Universal-Lösung Beziehung öffnen

Beziehungsretter

  • Ja

    Stimmen: 10 28,6%
  • Nein

    Stimmen: 23 65,7%
  • Noch zu früh um es zu beurteilen

    Stimmen: 5 14,3%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    35
distracted
Benutzer182842  Verbringt hier viel Zeit
  • #1
Bei wem hat es tatsächlich zufriedenstellend funktioniert und eine kriselnde Beziehung gerettet?
 
fox79
Benutzer204515  (46) Verbringt hier viel Zeit
  • #2
Für meine ExFrau und mich war es keine Option, daher das Ex.

Meine Freundin und ihr Mann haben das, wie ich finde, sehr gut hinbekommen.

Da bei den beiden jetzt ein großer Punkt, der die Beziehung immer weiter belastet hat, weggefallen ist, können die beiden die Teile der Ehe, die weiter gut funktionieren auch wirklich genießen.

Aber ganz wichtig, die beiden sind total ehrlich zueinander was ihre Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse angeht.
Wenn man das nicht ist, weil man das vielleicht nicht kann, oder will um sich selbst oder den Partner zu "beschützen", dann ist dann folgen da wahrscheinlich einige Probleme und verletzte Gefühle.
 
Diania
Benutzer186405  (53) Beiträge füllen Bücher
  • #3
Off-Topic:
Ich kann wahrscheinlich nicht wirklich mitreden, oder? Es war ja bei uns nie ein Notanker, wir haben es von Anfang an so gehalten. Wir waren skeptisch und ein wenig ängstlich, ob es klappt. Ergebnis ist aber großartig.
 
G
Benutzer Gast
  • #4
Bei wem hat es tatsächlich zufriedenstellend funktioniert und eine kriselnde Beziehung gerettet?
Aus einer kriselnden Beziehung heraus würde ich nie über eine Öffnung nachdenken, das verschlimmert nur die Situation.
Eine Öffnung braucht meiner Meinung nach ein stabiles Fundament.

Bei uns hat die Öffnung geklappt (sexuell geöffnet, nicht polyamor) aber wir haben auch eine feste gemeinsame Basis.
 
distracted
Benutzer182842  Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #5
Für meine ExFrau und mich war es keine Option, daher das Ex.

Meine Freundin und ihr Mann haben das, wie ich finde, sehr gut hinbekommen.

Da bei den beiden jetzt ein großer Punkt, der die Beziehung immer weiter belastet hat, weggefallen ist, können die beiden die Teile der Ehe, die weiter gut funktionieren auch wirklich genießen.

Aber ganz wichtig, die beiden sind total ehrlich zueinander was ihre Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse angeht.
Wenn man das nicht ist, weil man das vielleicht nicht kann, oder will um sich selbst oder den Partner zu "beschützen", dann ist dann folgen da wahrscheinlich einige Probleme und verletzte Gefühle.
Haben die Beiden noch Sex miteinander, oder wurde nur das ausgelagert?
 
distracted
Benutzer182842  Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #6
Off-Topic:
Ich kann wahrscheinlich nicht wirklich mitreden, oder? Es war ja bei uns nie ein Notanker, wir haben es von Anfang an so gehalten. Wir waren skeptisch und ein wenig ängstlich, ob es klappt. Ergebnis ist aber großartig.
Es geht mir tatsächlich um die kriselnde Beziehung, bei der in JEDEM Thread die Öffnung der Beziehung in den Raum geworfen wird. ich freue mich für dich, dass es bei euch so gut funktioniert 😘
 
HarleyQuinn
Benutzer121281  (36) Planet-Liebe ist Startseite
  • #7
Es hat insofern geholfen, dass mein Ex und ich noch länger in einer Beziehung waren als wir es ohne Öffnung gewesen wären. Ausserdem war es dadurch ein schönerer Abschluss der Beziehung.
 
Pizzabäckerin
Benutzer191613  (41) Öfter im Forum
  • #8
Die Frage ist aber auch wie man 'kriselnd' definiert. Und ab wann man dann wirklich feststellen kann, dass es funktioniert hat.
 
fox79
Benutzer204515  (46) Verbringt hier viel Zeit
  • #9
Haben die Beiden noch Sex miteinander, oder wurde nur das ausgelagert?
Nach meinem Kenntnisstand haben die beiden keinen Sex mehr miteinander. Grund für die Öffnung war ja, dass er keine Lust mehr hatte. Aber selbst eine Konstellation, in der die beiden noch gelegentlich Sex hätten wäre denkbar.
 
