dass der Sex, den wir haben etwas „langweilig“ ist. Doch das hat er leider nicht gut weggesteckt und war ziemlich nachtragend…
 
G
Benutzer Gast
  • Themenstarter
  • #15
hattest du jemals einen orgasmus bei ihm?
weiß er das?... wenn ja warum schläft er mit jem der froh is wenns rum is?
Einen Orgasmus hatte ich bei ihm nie!
Er hat mich auch noch nie danach gefragt ehrlich gesagt.
Aus Angst ihn zu verletzten, habe ich das auch nie angesprochen. Er ist sehr sensibel und ich wollte auch nicht, dass er sich gekränkt fühlt.

Wenn ich Schmerzen hatte und es nicht mehr ging habe ich ihm das auch so gesagt. Also es war definitiv nicht so dass ich bis zum Schluss „durchgezogen“ habe, sondern habe es immer kommuniziert.
 
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C
Benutzer204011  (36) Öfter im Forum
  • #19
Liebe Kathi,
ich will dir nicht zu nahe treten, aber bevor ich dir Tipps gebe, möchte ich dir erstmal die Frage stellen, warum bist du überhaupt noch mit ihm zusammen?
Unabhängig von dem nicht vorhandenen Sex, lese ich auch sonst viel Negatives. Kein Vertrauen da, er geht und ging überhaupt nicht auf dich und deine Bedürfnisse ein, stattdessen fragst du immer noch dich was du ändern kannst, fehlende oder kaum noch vorhandene Anziehung...

Also bevor du ernsthaft nach einer Lösung wegen eurer Sexsituation suchst, stell dir erstmal die Frage, ob und was du an deinem Freund noch toll findest bzw. liebst? Sind da wirklich noch echte Gefühle bei dir oder bist du eher aus "Gewohnheit" mit ihm zusammen? Meinst du, du kannst ihn wegen seiner Probleme jetzt nicht im Stich lassen? Fühlst du dich in gewisser Weise abhängig von ihm? z.B. Wohnsituation, finanziell?

Ohne deine Bewggründe für ihn zu kennen, kann ich dir sonst nur raten einen Schlussstrich zu ziehen. Seine Probleme sind nicht deine Probleme. Auch in einer Beziehung kannst man seinem Partner nur unterstützen und zur Seite stehen, die Probleme muss er am Ende selbst erkennen und lösen. Du hast da jetzt seit einigen Jahren geduld und dein Freund entwickelt sich eher zum Schlechten. Du bist viel zu jung um eine unglückliche Beziehung dein Leben bestimmen zu lassen. Du bist 24 und hast quasi ein Fünftel deines Lebens in einer eher negativ behafteten Beziehung verbracht. Das macht eben auch was mit dir selbst. Also rein für deine psychische Gesundheit, kann ich dir vom bisher geschilderten nur zur Trennung raten. Du wirst ohne deinen Freund und seine Probleme ziemlich sicher aufblühen, weil du dich dann endlich mal um dich selbst kümmerst.
 
krava
Benutzer59943  (43) Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
  • #24
Es ist ja nicht so, als wäre er mir nicht mehr wichtig.
Deine Gesundheit und deine Bedürfnisse sollten dir aber wichtiger sein.
und dass du dir bei der person Unterstützung holst, wegen der du Unterstützung brauchst ist grotesk.

du bist instabil, weil dein Partner instabil ist und weil du seit Jahren zurücksteckst und dich verpflichtet fühlst.

