A
Benutzer128067
Benutzer gesperrt
- #1
tl;dr Krankheit macht mein Leben fertig. Ich bin 23 und innerhalb von 1.5 Jahren total kaputtgegangen.
Lange Jammerversion:
Alles begann ca. im Januar 2012. Ich hatte eine intensive Grippe, 41°C Fieber kommend und gehend für zwei bis drei Tage, und nach entsprechenden Medikamenten flachte das alles ab und in zwei Wochen war ich zumindest asymptomatisch.
Ob ich danach wirklich 'gesund' war, im Sinne von völlig bekämpfter Infektion, ist mir unklar. Aber wahrscheinlich nicht, denn daraufhin bekam ich ca. 3 Wochen später eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung. Im Juni bekam ich Atemschwierigkeiten durch die Nase, und mein HNO Arzt hat (Ansätze von) Nasenpolypen festgestellt. Ich wollte sie mir nicht entfernen lassen, weil sie noch nicht groß genug waren um wesentlich zu stören, und ich bin regelmäßig in die Sauna gegangen. Davon gingen die Nasenpolypen tatsächlich weg, und die Entzündung ging Anfang August ausreichend weg, sodass ich sie nicht mehr gespürt hatte - kam seit dem auch nicht zurück. Zwei Wochen später bekam ich eine Mandelentzündung, mit der ich nicht zum Arzt bin, weil ich sie mit herkömmlichen Mitteln aus der Apotheke behandeln konnte und sie relativ rasch wieder wegging.
Müde war ich da schon die ganze Zeit. Ich brauchte mindestens 13-14 Stunden Schlaf am Tag und auch damit bin ich auch völlig kraftlos und ohne Elan, aber wenigstens kippe ich nicht um. So geht es mir jetzt auch noch im Wesentlichen.
Das Problem begann dann im September, weil ich seit dem alle 1.5 - 3 Wochen eine Mandelentzündung (weiße Flecken am Rachen, golfballgroße Mandeln, geschwollene Lymphknoten am Hals, teilweise auch geschwollene Lymphknoten in den Achsenhöhlen, erhöhte Temperatur) hatte, insb. nach egal wie leichtem Sport. Im Januar bin ich zu einem anderen HNO Arzt, er hat eine bakterielle Mandelentzündung festgestellt (
) und mir Amoxicillin als Antibiotikum für 10 Tage verschrieben. Am 9. Tag der Behandlung, als die Mandelentzündung schon weg war, bekam ich einen sehr schmerzhaften Ausschlag auf dem ganzen Körper, der dann begann zu jucken und ich nachts um 02:00 in die Notaufnahme musste, weil es nicht auszuhalten war. Sie behandelten mich mit Prednisone, Dimetindene, und Ranitidin intravenös, wovon der Ausschlag ein wenig zurückging und ich zuhause einschlafen konnte. Die behandelnde Ärztin hat bei mir eine Penicillin-Allergie in die Akte eingetragen und das war's.
Am nächsten Tag bedeckte der Ausschlag schon mein Gesicht und die Handflächen, zum Abend hin wurde es schlimmer. Ich ging um 03:00 in die Notaufnahme, nachdem ich vergebens versucht habe einzuschlafen.
Der Pfleger dort war extrem unfreundlich und wollte mich wegen dem Ausschlag wegschicken, ich habe aber einen Aufstand gemacht und wurde dann behandelt. Er hat mir den Fieberthermometer so in's Ohr gerammt, dass ich für eine Woche Ohrenschmerzen hatte. -.- Aber egal, darum geht es nicht. Ich habe dann wieder das selbe Cocktail bekommen, wie die Nacht zuvor, hat aber nicht mehr gewirkt. Ich habe dann die behandelnde Ärztin, eine andere, gebeten einen Labortest dort direkt vor Ort zu machen, und auf infektiöse Mononukleose (Epstein-Barr Infektion im lytischen Zustand, i.e. Pfeiffer'sches Drüsenfieber) zu überprüfen, weil ich im Internet gelesen habe, dass das zu einer toxischen Reaktion mit Amoxicillin führen kann, was sich durch so einen Ausschlag sich ausdrückt. Sie kannte diesen Zusammenhang und hat den Test gemacht, und er war positiv. Dann kam eine Internistin, die einen Ultraschall meines Abdomens gemacht hat, und festgestellt hat, dass die Milz und meine Leber nennenswert vergrößert sind.