V
Benutzer163532  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #10
Ich denke, es kommt auf so viele Faktoren an. Fehlender Sex ist manchmal nur ein Symptom. Bei uns war es jedenfalls so.
Für uns hat es emotional nicht geklappt. Es ging damals aber noch nicht konkret um Sex, es waren vor allem emotionale Bedürfnisse, die beidseitig auf Strecke geblieben sind. Fehlender Sex war aber eine Begleiterscheinung.

Hätten wir uns nicht wieder füreinander entschieden, wären wir nun getrennt. Dritte Optionen sind für mich keine. Und ich werde künftig auch nur bloße Gedankenexperimente in diese Richtung unterlassen, ich kann damit nämlich nicht umgehen. Für ihn hat es auch nicht funktioniert in dem Moment, in dem er beschlossen hatte, dass wir es wieder zielgerichtet miteinander versuchen.
 
distracted
Benutzer182842  Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #11
Die Frage ist aber auch wie man 'kriselnd' definiert. Und ab wann man dann wirklich feststellen kann, dass es funktioniert hat.
Ja natürlich, aber gefühlt hat „Beziehung öffnen“ den Rat „geh zum Therapeuten“ abgelöst.

Nach meinem Kenntnisstand haben die beiden keinen Sex mehr miteinander. Grund für die Öffnung war ja, dass er keine Lust mehr hatte. Aber selbst eine Konstellation, in der die beiden noch gelegentlich Sex hätten wäre denkbar.
Also ne WG, solange bis die Kinder aus dem Haus sind 🙄
 
G
Benutzer Gast
  • #12
ch denke, es kommt auf so viele Faktoren an. Fehlender Sex ist manchmal nur ein Symptom.
Ich würde sagen, fehlender Sex ist immer ein Symptom - dafür, daß vorher nämlich schon viele andere Dinge (Kommunikation etc.) bereits im Argen lagen.
 
distracted
Benutzer182842  Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #13
Off-Topic:
ich hab da mal im Auftrag von Kuschelbär das Ja angekreuzt. Ungern ☝️
 
HarleyQuinn
Benutzer121281  (36) Planet-Liebe ist Startseite
  • #14
Ich sehe es übrigens nicht so, dass das hier als Universalretter empfohlen wird. Bei Themen, in denen die TS danach fragen ob eine Öffnung die Beziehung retten kann, wird ja zumeist sehr schnell auf die Risiken hingewiesen.

Mehr sehe ich eben das Aufzeigen der Öffnung als EINE Option, wenn eine der beteiligten Personen mit der Häufigkeit oder Qualität des Sex nicht zufrieden ist. Da lese ich dann in der Tat öfter "Mit dem Sex leben wie er ist, nochmals mit Partnermensch reden, Beziehung öffnen oder trennen" als Optionen.
 
distracted
Benutzer182842  Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #15
hmm … vielleicht lese ich dann zu selektiv.
 
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fox79
Benutzer204515  (46) Verbringt hier viel Zeit
  • #19
hmm … vielleicht lese ich dann zu selektiv.
Es springt einem durchaus ins Auge.

So wie ich das im Allgemeinen herauslese sind aber die Konstellationen oft auch so, dass der fehlende Sex in einer Beziehung eben "Das Problem" ist. Wenn die Beziehung sonst glücklich und stabil ist, dann kann eine Öffnung eine Lösung sein.

Falls der fehlende Sex das Problem ist, wird das weitere Fehlen zu weiteren Missstimmungen in der Beziehung führen und da kann es eben eine Option sein zu öffnen, anstatt sich zu trennen.

Klar ist eine Öffnung eine emotionale Belastungsprobe, insbesondere bei unserer monogam geprägten Kultur aber eine Trennung ist wahrscheinlich auch eine Belastung.

Andererseits, wenn der fehlende Sex nur ein Symptom ist, dann sollten die eigentlichen Herausforderungen angegangen werden, denn dann hilft eine Öffnung nicht, sondern wird im Gegenteil nur die Beziehung weiter belasten.
 
