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Benutzer211324 (48)
Ist noch neu hier
- #1
Es ist ein schwieriges bis peinliches Thema … da ich aber so ratlos bin, wende ich mich nun mal an dieses Forum und hoffe auf den entscheidenden Gedanken.
Ich bin mit meinen Kindern, die zum Teil schon Teenager sind, aus unterschiedlichen Gründen recht regelmäßig bei ihrem Arzt. Meist mit nur einem Kind/Jugendlichen alleine.
Dieser Arzt ist etwa in meinem Alter (Mitte/Ende 40) und scheint zumindest nicht verheiratet zu sein. Er hat z.B. auch noch nie von ‚wir‘ gesprochen. Kinder würde ich auch ziemlich sicher ausschließen.
Ich denke, es gibt keinen Zweifel daran, dass wir uns sehr sympathisch sind, und dass das Verhältnis inzwischen schon irgendwie ‚vertraut‘ ist.
Kürzlich hatten wir dann einen (eigentlich recht kurzen) Termin, bei dem er sich dreimal bewusst (so schien es mir zumindest) frontal zu mir positionierte (ich musste jeweils auf ihn zu laufen, während sich mein Kind außerhalb des Sichtfeldes befand), mich (sehr bewusst, würde ich zumindest behaupten) übers ganze Gesicht anstrahlte und mir dabei sekundenlang tief in die Augen sah … jeweils bis zu dem Moment, dass ich an ihm vorbeilaufen oder er sich umdrehen musste, um vorzulaufen.
Ich war darauf überhaupt nicht vorbereitet, weswegen ich ausschließe, mir das eingebildet oder eher ‚erwünscht‘ zu haben. Es war eher so das Gefühl: ‚Hilfe! Was passiert hier gerade?‘ … und da ich davon eben so extrem überrumpelt war, konnte ich in dem Moment nicht anders reagieren, als seine Blicke zu erwidern und ihn ebenfalls anzustrahlen. Ich mag ihn definitiv.
Während der kurzen Behandlung des Kindes waren wir beide dann recht wortkarg und sahen uns eher nicht oder nur möglichst kurz an - auf jeden Fall auch neutral. Einmal schmunzelte er ziemlich lange über eine meiner Aussagen.
Ich war nach dem Termin total verwirrt, hatte natürlich viele Fragen und sehnte direkt die nächste Gelegenheit herbei, um auszutesten, ob das einmalig war oder ob wir gerade ein neues Kapitel unserer ‚Bekanntschaft’ aufgeschlagen hatten.
Diese nächste Gelegenheit lag aber noch einige Wochen in der Zukunft.
… und eine andere Möglichkeit, ihn (unter einem Vorwand) direkt zu kontaktieren, gab es nicht.
Man findet ihn im www nirgends … und es gibt auch nur eine allgemeine Praxis-email-Adresse.
Nach ein paar Wochen des Grübelns und wenig Schlafens entschied ich mich, ihm unter einem Vorwand eine email an die allgemeine Adresse zu schicken … mit der Bitte um Weiterleitung an ihn.
Die Hoffnung dahinter war, dass er (wenn auch nur kurz und sachlich) von seiner direkten email-Adresse antworten würde, und ich diese dann hätte.
Da er mir generell sehr höflich und korrekt erscheint, war ich mir sicher, er würde mindestens sowas wie ‚Danke. Ich schau es mir an.‘ (oder sowas) antworten.
Es kam aber keinerlei Reaktion. :-(
Ich muss an dieser Stelle vielleicht erwähnen, weil das evtl. eine Rolle spielen könnte, dass ich verheiratet und gemäß der Patientenakten der Kinder auch nicht getrennt bin. Mein Mann und ich sind beruflich miteinander verbunden und unsere email-Adressen gehören beide unserer Familien-Domain an.
… dass wir uns gerade (friedlich) trennen, weiß der Arzt (natürlich) nicht.
Nun war ich also noch verunsicherter als zuvor und musste doch den nächsten Termin abwarten.
Obwohl ich total enttäuscht war, dass er nicht geantwortet hatte, dachte ich mir, dass dieses ‚Nicht-Antworten‘ ja auch irgendwie ein Statement war … und nicht wirklich ein neutrales oder ablehnendes, denn wenn er meinen Gedanken dahinter verstanden und mich auf Abstand hätte halten wollen, hätte er ja ganz neutral, sachlich und kurz von der allgemeinen email-Adresse aus antworten können.
Bei dem darauffolgenden Termin war ich durch diese email-Geschichte dann leider so verunsichert (hatte irgendwie Angst, dass er mit mir spielt …), dass ich gar nicht in der Lage war, die Sache auf mich zukommen zu lassen und sein Verhalten erneut zu beobachten.