Wenn du einen Schlussstrich ziehst wird es dir mit jedem Tag besser gehen, auch wenn du dir das aktuell nicht vorstellen kannst.
Als alleinstehende Frau mit festem Einkommen und ohne Haustiere dürftest du problemlos eine kleine 2 Zimmer Wohnung finden.
Und dann sortierst du dich erst mal, bekommst dein Leben auf die Reihe, orientierst dich neu und dann in 1-2 Jahren wird sich dann vielleicht zeigen, ob noch so was wie Freundschaft mit deinem Ex möglich ist und wenn nicht, dann ist das auch kein Weltuntergang. Denn auch Freundschaft funktioniert so nicht. Auch für eine Freundschaft seid ihr viel zu belastet und Freundschaft definiert sich nicht dadurch, dass man sich gegenseitig nicht gut tut und sich dann wieder gegenseitig deswegen hilft.
das ist weder Freundschaft, noch Beziehung, sondern schlicht und einfach Abhängigkeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
mr-cat
Benutzer211097  (64) Ist noch neu hier
  • #29
Hallo, hatte ja ziemlich am Anfang meine Meinung kund getan.
Du bekommst jetzt viele gut gemeinte Ratschläge und Hilfestellungen.
Aber irgendwann schläft der Thread ein.
Es wäre, zumindest für mich, mal interessant, irgendwann in der Zukunft hier eine Rückmeldung zu bekommen, welchen Weg Du gegangen bist.
Ist ja oft in Foren so, dass Probleme (egal ob emotional, oder technisch) diskutiert werden, aber man bekommt selten eine Rückmeldung, welcher Weg dann eingeschlagen wurde.
 
fox79
Benutzer204515  (46) Verbringt hier viel Zeit
  • #30
Ich glaube ein indianisches Sprichwort würde zu deiner Situation sagen:

Du reitest ein totes Pferd!

Du bist zu jung um mit einem Kerl der dir nicht richtig zuhört und der nicht wirklich auf deine Wünsche und Bedürfnisse eingeht, in einer WG zu leben.

Das ihr sexuell nicht zusammenpasst ist auch klar, oder? Du magst offensichtlich gerne Zärtlichkeiten rundum den eigentlichen Sex und er halt "rauf-rein-raus-runter ... 2 Minuten sind doch reichlich..."

Das Einzige, dass euch derzeit noch verbindet ist offensichtlich Gewohnheit. Das ist ein mieser Grund zum zusammenbleiben!
 
Raven88
Benutzer206426  (37) Öfter im Forum
  • #31
Edit.
 
Zuletzt bearbeitet:
G
Benutzer Gast
  • Themenstarter
  • #32
Vielen Dank für die ganzen Ratschläge!
Ich habe mit ihm vor ein paar Tagen gesprochen (habe alles angesprochen was mich stört und dass ich auch über eine Trennung nachdenke). Er hat unglaubliche Angst mich zu verlieren und verhält sich aktuell wie ein anderer Mensch. Er gibt so extrem viel Mühe und will vor allem das mit dem Sex auch wieder hinbekommen. Er hat mir auch angeboten eine Paartherapie zu machen.
Ich weiß nur nicht ob ich ihm noch eine zweite Chance geben soll…
 
G
Benutzer Gast
  • Themenstarter
  • #34
Wieder? Der Sex war doch noch nie gut - weiß er das?
Ja, er weiß dass der Sex nicht gut war. Aber er meint, dass wir damals auch nicht wirklich gut kommuniziert hatten und wir, wenn wir uns nochmal aufeinander einlassen, es auch hinbekommen können… ist natürlich mit viel Arbeit verbunden und das geht nicht von heute auf morgen.
 
krava
Benutzer59943  (43) Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
  • #35
Das was du durch hast ist nicht viel anders als Missbrauch.
und ich glaube nicht, dass das deinem Partner klar ist.

du bist so jung und euch verbindet fast nur schlechtes. Da rate ich eher zur Trennung und zu einer Therapie für DICH. Das alles zu verarbeiten wird schwer genug und das wird Dich sehr wahrscheinlich auch mit anderen Männern wieder einholen.
Das braucht viel Zeit und auch therapeutische hilfe, die du dir schnellstens suchen solltest.