C
Benutzer185636  (41) Öfter im Forum
  • #28
Bei einem befreundeten Ehepaar hat es mal gekriselt. Allerdings war nicht der Sex das Problem. Dennoch haben sie versucht, die Beziehung zu retten, in dem sie diese sexuell öffnen. Was genau sie sich aber dabei erhofft haben, weiß ich nicht. Ich muss auch zugeben, dass ich nur vermute, dass die Beziehungskrise der Grund fürs öffnen war. Denn das die Beziehung vorher schon nicht mehr intakt war, hat man auch als außenstehender mitbekommen.

Lange rede kurzer Sinn, das öffnen der Beziehung hat nicht geholfen die Ehe zu retten. Nach ein paar Monaten haben sie einen Schlussstrich gezogen und sich offiziell getrennt. Ob das öffnen der Beziehung in dem Fall die Trennung hinausgezögert oder vielleicht sogar beschleunigt hat, weiß ich nicht.

Meiner Meinung nach kann das öffnen einer Beziehung nur dann sinn machen, wenn die Beziehung stabil ist, sonst alles passt, man nur unterschiedliche Bedürfnisse beim Sex hat. Und dann auch nur, wenn man Regeln vereinbart und diese auch einhält.
 
distracted
Benutzer182842  Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #30
Das Wort "Beziehungsretter" kannte ich gar nicht, hab's auch erst nicht verstanden, ist das ein stehender Begriff?
Da das öffnen der Beziehung sehr oft als Lösung bei partnerschaftlichen Problemen vorgeschlagen wird,
fand ich den Begriff ganz passend. Ob das ein allgemein gültiger Begriff ist, weiß ich nicht.
 
distracted
Benutzer182842  Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #38
Das kann ich schon nachvollziehen, fiel mir selbst ja auch schwer, meine Lösung war ja noch bescheidener (Affäre) und hat das Ende im Grund nur noch ein wenig hinausgezögert.
Kann ja bei mir auch ein hinauszögern sein.
Außerdem muss ich ja auch erstmal jemanden finden, mit dem es passt.
Eins weiß ich... wenn er der erste ist, der was mit ner anderen Frau anfängt
flipp ich aus. Dann war das ganze "kein Interesse, brauch ich nicht" gelogen,
und er will nur mich nicht mehr.
Dann hätte die Lösung hier aber immer noch Sinn. Dann weiß ich Bescheid,
und kann den Deckel drauf machen.
 
distracted
Benutzer182842  Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #52
Sorceress Apprentice Sorceress Apprentice ... das hilft mir sogar sehr, vielen Dank dafür!
Keine Lösungsvorschläge, sondern einfach mal Gedanken teilen und zulassen. :love:

Das ist das, wovor ich am meisten Angst habe. Dass die Bindung kaputt geht.
Wir gehen schon sehr liebevoll miteinander um, aber wenn ich mich jetzt wirklich
auf diese unverbindlichen Sexgeschichten einlasse, weiß ich nicht, was es mit MIR macht.
Was dann noch von UNS übrigbleibt. Er ist der Mann mit dem ich gerne alt wäre.
Hobbies, Interessen, Humor .... passt alles super.
Aber hier und jetzt bin ich noch nicht alt. Will ich diese ewig gleiche Routine noch nicht.
Ist halt auch so ein emotionales Auf und Ab. Natürlich kann man da mit rationalen Überlegungen
und Lösungen ran gehen. Ob das dann auch passt und funktioniert kann einem leider keiner sagen.

Irgendwie alles gerade sehr gefühlslastig hier, sorry ... aber auch nicht sorry, hilft mir so ein bisschen
beim einordnen.

Danke PL :ashamed:
 
J
Benutzer199726  Sehr bekannt hier
  • #62
Ich kann dir tatsächlich nichts raten oder empfehlen außer eben engmaschig Gespräche zu führen und Wasserstandsmeldungen durchzugehen. Wir kennen uns ja zwanzig Jahre und dennoch sind wir immer wieder erstaunt wie es dem anderen gerade geht.
Ich wüsste tatsächlich nicht ob ich Sex outsourcen könnte, aber ich denke es kommt auf einen Versuch an bei euch. Ich habe auch immer mit Zeit gerechnet. Wieviele Stunden vögelt man netto pro Tag. Wieviele andere ist man einfach im Leben ein Team. Wenn man ein tolles Team ist denke ich dass das funktionieren kann.

