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Benutzer70471 (35)
Verbringt hier viel Zeit
- #1
Hallo liebe Forum-Leser,
ich habe im Moment ein großes Problem, zu dem ich gerne ein paar Meinungen hätte. (Sorry für den langen Text)
Die Situation ist folgende: Vor ca. 2 1/2 Jahren bin ich aufgrund eines Praktikums (+Bachelorarbeit) und anschließendem Jobangebots ca. 500 km von meinem Heimatort in meinen jetzigen Wohnort gezogen. Anschluss habe ich schnell gefunden und so auch meinen Freund kennengelernt, mit dem ich jetzt schon 2 Jahre zusammen bin. Vor ca. einem halben Jahr sind wir zusammengezogen, da mir mein jetziger Arbeitgeber vermittelte, dass es nach den 2 Jahren Befristung eventuell eine Festanstellung geben könnte.
Diese Hoffnung wurde dann vor ein paar Wochen von meinem Chef zerschmettert, dieser kann mir nämlich nur eine weitere Beschäftigung über eine Zeitarbeitsfirma anbieten. Aber es wäre eine Möglichkeit mit dem gleichen Gehalt in der Gegend zu bleiben. Da ich mich total ver*** gefühlt habe, habe ich mich hingesetzt und ein paar Bewerbungen geschrieben. Drei davon waren in der Nähe (max. 100 km entfernt) und eine war weiter weg. Erst wollte ich mich nicht bewerben, aber die Stelle klang so interessant, dass selbst mein Freund meinte, ich solle mich da sofort bewerben.
Kurz zu der Stelle: Der Arbeitsort liegt ca 550 km von meinem jetzigen Wohnort entfernt, aber wiederum nur 100 km von meinem alten Heimatort und damit von meiner Familie entfernt. Es ist eine Stelle im wissenschaftlichen Bereich (Laborarbeit) des KTI bzw. im öffentlichen Dienst, die gleichzeitig mit einer mehrjährigen Weiterbildung zur Sachverständigen verbunden ist. Solche Stellen werden nur äußerst selten an Externe weitergegeben.
Die Bilanz der ganzen Bewerberei: Eine direkte Absage und drei Vorstellungsgespräche. Die erste Firma hat sich nach dem Vorstellungsgespräch nicht mehr gemeldet und gibt mir keine Antwort, wenn ich telefonisch nachfrage. Die zweite Firma hätte mich gerne angestellt, hätte mir aber 10 0000 € im Jahr weniger gezahlt als ich jetzt verdiene. Dazu käme noch das Pendeln (100 km), weswegen sich das ganze finanziell nicht lohnt und ich abgesagt habe. Und dann kam es wie es kommen musste, ich habe mich bei der Stelle, die weiter weg liegt, durchgesetzt und darf dort anfangen. Diese Stelle war vor allem nach dem Vorstellungsgespräch mein absoluter Favorit.
Der anfänglichen Euphorie stellen sich jetzt immer mehr Zweifel entgegen. Mein Freund wäre sehr traurig, wenn ich wegziehen würde, unterstützt mich aber trotzdem. Er studiert hier noch und möchte sein Studium auch gerne an einem Standort durchziehen und nicht mittendrin irgendwo anders hinziehen. Auch aus unseren gemeinsamen Wohnung müsste er dann raus, weil er sie sich nicht alleine leisten kann. Dann kommt natürlich dazu, dass er hier groß geworden ist und seine Familie und Freunde hier hat, die ich ihm nicht nehmen will.
Aber selbst wenn wir sagen würden, dass wir erst einmal eine Fernbeziehung führen würden, würde es trotzdem für ihn bedeuten, dass er irgendwann zu mir ziehen muss. Ich bin dann an einen Standort gebunden. Ich habe mich damals selbst für den Umzug entschieden und war mal mehr und mal weniger glücklich damit. Aber er würde das nur für mich machen, was natürlich was völlig anderes ist.
Auch wird so eine Fernbeziehung nicht so leicht werden, da immerhin 550 km zwischen uns liegen und wir jetzt schon einmal zusammen gelebt haben und das wunderbar klappt. Ich glaube, die Nähe zwischen uns wird mir und auch ihm enorm fehlen.
Dazu kommt, dass ich ja eigentlich hier bleiben könnte, wenn ich als Leiharbeiter arbeite. Aber mein jetziger Job ist absolut nicht mein Traumjob. Es handelt sich um ein großes mittelständiges Unternehmen (>2000 MA), von dem ich mich oft ver**** fühle. Ich lag in den letzten zwei Jahren so oft zuhause und habe geweint, weil ich mich so unnütz gefühlt habe. Von manch älteren Mitarbeitern wurde einem regelrecht vermittelt, dass man nichts kann und sie hier die Oberhand haben, obwohl man gleichgestellt war. Es gab auch schöne Momente, aber meine Motivation wurde in den letzten zwei Jahren mit Füßen getreten, weswegen ich immer mehr das Gefühl hatte, dass ich da weg muss. Der Quatsch mit der Zeitarbeitsfirma gab mir den letzten Tritt, den ich brauchte, um zu erkennen, dass ich das nicht mehr will.
Ich will den Job nicht über die Liebe stellen. Aber dieser Job scheint wirklich mein Traumjob zu sein. Ich will die Beziehung zu meinem Freund aber auch nicht auf die Probe stellen oder ihn irgendwann mal dazu zwingen, wegziehen zu müssen, da er in dieser Region einfach seine Wurzeln hat.