ohne Druck das mit deinem Partner wieder hinzubekommen.
Er ist für sich selbst verantwortlich, kann sich auch um eine Therapie kümmern und muss zusehen wie er alleine klar kommt.
 
fox79
Benutzer204515  (46) Verbringt hier viel Zeit
  • #36
Er gibt so extrem viel Mühe und will vor allem das mit dem Sex auch wieder hinbekommen.
Da ist mit Sicherheit einige Kommunikation erforderlich. Ihr müsst, wenn ihr euch dafür entscheidet es zu versuchen, einfach zusammen probieren was du möchtest und was er dir geben kann und natürlich auch umgekehrt.
Er hat mir auch angeboten eine Paartherapie zu machen.
Ich weiß nur nicht ob ich ihm noch eine zweite Chance geben soll…
Das ist jetzt die große Frage, oder?

Ich vermute mal, dass du hier geschrieben hast, weil du die Beziehung nicht so schnell aufgeben wolltest, die logische Konsequenz wäre es also, es nochmal zu probieren, mit Paartherapie.

Andererseits ist dir wahrscheinlich auch durch deine eigenen Beiträge und durch die Beiträge der anderen klar geworden, dass deine Beziehung eher nicht optimal für dich und deine Bedürfnisse ist.

Wie auch immer, entscheide dich eindeutig und dann zieh es durch.

LG
Fox
 
W
Benutzer180521  Verbringt hier viel Zeit
  • #37
Wenn du dich jetzt noch nicht entscheiden möchtest/kannst, könntest du dir für dich selbst auch eine Frist setzen, in der du schaust, ob sein Engagement und Sinneswandel von Dauer sind oder direkt wieder abflauen, wenn er sich deiner wieder sicher ist.
 
G
Benutzer Gast
  • Themenstarter
  • #38
Wenn du dich jetzt noch nicht entscheiden möchtest/kannst, könntest du dir für dich selbst auch eine Frist setzen, in der du schaust, ob sein Engagement und Sinneswandel von Dauer sind oder direkt wieder abflauen, wenn er sich deiner wieder sicher ist.
Ich denke das mit der Frist ist eine sehr gute Idee. So könnte ich auch sehen, wie ernst er es auch wirklich meint oder ob die Veränderung nur von kurzer Dauer ist.

Ich habe auch ehrlich gesagt schon an eine Beziehungspause gedacht, einfach um mehr Raum und Zeit zu haben, mir Gedanken zu machen was ich wirklich in einer Beziehung will und wie es wäre ohne ihn zu sein. Mittlerweile weiß ich selbst nicht mal mehr, was ich in einer Beziehung erwarte…
Nur habe ich bisher ehrlich gesagt keine Erfahrungen mit Beziehungspausen gemacht. Wie spreche ich das bei meinem Partner an? Wie läuft sowas ab und macht das bei mir auch Sinn? Für wie lange macht man dann eine Pause? Wie gestaltet man die Pause und wie reflektiert man sich dann im Anschluss?

Mein Partner hat mir vor ein paar Tagen vorgeschlagen, mit mir in eine schönere/größere Wohnung umzuziehen, doch ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob das gerade eine so gute Idee ist. Mir ist es ehrlich gesagt gerade alles zu viel und ich kann keinen klaren Gedanken fassen, was ich will und was nicht…