Wenn der fehlende Sex jedoch nur ein Symptom sein sollte wird es schwierig.

In jedem Fall wird es eine spannende Reise für euch und die Ehrlichkeit, die jetzt vorgelegt wurde ist schon Mal ein super Fundament auf dem ihr aufbauen könnt.

Ich habe übrigens in meiner Reise über mich gelernt, dass ich keinen Sex ohne Liebe oder Zuneigung haben kann. Mein Chatfreund sagte er könne nicht lieben ohne, dass es Sex gibt. Sprich, wenn der Sex fehlt geht auch die Liebe flöten. Irgendwie auch spannend.

Eins kann ich nur mit Sicherheit sagen: so eine Öffnung bringt eine Dynamik mit sich. Keine Ahnung ob ich das geschriebene in drei Wochen noch so unterschreiben würde.

Ich hoffe das hilft dir jetzt ein bisschen, gedanklich geordnet ist das natürlich nicht.
 
Armorika
Benutzer172677  Planet-Liebe Berühmtheit
  • #64
Sprich, wenn der Sex fehlt geht auch die Liebe flöten.
Das würde ich bei mir auch vermuten.
Deshalb finde ich zwar schon, dass man das Öffnen der Beziehung in den üblichen Threads hier als eine Möglichkeit anführen kann, für mich würde unsere Beziehung ohne gemeinsame Sexualität aber nicht funktionieren, auch wenn sie schon immer offen ist.
Weil es nicht nur um Triebbefriedigung geht, sondern um eine spezielle Form von Nähe, um die Gemeinsamkeit, ums Begehren und Begehrtwerden und den Partner als sexuelles Wesen erleben. So sehr ich meinen Mann liebe, ohne die sexuelle Ebene glaube ich, dass ich ihn nicht dauerhaft als Partner sehen kann und das ganze zu einer innigen Freundschaft mutiert.
Ich hoffe, ich entmutige Dich damit nicht, distracted distracted , das kann ja für jeden total individuell sein.
 
distracted
Benutzer182842  Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #72
Ich versuche jetzt einfach das nicht zu zerdenken.
Ich hab keinen Plan, ich muss überhaupt nix.
Ziemlich befreiendes Gefühl … jetzt gerade.
 
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LiebeFrau
Benutzer193650  (41) Öfter im Forum
  • #89
Off-Topic:
Wir haben aus Lust und Neugierde ohne Not geöffnet und es hätte uns fast gekostet. Wir sind immer noch nicht über den Berg. Bei ihm hat sich was Dauerhaftes entwickelt, das er mit mir teilen wollte. Anfangs war das gut. Später gab es immer mehr Momente, wo es für mich nicht gut war. Ich fühlte mir das oft aufgedrängt und es entwickelte sich zudem eine unbändige Eifersucht und wenn wir zu Dritt waren, dachte ich zuletzt immer, ich wäre jetzt lieber mit ihm alleine, ich möchte die wenige Zeit, die wir als Paar alleine haben, nicht mit ihr teilen. Ich wollte am Ende keinen einzigen Fetzen unseres Alltags mehr mit ihr teilen und fühlte mich da ganz alleine und unverstanden. Die Zärtlichkeiten zwischen ihnen, die ich mir anfangs gerne angeschaut habe, haben geschmerzt, mehr noch die kleinen Berührungen zwischendurch als der Sex. Ich ertrage wohl keine Nebenbeziehung oder nicht in der Form oder nicht mit der Person? Es bleiben viele Fragen. Wir hatten unterschiedliche Wünsche entwickelt und je mehr ich da raus wollte desto mehr fühlte er sich angegriffen. Wenn ich meinen Schmerz teilen wollte, fühlte er sich angegriffen und dachte er sich verteidigen zu müssen. Wenn ich also sagte, das und das tut mir nicht gut, kam tendenziell kein „Oje, das tut mir sehr leid, was kann ich tun, damit es dir besser geht?" sondern ein „Aber wir haben das doch zusammen so entschieden." Wir haben fast ein Jahr gebraucht um wieder Verständnis und Wohlwollen zu entwickeln. Und wieder richtig zueinander zu finden. Und bereuen Stand jetzt die Öffnung. Parallel dazu habe ich online wunderbare Erfahrungen gesammelt, wo er sich nicht immer ausreichend mitgenommen fühlt, weil er ja alles teilen möchte und es mir immer ausreichend erschien, das Wesentliche zu teilen. Wir haben das unterschätzt. Oder auch nicht. Wir haben von Anfang an von der Büchse der Pandora gesprochen. Aber zwischendurch war es so wunderbar und beflügelnd und wir haben wohl nicht gut und schnell genug reagiert als es das zumindest für mich nicht mehr war. Work in progress…
 