Was meint ihr dazu?
ich habe im Moment ein großes Problem, zu dem ich gerne ein paar Meinungen hätte. (Sorry für den langen Text)
Die Situation ist folgende: Vor ca. 2 1/2 Jahren bin ich aufgrund eines Praktikums (+Bachelorarbeit) und anschließendem Jobangebots ca. 500 km von meinem Heimatort in meinen jetzigen Wohnort gezogen. Anschluss habe ich schnell gefunden und so auch meinen Freund kennengelernt, mit dem ich jetzt schon 2 Jahre zusammen bin. Vor ca. einem halben Jahr sind wir zusammengezogen, da mir mein jetziger Arbeitgeber vermittelte, dass es nach den 2 Jahren Befristung eventuell eine Festanstellung geben könnte.
Diese Hoffnung wurde dann vor ein paar Wochen von meinem Chef zerschmettert, dieser kann mir nämlich nur eine weitere Beschäftigung über eine Zeitarbeitsfirma anbieten. Aber es wäre eine Möglichkeit mit dem gleichen Gehalt in der Gegend zu bleiben. Da ich mich total ver*** gefühlt habe, habe ich mich hingesetzt und ein paar Bewerbungen geschrieben. Drei davon waren in der Nähe (max. 100 km entfernt) und eine war weiter weg. Erst wollte ich mich nicht bewerben, aber die Stelle klang so interessant, dass selbst mein Freund meinte, ich solle mich da sofort bewerben.
Kurz zu der Stelle: Der Arbeitsort liegt ca 550 km von meinem jetzigen Wohnort entfernt, aber wiederum nur 100 km von meinem alten Heimatort und damit von meiner Familie entfernt. Es ist eine Stelle im wissenschaftlichen Bereich (Laborarbeit) des KTI bzw. im öffentlichen Dienst, die gleichzeitig mit einer mehrjährigen Weiterbildung zur Sachverständigen verbunden ist. Solche Stellen werden nur äußerst selten an Externe weitergegeben.
Die Bilanz der ganzen Bewerberei: Eine direkte Absage und drei Vorstellungsgespräche. Die erste Firma hat sich nach dem Vorstellungsgespräch nicht mehr gemeldet und gibt mir keine Antwort, wenn ich telefonisch nachfrage. Die zweite Firma hätte mich gerne angestellt, hätte mir aber 10 0000 € im Jahr weniger gezahlt als ich jetzt verdiene. Dazu käme noch das Pendeln (100 km), weswegen sich das ganze finanziell nicht lohnt und ich abgesagt habe. Und dann kam es wie es kommen musste, ich habe mich bei der Stelle, die weiter weg liegt, durchgesetzt und darf dort anfangen. Diese Stelle war vor allem nach dem Vorstellungsgespräch mein absoluter Favorit.
Der anfänglichen Euphorie stellen sich jetzt immer mehr Zweifel entgegen. Mein Freund wäre sehr traurig, wenn ich wegziehen würde, unterstützt mich aber trotzdem. Er studiert hier noch und möchte sein Studium auch gerne an einem Standort durchziehen und nicht mittendrin irgendwo anders hinziehen. Auch aus unseren gemeinsamen Wohnung müsste er dann raus, weil er sie sich nicht alleine leisten kann. Dann kommt natürlich dazu, dass er hier groß geworden ist und seine Familie und Freunde hier hat, die ich ihm nicht nehmen will.
Aber selbst wenn wir sagen würden, dass wir erst einmal eine Fernbeziehung führen würden, würde es trotzdem für ihn bedeuten, dass er irgendwann zu mir ziehen muss. Ich bin dann an einen Standort gebunden. Ich habe mich damals selbst für den Umzug entschieden und war mal mehr und mal weniger glücklich damit. Aber er würde das nur für mich machen, was natürlich was völlig anderes ist.
Auch wird so eine Fernbeziehung nicht so leicht werden, da immerhin 550 km zwischen uns liegen und wir jetzt schon einmal zusammen gelebt haben und das wunderbar klappt. Ich glaube, die Nähe zwischen uns wird mir und auch ihm enorm fehlen.
Dazu kommt, dass ich ja eigentlich hier bleiben könnte, wenn ich als Leiharbeiter arbeite. Aber mein jetziger Job ist absolut nicht mein Traumjob. Es handelt sich um ein großes mittelständiges Unternehmen (>2000 MA), von dem ich mich oft ver**** fühle. Ich lag in den letzten zwei Jahren so oft zuhause und habe geweint, weil ich mich so unnütz gefühlt habe. Von manch älteren Mitarbeitern wurde einem regelrecht vermittelt, dass man nichts kann und sie hier die Oberhand haben, obwohl man gleichgestellt war. Es gab auch schöne Momente, aber meine Motivation wurde in den letzten zwei Jahren mit Füßen getreten, weswegen ich immer mehr das Gefühl hatte, dass ich da weg muss. Der Quatsch mit der Zeitarbeitsfirma gab mir den letzten Tritt, den ich brauchte, um zu erkennen, dass ich das nicht mehr will.
Ich will den Job nicht über die Liebe stellen. Aber dieser Job scheint wirklich mein Traumjob zu sein. Ich will die Beziehung zu meinem Freund aber auch nicht auf die Probe stellen oder ihn irgendwann mal dazu zwingen, wegziehen zu müssen, da er in dieser Region einfach seine Wurzeln hat.
Was meint ihr dazu?
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