Auch haben wir nochmal über das Sexthema gesprochen und er meinte zu mir, dass der Sex den wir bisher (also die 2 Jahre) hatten, noch sehr ausbaufähig war und er auch weiß, dass er damals beim Sex nichts für mich getan hat, also kein Vorspiel usw.
Ich war echt sprachlos, dass ihm das auch bewusst war und er die ganzen Jahre nichts zu mir gesagt hat. Ich dachte immer, er wüsste es nicht besser.
Doch er meinte zu mir, dass es ihm auch vor 5 Jahren schon psychisch nicht gut ging und sich die Depression damals schon angebahnt hatte und er keine Kraft hatte sich damit auseinanderzusetzen. Jetzt geht es ihm aber langsam wieder besser (durch seine Psychotherapie) und er möchte das in Zukunft ändern und beim Sex auch mehr auf mich eingehen.
Doch ich frage mich: Ist es schon zu spät nach so vielen Jahren? Ich würde mich ja gern darauf einlassen aber die 5 Jahre voller Ablehnung, sexueller Frustrierung usw. kann ich nicht einfach ungeschehen machen. Habe ihm oft erklärt, warum es mir jetzt so schwer fällt, mich auf ihn einzulassen und ihm nochmal in dieser Hinsicht eine Chance zu geben, doch er kann das nicht so ganz verstehen. Er meinte zu mir, dass ich ihn doch liebe und wenn Liebe da ist, man sich auch wieder annähern und zusammenfinden kann. Er möchte mir Zeit geben und sich wieder langsam rantasten.
Doch für mich scheint das wie ein unüberwindbares Hindernis und ich bin total blockiert.

Auch die Anziehung ist nicht mehr so wirklich da. Er hat auch bestimmt 20 kg durch seine Depression zugelegt. Natürlich sind Äußerlichkeiten nicht alles, doch durch seine Gewichtszunahme finde ich ihn körperlich auch nicht mehr so wirklich attraktiv... Ich fühle mich echt schlecht, dass ich in der Hinsicht so oberflächlich denke…
 
G
Benutzer Gast
  • Themenstarter
  • #39
Das was du durch hast ist nicht viel anders als Missbrauch.
und ich glaube nicht, dass das deinem Partner klar ist.
Das war mir zuvor auch nicht wirklich bewusst aber damit könntest du wirklich recht haben…
du bist so jung und euch verbindet fast nur schlechtes. Da rate ich eher zur Trennung und zu einer Therapie für DICH. Das alles zu verarbeiten wird schwer genug und das wird Dich sehr wahrscheinlich auch mit anderen Männern wieder einholen.
Das braucht viel Zeit und auch therapeutische hilfe, die du dir schnellstens suchen solltest.
Ich bin übrigens schon auf der Suche nach einem passenden Therapieplatz für mich.
Ich denke auch dass dies ein Thema ist, das mich noch lange begleiten wird und es nicht innerhalb ein paar Wochen/Monate erledigt ist.

Denke die Ausmaße sind meinem Partner nicht wirklich bewusst.
 
Weseraue
Benutzer192870  (54) Verbringt hier viel Zeit
  • #40
Du erkennst das schon ganz richtig, die Beziehung ist praktisch am Ende. Dass er dir jetzt entgegen kommt, resultiert nur aus der Angst, dich zu verlieren. Ob seine Änderungsbereitschaft nachhaltig ist, darf angesichts seines bisherigen Verhaltens eher angezweifelt werden.

Wenn du einmal versuchst, die letzten Jahre einmal ganz nüchtern zu betrachten, wirst du feststellen, dass du etwas besseres immer finden wirst.

Du bist für sein Leben und seine Erkrankung nicht verantwortlich, sondern für dein eigenes Wohlergehen.
Du wirkst im Moment fast zerbrochen, von daher solltest du aktuell erst einmal nur an dich denken. Eine neue, gemeinsame Wohnung soll da inwieweit helfen?

Ich drücke dir die Daumen, dass du den Absprung schaffst, das Leben hat dir mehr zu bieten als eine solche Beziehung.
 