distracted
Benutzer182842  Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #92
Ich finde es auf jeden Fall mega, dass du deine Freiheit gleich genutzt hast.
Das hat mich tatsächlich selbst am meisten überrascht.

Wie geht es dir denn jetzt?
Irgendwie bin ich schon traurig, dass es in der Beziehung soweit gekommen ist.
Man schwört sich ja immer am Anfang... große Liebe, für immer, wir machen das viel besser als alle anderen.
Dann passiert das Leben. Ich kenne so viele Paare, bei denen sich nach Jahren dann doch eine gewisse
Unzufriedenheit einstellt. Und anstatt was zu ändern, wird einfach weitergemurkst und ausgehalten.
Bis die Kinder groß sind, bis die Rente durch ist ... bis was weiß ich....

Willst du den gleichen nochmal wiedersehen?
Solange wir uns gut tun, auf jeden Fall.
 
J
Benutzer199726  Sehr bekannt hier
  • #102
J janewayne ... kennst du deinen "Chatti" bereits persönlich?
oder tatsächlich alles strikt online?
Alles strikt online. Leider oder zum Glück 🙈 Ich denke nach 20 Jahren Monogamie wäre das ein Gefühls Tsunami. Außerdem will es der Mann (aus verständlichen Gründen) nicht. Es wird aber nach über einem Jahr zunehmend schwer, das muss ich sagen. Und ich habe oft ein schlechtes Gewissen und komme mir vor wie Raupe Nimmersatt. Denn ich habe echt tollen Sex. Mir fehlt nur einer meiner Kinks und irgendwie ein bisschen mehr Liebe, fremde Haut, Freiheit. Hach ja. Einfach ist es wohl nie so richtig, oder?
 
distracted
Benutzer182842  Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #103
Alles strikt online. Leider oder zum Glück 🙈 Ich denke nach 20 Jahren Monogamie wäre das ein Gefühls Tsunami. Außerdem will es der Mann (aus verständlichen Gründen) nicht. Es wird aber nach über einem Jahr zunehmend schwer, das muss ich sagen. Und ich habe oft ein schlechtes Gewissen und komme mir vor wie Raupe Nimmersatt. Denn ich habe echt tollen Sex. Mir fehlt nur einer meiner Kinks und irgendwie ein bisschen mehr Liebe, fremde Haut, Freiheit. Hach ja. Einfach ist es wohl nie so richtig, oder?
Da du weißt, dass ihr euch eh nie treffen werdet, ist er in deinen Träumen dann bestimmt auch nochmal
viel toller als im echten Leben. Die Gefahr, dass es real überhaupt nicht passt ist ja schon auch da.

Es ist bei mir auch so ein bisschen die Sehnsucht nach Abenteuer, Freiheit, komplett unbelastetem LEBEN.
Ohne Alltagssorgen, den Stress mal komplett vergessen. Und wenn du lange in einer Beziehung bist, dann
verbindest du ja auch all das mit dem Partner. Da ist nichts mehr unbelastet. Das ist dann alles immer da.

Wenn du dich nur alle paar Wochen triffst, dann gibt es nur das jetzt.
Man ist viel freier, unbeschwerter, traut sich mehr und genießt alles viel intensiver.

Ich könnte das nicht so wie LiebeFrau LiebeFrau ... das stelle ich mir unheimlich schwierig vor.
Respekt, dass du das versuchst, und bereit bist, den Weg auch dann zu gehen wenn es weh tut.
Aber am liebsten würde ich dich in den Arm nehmen und sagen, tu dir das nicht mehr an wenn es nur noch schmerzt.
Weil ich von mir ausgehe, was natürlich kompletter Unsinn ist. Denkt ja nicht jeder so wie ich.
 