Als ich ihm (schon vor dem Termin) im Gang begegnete, wich ich seinem Blick (wieder konkret in die Augen mit strahlendem Blick) direkt aus. Dachte mir: ‚Idiot. Jetzt schaut er mich wieder so an, aber meine email beantwortet er nicht.‘ … ich brachte das alles nicht zusammen und wollte ihm auf keinen Fall das Gefühl geben, falls das seine Idee sein sollte, naiv ‚angebissen‘ zu haben.
Im Behandlungszimmer bedankte er sich dann direkt als erstes (mehrfach) für die email … vergessen hatte er sie auf jeden Fall nicht. Es schien ihm schon wichtig zu sein, sie zu erwähnen … und er betonte, dass er sich gefreut habe. (und da es der Inhalt eigentlich nicht gewesen sein kann, über den er sich gefreut hat, muss er sich wohl über die email selbst gefreut haben … sofern das dann überhaupt stimmt und nicht nur eine Floskel war.)
Ich war bei diesem Termin (aus der Unsicherheit heraus) insgesamt recht abweisend und wortkarg, was ich rückblickend bereue, aber nun ist‘s zu spät.
Er hingegen wirkte eher bisschen ‚aufgedreht‘, aber vielleicht kam mir das auch nur so vor, weil ich so sehr in meinem ‚Tunnel‘ war.
Mehr und mehr frage ich mich, ob er sich einfach deshalb nicht auf die email gemeldet hat, weil ich ja seines Wissens nach ‚vergeben‘ bin … und er sich aus seiner Position heraus ja eh vorsichtig verhalten muss/sollte.
Ich traue ihm eigentlich nicht zu, dass er mit mir spielt oder das einfach so seine Masche ist … er hat das zuvor ja auch nie gemacht, wirkt mir immer eher korrekt und vorsichtig, was Persönliches anbelangt. Zudem sind bis dahin viele Termine ins Land gegangen (so oft sind die meisten Mütter/Familien gar nie da, denke ich), zudem ist mit noch jmd anderem zusammen in dieser Praxis tätig, und dass er es riskieren würde, so einen Ruf zu bekommen (auch für den anderen Arzt) … es sollte mich wundern.
Was halte ich nun also von all dem?
Ich würde ihn unheimlich gerne fragen, ob wir mal zusammen etwas trinken gehen (was ja auch noch gar nichts heißt), allerdings müsste ich ihm dafür ja heimlich einen Zettel zustecken, da immer mindestens ein Kind dabei ist, und erstens habe ich Angst davor, dass er wieder gar nicht antwortet, zweitens muss ich schauen, dass das kein Kind mitbekommt. (per mail wäre es so viel einfacher gewesen)
Wie schätzt ihr die Situation ein?
Ich bin mit meinen Kindern, die zum Teil schon Teenager sind, aus unterschiedlichen Gründen recht regelmäßig bei ihrem Arzt. Meist mit nur einem Kind/Jugendlichen alleine.
Dieser Arzt ist etwa in meinem Alter (Mitte/Ende 40) und scheint zumindest nicht verheiratet zu sein. Er hat z.B. auch noch nie von ‚wir‘ gesprochen. Kinder würde ich auch ziemlich sicher ausschließen.
Ich denke, es gibt keinen Zweifel daran, dass wir uns sehr sympathisch sind, und dass das Verhältnis inzwischen schon irgendwie ‚vertraut‘ ist.
Kürzlich hatten wir dann einen (eigentlich recht kurzen) Termin, bei dem er sich dreimal bewusst (so schien es mir zumindest) frontal zu mir positionierte (ich musste jeweils auf ihn zu laufen, während sich mein Kind außerhalb des Sichtfeldes befand), mich (sehr bewusst, würde ich zumindest behaupten) übers ganze Gesicht anstrahlte und mir dabei sekundenlang tief in die Augen sah … jeweils bis zu dem Moment, dass ich an ihm vorbeilaufen oder er sich umdrehen musste, um vorzulaufen.
Ich war darauf überhaupt nicht vorbereitet, weswegen ich ausschließe, mir das eingebildet oder eher ‚erwünscht‘ zu haben. Es war eher so das Gefühl: ‚Hilfe! Was passiert hier gerade?‘ … und da ich davon eben so extrem überrumpelt war, konnte ich in dem Moment nicht anders reagieren, als seine Blicke zu erwidern und ihn ebenfalls anzustrahlen. Ich mag ihn definitiv.
Während der kurzen Behandlung des Kindes waren wir beide dann recht wortkarg und sahen uns eher nicht oder nur möglichst kurz an - auf jeden Fall auch neutral. Einmal schmunzelte er ziemlich lange über eine meiner Aussagen.
Ich war nach dem Termin total verwirrt, hatte natürlich viele Fragen und sehnte direkt die nächste Gelegenheit herbei, um auszutesten, ob das einmalig war oder ob wir gerade ein neues Kapitel unserer ‚Bekanntschaft’ aufgeschlagen hatten.
Diese nächste Gelegenheit lag aber noch einige Wochen in der Zukunft.