F
Benutzer182209  Sorgt für Gesprächsstoff
  • #41
Ich kann mich all meinen Vorrednern, die dir zur Trennung raten, nur anschließen. Ich kann verstehen dass es dir nicht leicht fällt und du deinen besten Freund nicht verlieren willst. Aber mal ehrlich, so wie ich das lese ist er nie auf dich und deine Bedürfnisse eingegangen. Erektionsprobleme hin oder her...gerade in der Anfangszeit sollte der Sex doch noch aufregender sein, wenn alles noch neu ist...und wenn es von anfang an so war kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen, wie es sich nach der langen Zeit zum guten ändern soll. Du bist noch jung und mit der sexuellen Situation unzufrieden...da gibt es nur eine Lösung...
 
krava
Benutzer59943  (43) Verhütungsberaterin mit Herz & Hund
  • #42
Das war mir zuvor auch nicht wirklich bewusst aber damit könntest du wirklich recht haben…
Deine Bedürfnisse und dein Körper wurden missbraucht. Also ich kann es nicht anders nennen leider.
Und dass das nicht in bösartiger Absicht passiert ist, macht es nicht besser und ändert auch nichts.

Ich bin übrigens schon auf der Suche nach einem passenden Therapieplatz für mich.
dann wünsch ich dir schnellen Erfolg :smile:
Ich denke auch dass dies ein Thema ist, das mich noch lange begleiten wird und es nicht innerhalb ein paar Wochen/Monate erledigt ist.
leider nein.
Denke die Ausmaße sind meinem Partner nicht wirklich bewusst.
dann erklär es ihm.
Und mach ihm deutlich, dass du dich schützen willst und musst und wenn ihm was an dir liegt, dann hält er sich schon allein deshalb von dir fern. Er tut dir nicht gut, nach wie vor nicht. Egal wie lieb er jetzt aktuell ist. Aber die Vergangenheit lässt sich nicht abschütteln und mit ein bisschen Liebsein lassen sich so viele Jahre ganz sicher nicht ausgleichen.
Für dich mag das viel bedeuten, aber mal ehrlich: nach allem was war und nach dem Paket, das dein Freund dir so lange aufgeladen hat... da ist das viel zu wenig.
 
G
Benutzer213283  (32) dauerhaft gesperrt
  • #43
Du musst für dich einstehen und deine Bedürfnisse an erster Stelle setzen, denn außer dir, wird das niemand tun.

Für eine gesunde und glückliche Beziehung müsst ihr beide Sorgen, alleine kämpfen lohnt sich nicht.

Auch wenn er krank ist, kann er Hilfe annehmen und das mit dir zusammen durchstehen. Du scheinst sehr fürsorglich zu sein, aber er muss es auch annehmen und etwas daraus machen. Das scheint mir nicht der Fall zu sein, denn wie du beschreibst, ist er gar nicht in der Lage, auf dich einzugehen, deine Bedürfnisse zu sehen. Nach so einer langen Zeit, musst du einen Schlussstrich ziehen, wenn du dein Glück finden möchtest. Kümmere dich jetzt erstmal um dich, finde heraus, was du möchtest und umsorge dich.
 
P
Benutzer195976  (24) Sorgt für Gesprächsstoff
  • #44
Bin vielleicht doch ich das Problem?
So wie du das schilderst, nein, keinesfalls bist du das "Problem". Du bist die deiner Bedürfnisse bewusst und hast jedes Recht dazu diese auch ausleben zu dürfen.


Würde eine Paartherapie noch Sinn machen? Wie viel Energie soll ich noch in diese Beziehung stecken?
Wie steht er zu Therapie generell (auch im Hinblick auf seine Depressionen)?

Wenn du eine wirkliche Zukunft in dieser Beziehung siehst, macht es Sinn um diese zu kämpfen. Allerdings deute ich viele deine Äußerungen insofern, als dass du als Partner mehr oder weniger mit ihm abgeschlossen hast (dass ihr seit zwei Jahren quasi nur Freunde seid, dass er beim Sex ohnehin schon seit jeher egoistisch ist und nicht auf deine Bedürfnisse eingehen und dass du selbst dir diesen deinen Lebensabschnitt nicht so vorgestellt hast).

Wie bewertest du deine eigenen Äußerungen, im Hinblick darauf wie du dich bzw deine Beziehung weiterentwickeln willst?
 
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