B
Benutzer186459  Sorgt für Gesprächsstoff
  • #104
Aber mir geht es besser. Gehe entspannter mit dem ganzen Arbeitsstress um.
Schön, freut mich für dich ,das dir dadurch besser geht und entspannter bist.
Was mich neugierigen User ,und vielleicht den Rest der Forengemeinde auch,interessieren würde

Gibt es dann weitere Teffen mit ihm,oder mit anderen, wenn es dir so gut tat.?
Du hattest ja ein paar Zweifel.
 
Lollypoppy
Benutzer71335  (57) Planet-Liebe ist Startseite
  • #107
Off-Topic:

Ich entdecken gerade erstaunliche Parallelen zur Lolly aus dem September 2007. :grin:

Hat das alles süß und aufregend begonnen......
 
N
Benutzer197010  (46) Öfter im Forum
  • #108
Ja, sehe ich auch so, und will ich nicht.
Ist ja MEIN schlechtes Gewissen, also mein Thema.
Und ja ... das Aushalten ... hätte nicht gedacht, dass das so schwierig ist.
Mir fällt dazu gerade ein (weil ich es heute gelesen habe):
"Aber eine wirklich vollkommene Beziehung würde darin bestehen, daß jeder akzeptiert, daß es im anderen große unbekannte Bereiche gibt [...], die man für eine lebendige [...] Liebe mobilisieren muß, wo jeder sich mit den unbekannten Bereichen des anderen verbindet, ohne in sie einzudringen oder sie zu erobern."
 
distracted
Benutzer182842  Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #110
Mir fällt dazu gerade ein (weil ich es heute gelesen habe):
"Aber eine wirklich vollkommene Beziehung würde darin bestehen, daß jeder akzeptiert, daß es im anderen große unbekannte Bereiche gibt [...], die man für eine lebendige [...] Liebe mobilisieren muß, wo jeder sich mit den unbekannten Bereichen des anderen verbindet, ohne in sie einzudringen oder sie zu erobern."
Unabhängig von meiner derzeitigen Situation, denke ich manchmal, es steht im krassen Gegensatz zur
derzeitigen Leitkultur der völligen Offenbarung des Individuums.

Mir tut es leid, dass diese tiefe Verbindung, wie sie in der Aussage beschrieben wird, verloren geht, weil der unbedingte Wille, mittlerweile schon Zwang, alles verstehen und diskutieren zu wollen, verhindert, dass man die unbekannten Seiten des anderen einfach akzeptiert. Dadurch fehlt der Raum, in dem die Beziehung auf einem intuitiven Verständnis und gegenseitigem Respekt für das unbekannte wachsen könnte.

(sorry, weiß nicht ob das verständlich ist)
.
 
fox79
Benutzer204515  (46) Verbringt hier viel Zeit
  • #111
Wir Menschen sind sehr verschieden.

Die Frage ist doch, was brauche ich um jemandem vertrauen zu können.

Der Mann meiner Freundin kommt mit großen unbekannten Bereichen wohl recht gut klar.
Er weiß, dass seine Frau z.B. von Freitag Abend bis Sonntag Vormittag mit mir unterwegs ist. Das genügt ihm an Information und mehr will er nicht wissen.
Für die Beziehung der beiden ist es wahrscheinlich besser, dass er diesen Bereich ausblendet und sich stattdessen auf die Zeit konzentriert die er mit seiner Frau und dem gemeinsamen Kind hat.
Meiner Meinung nach braucht es eine besondere Einstellung um so mit einer offenen Beziehung umgehen zu können, oder einfach Gleichgültigkeit.
 
distracted
Benutzer182842  Verbringt hier viel Zeit
  • Themenstarter
  • #112
Meiner Meinung nach braucht es eine besondere Einstellung um so mit einer offenen Beziehung umgehen zu können, oder einfach Gleichgültigkeit.
Wobei Gleichgültig, für mein Verständnis, aber das Ende der Beziehung bedeuten würde.

Ich nehme dann lieber die „besondere Einstellung“ ☝️
 
fox79
Benutzer204515  (46) Verbringt hier viel Zeit
  • #113
Der Wechsel von einer Monogamen zu einer offenen Beziehung ist definitiv schwierig!