Okay, das Problem ist nur, dass ich entweder das Drüsenfieber nachher bekam, oder eine chronische Version davon habe. Letztere ist aber praktisch nicht möglich(?) bei Patienten ohne Immunschwäche. Ich habe keine Immunschwäche, hatte ich nie, und es gab dafür nie einen Grund zur Annahme. Krankheiten waren bei mir relativ selten, vielleicht ein Mal in 2-3 Jahren.
Dieser dauerhafte Krankheitszustand mit extremer Müdigkeit und nur Momenten von geistiger Klarheit, wie ich es von früher gewohnt bin, machen mich fertig.
Bis zum 5. Semester meines Bachelorstudiums war ich ein 1.0 Student. Alle Prüfungen, Klausuren, etc. waren bei mir 1.0, und ich hatte schon Sachen für den Master vorgeprüft. Seit letztes Jahr packe ich nichts mehr. Vorbereitung auf Prüfungen war fast unmöglich, da ich alle 2-3 Wochen krank war, und so kann man einfach nicht lernen. Ich bin in zwei Prüfungen durchgefallen, die eine hatte ich wiederholt und nur 3.0 bekommen, und das auch nur mit wahnsinnig viel Kulanz des Professors. Die andere Prüfung muss ich noch wiederholen, und diese ist für meinen Master, und das muss 1.0 werden, aber ich habe keine Kraft dafür. Ich liebe mein Fach, und ich liebe mein Studium, und ich will etwas in meinem Leben erreichen, aber so geht es kaum weiter.
Das gekoppelt mit meiner situationsbedingter Depression, sozialen Problemen (siehe Thread über Frauen), und der Tatsache, dass ich wegen der chronischen bakteriellen Superinfektion der Mandeln und der EBV Infektion gefährdet bin eine Endokarditis zu bekommen, machen mich fertig. Ich kann nicht ein Mal Sport machen, um etwas mehr Elan zu bekommen, weil ich dabei praktisch draufgehen kann.
Seit den Antibiotika geht es mir ein wenig besser und ich versuche das meiste 'draus zu machen, aber naja, wieder in's Lernen reinzukommen ist wahnsinnig schwer.
Die Mandeln werde ich im April entfernen lassen, weil sie auch irreparabel kaputt sind.
Mein Studium ist auch fast geschrottet, und es klingt einfach sau blöd zu sagen, ich konnte dies und jenes nicht machen, weil meine Mandeln entzündet waren. -.- Meh.
Naja, danke für's Lesen, wer auch immer das gelesen hat.
Lange Jammerversion:
Alles begann ca. im Januar 2012. Ich hatte eine intensive Grippe, 41°C Fieber kommend und gehend für zwei bis drei Tage, und nach entsprechenden Medikamenten flachte das alles ab und in zwei Wochen war ich zumindest asymptomatisch.
Ob ich danach wirklich 'gesund' war, im Sinne von völlig bekämpfter Infektion, ist mir unklar. Aber wahrscheinlich nicht, denn daraufhin bekam ich ca. 3 Wochen später eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung. Im Juni bekam ich Atemschwierigkeiten durch die Nase, und mein HNO Arzt hat (Ansätze von) Nasenpolypen festgestellt. Ich wollte sie mir nicht entfernen lassen, weil sie noch nicht groß genug waren um wesentlich zu stören, und ich bin regelmäßig in die Sauna gegangen. Davon gingen die Nasenpolypen tatsächlich weg, und die Entzündung ging Anfang August ausreichend weg, sodass ich sie nicht mehr gespürt hatte - kam seit dem auch nicht zurück. Zwei Wochen später bekam ich eine Mandelentzündung, mit der ich nicht zum Arzt bin, weil ich sie mit herkömmlichen Mitteln aus der Apotheke behandeln konnte und sie relativ rasch wieder wegging.
Müde war ich da schon die ganze Zeit. Ich brauchte mindestens 13-14 Stunden Schlaf am Tag und auch damit bin ich auch völlig kraftlos und ohne Elan, aber wenigstens kippe ich nicht um. So geht es mir jetzt auch noch im Wesentlichen.