… und eine andere Möglichkeit, ihn (unter einem Vorwand) direkt zu kontaktieren, gab es nicht.
Man findet ihn im www nirgends … und es gibt auch nur eine allgemeine Praxis-email-Adresse.
Nach ein paar Wochen des Grübelns und wenig Schlafens entschied ich mich, ihm unter einem Vorwand eine email an die allgemeine Adresse zu schicken … mit der Bitte um Weiterleitung an ihn.
Die Hoffnung dahinter war, dass er (wenn auch nur kurz und sachlich) von seiner direkten email-Adresse antworten würde, und ich diese dann hätte.
Da er mir generell sehr höflich und korrekt erscheint, war ich mir sicher, er würde mindestens sowas wie ‚Danke. Ich schau es mir an.‘ (oder sowas) antworten.
Es kam aber keinerlei Reaktion. :-(
Ich muss an dieser Stelle vielleicht erwähnen, weil das evtl. eine Rolle spielen könnte, dass ich verheiratet und gemäß der Patientenakten der Kinder auch nicht getrennt bin. Mein Mann und ich sind beruflich miteinander verbunden und unsere email-Adressen gehören beide unserer Familien-Domain an.
… dass wir uns gerade (friedlich) trennen, weiß der Arzt (natürlich) nicht.
Nun war ich also noch verunsicherter als zuvor und musste doch den nächsten Termin abwarten.
Obwohl ich total enttäuscht war, dass er nicht geantwortet hatte, dachte ich mir, dass dieses ‚Nicht-Antworten‘ ja auch irgendwie ein Statement war … und nicht wirklich ein neutrales oder ablehnendes, denn wenn er meinen Gedanken dahinter verstanden und mich auf Abstand hätte halten wollen, hätte er ja ganz neutral, sachlich und kurz von der allgemeinen email-Adresse aus antworten können.
Bei dem darauffolgenden Termin war ich durch diese email-Geschichte dann leider so verunsichert (hatte irgendwie Angst, dass er mit mir spielt …), dass ich gar nicht in der Lage war, die Sache auf mich zukommen zu lassen und sein Verhalten erneut zu beobachten.
Als ich ihm (schon vor dem Termin) im Gang begegnete, wich ich seinem Blick (wieder konkret in die Augen mit strahlendem Blick) direkt aus. Dachte mir: ‚Idiot. Jetzt schaut er mich wieder so an, aber meine email beantwortet er nicht.‘ … ich brachte das alles nicht zusammen und wollte ihm auf keinen Fall das Gefühl geben, falls das seine Idee sein sollte, naiv ‚angebissen‘ zu haben.
Im Behandlungszimmer bedankte er sich dann direkt als erstes (mehrfach) für die email … vergessen hatte er sie auf jeden Fall nicht. Es schien ihm schon wichtig zu sein, sie zu erwähnen … und er betonte, dass er sich gefreut habe. (und da es der Inhalt eigentlich nicht gewesen sein kann, über den er sich gefreut hat, muss er sich wohl über die email selbst gefreut haben … sofern das dann überhaupt stimmt und nicht nur eine Floskel war.)
Ich war bei diesem Termin (aus der Unsicherheit heraus) insgesamt recht abweisend und wortkarg, was ich rückblickend bereue, aber nun ist‘s zu spät.
Er hingegen wirkte eher bisschen ‚aufgedreht‘, aber vielleicht kam mir das auch nur so vor, weil ich so sehr in meinem ‚Tunnel‘ war.
Mehr und mehr frage ich mich, ob er sich einfach deshalb nicht auf die email gemeldet hat, weil ich ja seines Wissens nach ‚vergeben‘ bin … und er sich aus seiner Position heraus ja eh vorsichtig verhalten muss/sollte.
Ich traue ihm eigentlich nicht zu, dass er mit mir spielt oder das einfach so seine Masche ist … er hat das zuvor ja auch nie gemacht, wirkt mir immer eher korrekt und vorsichtig, was Persönliches anbelangt. Zudem sind bis dahin viele Termine ins Land gegangen (so oft sind die meisten Mütter/Familien gar nie da, denke ich), zudem ist mit noch jmd anderem zusammen in dieser Praxis tätig, und dass er es riskieren würde, so einen Ruf zu bekommen (auch für den anderen Arzt) … es sollte mich wundern.
Was halte ich nun also von all dem?
Ich würde ihn unheimlich gerne fragen, ob wir mal zusammen etwas trinken gehen (was ja auch noch gar nichts heißt), allerdings müsste ich ihm dafür ja heimlich einen Zettel zustecken, da immer mindestens ein Kind dabei ist, und erstens habe ich Angst davor, dass er wieder gar nicht antwortet, zweitens muss ich schauen, dass das kein Kind mitbekommt. (per mail wäre es so viel einfacher gewesen)
Wie schätzt ihr die Situation ein?
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