Zuerst muss man einmal klären ob die Öffnung der Beziehung ein Problem löst oder nur Symptome bekämpft.

Mein Beispiel ist meine Freundin. Ihr Mann hat für sich entschieden, dass das Thema Sex für ihn vorbei ist. Er hat kein Interesse mehr daran. Meine Freundin, für die das Thema Sex eben noch nicht erledigt war/ist hat dann mit ihrem Mann besprochen, dass sie sich ihre Bedürfnisse anderweitig befriedigen lassen kann.

Die beiden führen eine stabile Beziehung, gehen wirklich vertraut und vertrauensvoll miteinander um und haben außer dem Thema Sex keine offenen Baustellen. Als meine Freundin und ich uns dann näher kennengelernt haben und eben ein Paar wurden, da hat es in der Ehe der beiden ziemlich geknirscht. Da war einiges an gefühlter Verletzung und Trennung stand im Raum.

Die beiden haben viel geredet, waren absolut ehrlich miteinander und haben ihre Beziehung eben neu definiert.
Jetzt, ein Jahr später gibt es wieder Normalität. Aber es war ein harter Weg und den konnten die beiden nur gehen, weil da eben noch viel gegenseitige Sympathie und viel Vertrauen da war. Und das Vertrauen lebt von Offenheit.

Ihr Mann will keine Details wissen. Diese Bereiche mit "Sie ist mit ihrem Freund unterwegs" sind für ihn in Ordnung und er kann sich trotzdem darauf verlassen, dass seine Frau loyal zu ihrer Familie steht. Er weiß, dass das eine, das andere nicht ausschließt.
Bei ihm ist es Vertrauen aber das hat er sich hart erkämpft.
 
N
Benutzer197010  (46) Öfter im Forum
  • #114
Unabhängig von meiner derzeitigen Situation, denke ich manchmal, es steht im krassen Gegensatz zur
derzeitigen Leitkultur der völligen Offenbarung des Individuums.
Auf jeden Fall. Ich bin überhaupt kein Fan von diesem Geständniszwang und dieser Transparenz. Einiges von dem, das ich tue, geht niemanden etwas an, und es erfährt auch niemand.
Mir tut es leid, dass diese tiefe Verbindung, wie sie in der Aussage beschrieben wird, verloren geht, weil der unbedingte Wille, mittlerweile schon Zwang, alles verstehen und diskutieren zu wollen, verhindert, dass man die unbekannten Seiten des anderen einfach akzeptiert. Dadurch fehlt der Raum, in dem die Beziehung auf einem intuitiven Verständnis und gegenseitigem Respekt für das unbekannte wachsen könnte.
(sorry, weiß nicht ob das verständlich ist)
Ja, absolut verständlich.
Klingt in Deinem Fall aber doch ganz gut, wenn ich das richtig verstehe?
 
L
Benutzer185950  Öfter im Forum
  • #115
Ich bin in einer ähnlichen Beziehung wie Fox und kann sagen, dass man nicht mal eben die Beziehung öffnen kann, um Probleme zu lösen. Sondern um eine bestehende Beziehung auf eine andere Ebene zu geben wie vorher oder/und einer oder mehreren Personen die Möglichkeit zu geben, ihre Sexualität oder auch die emotionale Seite anders auszuleben als vorher. Allerdings ist das Arbeit für alle Seiten, es ist nicht einfacher als eine Trennung, im Gegenteil. Manchmal ist das sogar emotional umfangreicher als eine Trennung und bedarf eine Menge Respekt und Vertrauen.
Ein Allheilmittel ist es definitiv nicht.
 
Sorceress Apprentice
Benutzer89539  Team-Alumni
  • #116
Einen Gesprächszwang fände ich wirklich furchtbar. Bei mir sehe ich beim Thema Nicht-Monogamie eher einen Mitteilungswunsch, als einen Wunsch informiert zu werden.

Ich möchte Dinge, die ich für mich wichtig, spannend, schön oder auch mysteriös sind, mit der Frau teilen die ich liebe. Und wenn, dann liegt der Grad an Details den ich mitteile über dem was sie erfragt, und unter dem was ich mitzuteilen bereit wäre. Da muss es gar nicht um Schlafzimmer-Details gehen.

Wobei ich persönlich auch nicht so der Mensch für Mysterien bin.
 
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