Das Problem begann dann im September, weil ich seit dem alle 1.5 - 3 Wochen eine Mandelentzündung (weiße Flecken am Rachen, golfballgroße Mandeln, geschwollene Lymphknoten am Hals, teilweise auch geschwollene Lymphknoten in den Achsenhöhlen, erhöhte Temperatur) hatte, insb. nach egal wie leichtem Sport. Im Januar bin ich zu einem anderen HNO Arzt, er hat eine bakterielle Mandelentzündung festgestellt (

Am nächsten Tag bedeckte der Ausschlag schon mein Gesicht und die Handflächen, zum Abend hin wurde es schlimmer. Ich ging um 03:00 in die Notaufnahme, nachdem ich vergebens versucht habe einzuschlafen.
Der Pfleger dort war extrem unfreundlich und wollte mich wegen dem Ausschlag wegschicken, ich habe aber einen Aufstand gemacht und wurde dann behandelt. Er hat mir den Fieberthermometer so in's Ohr gerammt, dass ich für eine Woche Ohrenschmerzen hatte. -.- Aber egal, darum geht es nicht. Ich habe dann wieder das selbe Cocktail bekommen, wie die Nacht zuvor, hat aber nicht mehr gewirkt. Ich habe dann die behandelnde Ärztin, eine andere, gebeten einen Labortest dort direkt vor Ort zu machen, und auf infektiöse Mononukleose (Epstein-Barr Infektion im lytischen Zustand, i.e. Pfeiffer'sches Drüsenfieber) zu überprüfen, weil ich im Internet gelesen habe, dass das zu einer toxischen Reaktion mit Amoxicillin führen kann, was sich durch so einen Ausschlag sich ausdrückt. Sie kannte diesen Zusammenhang und hat den Test gemacht, und er war positiv. Dann kam eine Internistin, die einen Ultraschall meines Abdomens gemacht hat, und festgestellt hat, dass die Milz und meine Leber nennenswert vergrößert sind.
Okay, das Problem ist nur, dass ich entweder das Drüsenfieber nachher bekam, oder eine chronische Version davon habe. Letztere ist aber praktisch nicht möglich(?) bei Patienten ohne Immunschwäche. Ich habe keine Immunschwäche, hatte ich nie, und es gab dafür nie einen Grund zur Annahme. Krankheiten waren bei mir relativ selten, vielleicht ein Mal in 2-3 Jahren.
Dieser dauerhafte Krankheitszustand mit extremer Müdigkeit und nur Momenten von geistiger Klarheit, wie ich es von früher gewohnt bin, machen mich fertig.
Bis zum 5. Semester meines Bachelorstudiums war ich ein 1.0 Student. Alle Prüfungen, Klausuren, etc. waren bei mir 1.0, und ich hatte schon Sachen für den Master vorgeprüft. Seit letztes Jahr packe ich nichts mehr. Vorbereitung auf Prüfungen war fast unmöglich, da ich alle 2-3 Wochen krank war, und so kann man einfach nicht lernen. Ich bin in zwei Prüfungen durchgefallen, die eine hatte ich wiederholt und nur 3.0 bekommen, und das auch nur mit wahnsinnig viel Kulanz des Professors. Die andere Prüfung muss ich noch wiederholen, und diese ist für meinen Master, und das muss 1.0 werden, aber ich habe keine Kraft dafür. Ich liebe mein Fach, und ich liebe mein Studium, und ich will etwas in meinem Leben erreichen, aber so geht es kaum weiter.
Das gekoppelt mit meiner situationsbedingter Depression, sozialen Problemen (siehe Thread über Frauen), und der Tatsache, dass ich wegen der chronischen bakteriellen Superinfektion der Mandeln und der EBV Infektion gefährdet bin eine Endokarditis zu bekommen, machen mich fertig. Ich kann nicht ein Mal Sport machen, um etwas mehr Elan zu bekommen, weil ich dabei praktisch draufgehen kann.
Seit den Antibiotika geht es mir ein wenig besser und ich versuche das meiste 'draus zu machen, aber naja, wieder in's Lernen reinzukommen ist wahnsinnig schwer.
Die Mandeln werde ich im April entfernen lassen, weil sie auch irreparabel kaputt sind.
Mein Studium ist auch fast geschrottet, und es klingt einfach sau blöd zu sagen, ich konnte dies und jenes nicht machen, weil meine Mandeln entzündet waren. -.- Meh.
Naja, danke für's Lesen, wer auch immer das gelesen hat.